Polizeipräsidium Mittelfranken

POL-MFR: (2) Brand im Berufsförderungswerk Nürnberg Belohnung ausgesetzt

      Nürnberg (ots) - Wie mehrfach berichtet, brach in der Nacht
vom Montag zum Dienstag (24./25.01.2000), gegen 00.30 Uhr, im 3.
Stock im Flur eines 8-stöckigen Gebäudes des
Berufsförderungswerkes Nürnberg in der Schleswiger Straße ein
Brand aus.

    Aus dem 8-stöckigen Gebäude mussten insgesamt 270 Personen evakuiert werden. Sie wurden zum Teil in Bussen der VAG Nürnberg untergebracht. 9 Personen kamen mit Rauchvergiftungen zur stationären Behandlung in verschiedene Kliniken, wo sie zwischenzeitlich wieder entlassen wurden. Bei 45 genügte eine ambulante Versorgung vor Ort.

    Ein 37-jähriger Umschüler aus Aschaffenburg wurde bei dem Brand getötet. Wie die Ermittlungen ergaben, war der Mann durch den Alarm wach geworden, hatte sein Zimmer, das in unmittelbarer Nähe des Brandherdes lag, verlassen und wollte Richtung Treppenhaus flüchten, verlor jedoch infolge der hohen CO-Konzentration das Bewusstsein. Laut Obduktionsergebnis verstarb er noch am Brandort auf Grund der starken Raucheinwirkung und an seinen Brandverletzungen.

    Die Beamten des Fachkommissariates der Nürnberger Kriminalpolizei, welche zusammen mit einem Gutachter die Ermittlungen zur Brandursache führen, haben zwischenzeitlich umfangreiche Befragungen durchgeführt. Sie gehen mittlerweile davon aus, dass der Brand, der im Bereich einer Sitzgruppe im Flur der 3. Etage entstanden ist, offensichtlich auf Grund fahrlässigen Verhaltens verursacht worden ist. Technische Ursachen können ausgeschlossen werden.

    Die Gesamtumstände, die zu dem Brand führten, konnten jedoch noch nicht eindeutig geklärt werden. Insbesondere steht auch der Brandverursacher noch nicht fest.

    Für Hinweise, die zur Aufklärung der Tat bzw. zur Ergreifung des Brandverursachers führen, hat deshalb das Bayerische Landeskriminalamt eine Belohnung in Höhe von 5.000 DM ausgesetzt. Die Belohnung wird nur unter Ausschluss des Rechtsweges zuerkannt und verteilt und ist ausschließlich für Privatpersonen und nicht für Beamte, zu deren Berufspflicht die Verfolgung strafbarer Handlungen gehört, bestimmt.

    Sachdienliche Hinweise werden an den Kriminaldauerdienst unter der Telefonnummer (0911) 2 11 - 27 77 erbeten.

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