Polizeipräsidium Frankfurt am Main

POL-F: 011221 - Pressemitteilung, Polizeipressestelle Frankfurt/M.

        Frankfurt (ots) - 011221 - 1471 Rödelheim: Stahlhelm gekauft,
Granate gab's umsonst dazu. Weil ihm Bedenken kamen, daß "mit dem
Ding etwas passieren könne", rief  am Donnerstagabend gegen 21.40
Uhr ein 28jähriger Frankfurter beim Polizeinotruf an und bat um
Entsendung einer Funkstreife nach Rödelheim. Der junge Mann
erklärte, er habe heute von einem gewissen "Klausi" einen alten
Stahlhelm gekauft. Und dieser "Klausi" hätte ihm dann, gewissermaßen
als Gratisbeigabe, noch eine Granate in die Hand gedrückt.

  Der Anrufer wartete an der Ecke Hattsteiner Straße/Niddagaustraße
auf die Polizei. Wenig später trafen mehrere
Streifenwagenbesatzungen ein, die nach kurzer Besichtigung des
offensichtlich brisanten Geschenkes die Kreuzung absperrten, den
Verkehr umleiteten und Sprengstoffexperten zwecks Unterstützung und
Begutachtung der Granate anforderten. Denn bei dem ca. 35 cm langen
und mit Stabilisierungsflossen ausgestatteten Gegenstand, den der
28jährige präsentierte, handelte es sich nach Einschätzung der
Beamten um eine Panzerfaustgranate neuerer Bauart.  Die alarmierten
Spezialisten fanden allerdings schnell heraus, daß es sich bei dem
gefährlich wirkenden Teil um eine mit Zement gefüllte und damit
völlig ungefährliche Übungs-Panzerfaustgranate aus
Bundeswehr-Beständen handelte. Sie wurde sichergestellt.

Für den 28jährigen bleibt der Erwerb von Stahlhelm und "Gratisbeigabe" übrigens folgenlos. Denn beide Gegenstände fallen nicht unter Strafbestimmungen.
(Manfred Feist/-8013)


  011221 - 1472 Rödelheim: Bankräuber drohte mit Bombe.

  Mit der auf einem Überweisungsformular niedergeschriebenen  Drohung,
er trage eine Bombe am Körper und verlange 20.000,-DM, hat ein
bislang unbekannter Täter gestern nachmittag die Herausgabe von
Bargeld erpreßt. Gegen 17.40 Uhr erschien der Räuber in der Filiale
der Frankfurter Sparkasse im Hausener Weg und legte seine
schriftliche Forderung in die Durchreiche der Kassenbox. Die
verängstigte Angestellte übergab dem Täter mehrere tausend    D-Mark,
woraufhin er die Filiale verließ und in Richtung Brentanobad
davonrannte. Fahndungsmaßnahmen verliefen bislang ohne Erfolg.

  Der Räuber wird als etwa 35 Jahre alt, ca. 1,80 m groß und dunkel
gekleidet beschrieben. Der ungepflegt wirkende Mann , nach
Einschätzung der Zeugen ein Ausländer, trug bei dem Überfall eine
dunkle Mütze, eine Sonnenbrille und schwarze Handschuhe. Angeblich
führte er einen größeren Umschlag mit sich.

Das Raubkommissariat K 12 bittet Kunden der Sparkasse, Anwohner und Passanten, die den Täter vor, während oder nach der Tat gesehen haben, sich unter Tel.-Nr. 069/755-5128 oder 755.5050 (KDD) zu melden. Hinweise nimmt auch jede andere Polizeidienststelle entgegen.
(Manfred Feist/-8013)


  Zu011221 - 1473 Innenstadt: Gemäldedieb in einem Hotel festgenommen.

Wegen des Verdachts des Gemäldediebstahls wurde gestern Mittag ein 40 Jahre alter Wohnsitzloser in einem Hotel in der Innenstadt festgenommen.
Der Mann war einer Angestellten aufgefallen, als dieser mit einem Gemälde unter dem Arm schnurstracks dem Ausgang zustrebte. "Ich bin Restaurator" gab er der Hotelmitarbeiterin zur Antwort, die den Verdächtigen wegen des Bildes angesprochen hatte. Da dies aber mit seinem Äußeren, auch bei großzügiger Auslegung eines Habitus von Kunstschaffenden nicht in Einklang zu bringen war, beschäftigte sich nunmehr der Security Manager mit dem 40-Jährigen und konnte ihn wenig später mit dem Bild unter dem Arm geklemmt im Hinterhof des Hotels stellen und der verständigten Polizei übergeben.
Bei seiner Überprüfung stellte sich heraus, dass der Beschuldigte  rauschgiftabhängig ist und erst im Juli diesen Jahres wegen Diebstahls aus der Haft entlassen worden war - die letzte von 20 Vorstrafen.
Der Wohnsitzlose gab den Diebstahl des Bildes zu. Ob er jedoch mit weiteren fünf Gemäldediebstählen etwas zu tun hat, die seit November diesen Jahres in diesem Hotel vorgekommen sind, wobei ein Schaden in Höhe von rund 30.000 DM entstanden sein soll, bedarf weiterer Ermittlungen. Anhaltspunkte, wo der 40-Jährige die Bilder abgesetzt haben könnte, haben sich nicht ergeben. Der Mann soll heute dem Haftstaatsanwalt vorgeführt werden.(Karlheinz Wagner/ -8014)



Weitere Berichte folgen


  Bereitschaftsdienst: Karlheinz Wagner, Telefon 06107-3913 oder
0177-2369778 (ab 17.00 Uhr).


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