Polizeidirektion Bad Segeberg

POL-SE: Polizeidirektion Bad Segeberg/ Pinneberg/Hamburg/Kiel: Kriminalpolizei Pinneberg warnt in der NDR-Dokumentation "Alt und betrogen" vor betrügerischen Gewinnversprechen

Polizeidirektion Bad Segeberg/ Pinneberg/Hamburg/Kiel: (ots) - Die Kriminalpolizei Pinneberg hat in der NDR-Dokumentationsreihe "45-Min" an einer Dokumentation mit dem Titel "Alt und betrogen" mitgewirkt, um möglichst viele potenzielle Opfer, insbesondere ältere Menschen, aber auch deren Kinder und Enkelkinder zu erreichen und vor betrügerischen Gewinnversprechen zu warnen. Ingo Minnerop, Leiter der Kriminalpolizeistelle Pinneberg, hat bei dieser Art der Präventionsarbeit ein festes Ziel im Blick: "Wir machen die Masche der Betrüger weiter bekannt! Ihren kriminellen Machenschaften damit die Grundlage, nämlich den Glauben an derartige Gewinnversprechen, zu entziehen, das ist unser Ziel."

Die NDR- Dokumentation wird am kommenden Montag,den 25.November von 22:00 bis 22:45 Uhr ausgestrahlt. Wir verweisen deshalb auf die Webseite des NDR, wo der entsprechende Programmhinweis mit Informationen zum Film abrufbar ist http://www.ndr.de/fernsehen/epg/epg1157_sid-1445288.html .

Aktuell war einem Ehepaar aus Pinneberg in einer förmlich formulierten und ausgestalteten Briefsendung einer angeblichen Anwaltskanzlei mitgeteilt worden, dass sie mehrere Zehntausend Euro gewonnen hätten. Zum Erhalt der Gewinnsumme sollten sie sich zunächst an eine angegebene Telefonnummer der Kanzlei wenden. Über das Telefon sollte der Betrug seinen Lauf nehmen. Die Rentner waren in dem Telefonat angehalten worden, Geld auf ein Konto zu überweisen. Dies sei Voraussetzung für den Erhalt der Gewinnsumme. Die Masche mit derart verlockenden, viel Geld versprechenden Briefsendungen ist kein Einzelfall, wie die Betrugsermittler bei der Kriminalpolizei Pinneberg wissen. Aber es gibt Varianten, wie auch ein jüngst eingegangener Fall zeigt. Am vergangenen Dienstag erhielt eine Rentnerin aus Pinneberg einen vielversprechenden Anruf eines angeblichen Bankmitarbeiters aus Zürich. Er wollte der Rentnerin glauben machen, auf einem Konto in der Schweiz würden über 100 Tausend Euro für sie bereit liegen. Das Geld sei aus steuerlichen Gründen über die Türkei in die Schweiz überwiesen worden. Auch in diesem Fall war eine Anwaltskanzlei als Ansprechpartner genannt worden. Laut der angeblichen Kanzlei habe die Rentnerin bei einem etwas länger zurückliegenden Gewinnspiel teilgenommen und gewonnen. Vor der Gewinnauszahlung müsste sie nun allerdings eine Steuer von 1500 Euro bezahlen. Wie auch das Pinneberger Ehepaar, so schöpfte auch diese Rentnerin Verdacht und schaltete die Polizei ein. Die Betrugsermittler warnen: Einen Gewinn gibt es nicht! Im Gegenteil. Die Opfer werden stets angehalten, Geld zu überweisen. Dieses Geld ist dann verloren. Betroffen sind vor allem ältere Menschen. Sie werden von den Betrügern gezielt ausgewählt und ihre Gutgläubigkeit ausgenutzt. Es ist wichtig, dass Kinder und Enkelkinder mit ihren älteren Verwandten darüber sprechen.

Opfer und solche, die es werden sollten, gibt es in ganz Schleswig-Holstein. Auch bei den anderen Kriminalpolizeistellen im Bereich der Polizeidirektion Bad Segeberg, in Elmshorn, Bad Segeberg und Norderstedt liegen solche Fälle vor.

Das Landeskriminalamt Schleswig-Holstein warnte bereits vor zwei Jahren öffentlich. Das Bundeskriminalamt hat aktuell im September vor den aus der Türkei agierenden Betrügern gewarnt, siehe http://www.presseportal.de/polizeipresse/pm/7/2560122. Nach BKA- Angaben gibt es Opfer im gesamten Bundesgebiet, von denen die Täter bislang Geldsummen in einer Gesamthöhe von mindestens 23 Millionen Euro erlangt haben.

Auch ein 74-Jähriger aus dem Kreis Steinburg sollte vor wenigen Tagen auf diese Betrugsmasche reinfallen und hat richtigerweise sogleich die Polizei eingeschaltet, siehe http://www.presseportal.de/polizeipresse/pm/52209/2599540/.

Die Landespolizei Schleswig-Holstein klärt seit längerem im Internet auf, siehe www.polizei-beratung.de/themen-und-tipps/betrug/gewinnversprechen.html

ots Originaltext: Polizeidirektion Bad Segeberg
Digitale Pressemappe:
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