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Polizeipräsidium Reutlingen

POL-RT: Bilanz des 24-Stunden-Blitzmarathon am 18./19.09.2014 in den Landkreisen Esslingen, Reutlingen und Tübingen

Reutlingen (ots)

Das Polizeipräsidium Reutlingen beteiligte sich zusammen mit anderen Behörden am diesjährigen bundesweiten 24-Stunden-Blitzmarathon. In enger Abstimmung mit den Landkreisen und Kommunen sind bei dieser Verkehrssicherheitsaktion intensive Geschwindigkeitskontrollen durchgeführt worden. Dabei waren sämtliche bei der Polizei vorhandenen Geschwindigkeitsüberwachungsgeräte im Dauereinsatz.

Im Vorfeld waren für den Zuständigkeitsbereich des Polizeipräsidiums Reutlingen 446 Stellen von Bürgerinnen und Bürgern gemeldet worden, an denen ihrer Meinung nach Fahrzeuge zu schnell unterwegs sind. Gemeinsam mit den Behörden wurden diese Meldungen bewertet und während des Blitzmarathons an 114 vorab im Internet veröffentlichten Stellen (ES: 60, RT: 32, TÜ: 22) gemessen.

Insgesamt wurden im Bereich des Polizeipräsidiums Reutlingen die Geschwindigkeiten von 36.584 Fahrzeugen gemessen (ES: 10.231, RT: 14.402, TÜ: 11.915). Allein die Behörden und Kommunen führten davon 27.174 Messungen (ES: 8.458, RT: 11.305, TÜ: 7.411) durch. Zusammen 190 Polizeibeamtinnen und Beamte waren in den drei Landkreisen eingesetzt, um die 9.410 Messungen der Polizei durchzuführen (ES: 10, RT: 18, TÜ: 12).

In 948 Fällen wurden Geschwindigkeitsverstöße festgestellt (ES: 331, RT: 177, TÜ: 440). Fünfzehn Fahrzeuglenker waren so schnell unterwegs, dass sie mit einem Fahrverbot rechnen müssen (ES: 4, RT: 1, TÜ: 10). Den gemessenen Spitzenwert erreichte ein Motorradfahrer auf der B28a zwischen Rottenburg und der Autobahnanschlussstelle, der mit einem vollkommen verantwortungslosen Tempo von 238 km/h bei erlaubten 100 km/h unterwegs war. Abzüglich der Toleranz verbleibt eine Überschreitung von 130 km/h. Im Landkreis Esslingen wurde ein weiterer Raser am Abend auf der B 313 bei Köngen gemessen, der mit seinem Auto bei erlaubten 100 km/h um 44 km/h zu schnell gefahren war. Auf der B 313 bei Hohenstein-Oberstetten im Landkreis Reutlingen wurde ein Autofahrer mit 32 km/h zu schnell gemessen. Tempo 100 wäre dort erlaubt gewesen.

Erfreulicherweise hielt sich die deutliche Mehrheit der gemessenen Fahrzeugführer an die Verkehrsregeln bzw. überschritten die zulässigen Höchstgeschwindigkeiten lediglich geringfügig.

Anders als bei Schwerpunktaktionen mit vorher nicht angekündigten Geschwindigkeitskontrollen soll der im Vorfeld öffentlich bekanntgemachte und medial begleitete 24-h-Blitzmarathon in erster Linie wachrütteln und auf die Dimension des zu schnellen Fahrens und seine Folgen aufmerksam machen. Obwohl die Verkehrssicherheitsaktion überall präsent und publik war, waren es am Ende doch knapp 1.000 Fahrzeugführer, die zu schnell unterwegs waren.

Nach wie vor ist zu hohe Geschwindigkeit eine der Hauptunfallursachen. Während Raser, die beispielsweise mit 150 Stundenkilometern über die Landstraßen donnern, in der Gesellschaft auf breites Unverständnis stoßen, werden kleinere Überschreitungen um 10 oder 20 km/h, leider viel zu oft als Bagatelle oder Kavaliersdelikt angesehen. Dabei verlängert sich der Anhalteweg bei einer Gefahrenbremsung bereits da schon beträchtlich und kann tödliche Folgen haben.

Geschwindigkeitsbegrenzungen machen Sinn. Wer die zulässige Geschwindigkeit in welcher Dimension auch immer überschreitet, gefährdet sich und andere Verkehrsteilnehmer. Fahren Sie vernünftig. Das Einhalten der Geschwindigkeitsregeln schützt in erster Linie Sie selbst, aber auch Andere.

Für den Herbst 2014 sieht das Polizeipräsidium Reutlingen weitere Schwerpunktaktionen für mehr Verkehrssicherheit vor. Anders als beim Blitzmarathon werden schon jetzt verstärkte nichtangemeldete Geschwindigkeitskontrollen an unfallrelevanten Stellen und Schwerpunktstrecken angekündigt.

Rückfragen bitte an:

Sven Heinz, Telefon 07121/942-1103

Polizeipräsidium Reutlingen
Telefon: 07121 942-1111
E-Mail: reutlingen.pp@polizei.bwl.de
http://www.polizei-bw.de/

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