Landesfeuerwehrverband Schleswig-Holstein

FW-LFVSH: Sturmtief "Emma" hält Feuerwehren in Atem

    Kiel (ots) - KIEL. Sturmtief "Emma" hat den Feuerwehren in Schleswig-Holstein ein arbeitsreiches Wochenende beschert. Wenngleich das Unwetter weitaus weniger heftig auf das Land zwischen den Meeren traf als angekündigt, so verzeichneten die Rettungsleitstellen für die 1408 Freiwilligen Feuerwehren und vier Berufsfeuerwehren im Land insgesamt 544 Einsätze.

    Meist lautete das Alarmstichwort am Freitag und Samstag "Baum auf Strasse" oder "Baum auf Haus". Dort, wo es gefahrlos möglich war, haben die Wehren abgeknickte Bäume von Häusern geräumt. Zudem wurden unzählige Strassen wieder passierbar gemacht. Dort, wo ein Einsatz auf Leitern zu gefährlich war und keine unmittelbare Not für Leib und Leben bestand, wurden Gefahrenstellen weiträumig abgesperrt.

    Ein weiterer Einsatzschwerpunkt war das Sichern von abgedeckten Häusern und umherfliegenden Verkehrsschilder, Plakatwänden und Mülltonnen. Spektakuläre Einsätze wurden nicht bekannt.

    Neben den Feuerwehren war auch die Polizei durch "Emma" gefordert. Das Lagezentrum der Landespolizei verzeichnete weitere rund 250 Einsätze, bei denen die Beamtinnen und Beamten meist bei Verkehrssicherungsmaßnahmen und Absperrungen tätig werden mussten.

    Personenschäden waren bis Sonntagmorgen nicht bekannt geworden.

    "Unser flächendeckendes Netz an Freiwilligen Feuerwehren hat seine Schlagkraft auch beim Kampf gegen Emma´s zerstörerischer Kraft wieder einmal unter Beweis gestellt", sagte der Vorsitzende des Landesfeuerwehrverbandes Schleswig-Holstein, Landesbrandmeister Detlef Radtke. Er dankte den vielen hundert ehrenamtlichen Männern und Frauen, die am Wochenende teilweise stundenlang im Einsatz waren.

    Wenngleich "Emma" am heutigen Sonntag deutlich an Kraft verlieren soll und weiterzieht, so ist die Gefahr noch nicht ganz gebannt. Denn viele Gefahrenstellen werden wohl erst im Laufe des Tages entdeckt werden. Deshalb gefährden noch immer Bäume, abgeknickte Äste und lose Trümmerteile Fußgänger und Autofahrer. Die Landesfeuerwehrverband appelliert an Hausbesitzer und Unternehmen, ihre Liegenschaften nach Abflauen des Orkantiefs unverzüglich in Augenschein zu nehmen.

    Einsätze nach Leitstellenbereichen:

    Kreise Pinneberg, Steinburg, Dithmarschen: 142 Einsätze - Pinneberg: Gerüst eingestürzt - Elmshorn: Baum auf PKW - Wedel: 3 Kinder am Strandbad von Wasser eingeschlossen

    Kreise Rd-Eckernförde, Kiel, Plön: 74 Einsätze - Blocksdorf: Baum auf PKW - Barkau: Löschfahrzeug in Graben gerutscht - Ascheberg: Dach des Feuerwehrhauses stark beschädigt

    Kreis Schleswig-Flensburg: 63 Einsätze

    Kreise Stormarn & Hzgt- Lauenburg: 100 Einsätze - u.a. Wintergarten weg geweht

    Kreise Segeberg & Neumünster: 94 Einsätze - davon 87 Bäume, 4 abgedeckte Dächer

    - Lübeck - 15 Bäume im Stadtgebiet, 2 Bäume durchschlagen Dachhaut - Tor einer Reithalle gesichert

    Flensburg: 7 Einsätze

    Ostholstein: 20 Einsätze, davon 2 Dächer gesichert

    Nordfriesland: 22 Einsätze - Einsatzschwerpunkt: Insel Sylt

    Hinweis an die Redaktionen: Pressekontakt am Sonntag: Holger Bauer, Tel. 04871 / 3246 oder 0177 / 2745486


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