BDU Bundesverband Deutscher Unternehmensberater

Unternehmensberater gegen höhere Neuverschuldung
Verbandspräsident Redley unterstützt Eichel in seinem Sparkurs - voreiliges Vorziehen der Steuerreform haushaltspolitisch falsch - Opposition einbinden

    Bonn (ots) - Der Präsident des Bundesverbandes Deutscher
Unternehmensberater BDU e.V., Rémi Redley, spricht sich gegen ein
voreiliges  Vorziehen der nächsten Stufe der Steuerreform bei
gleichzeitiger Erhöhung der Neuverschuldung aus. Die
haushaltspolitischen Risiken, die damit einhergingen, seien größer
als mögliche konjunkturelle Effekte, befürchtet der Präsident des
weltweit größten Beraterverbandes.            
    
    Gerade vor dem Hintergrund des Fortgangs der weltweiten
Terrorbekämpfung und der weltwirtschaftlichen Entwicklung fordert
Redley Politik und Wirtschaft in Deutschland  auf, an einem Strang zu
ziehen und in keinen haushaltspolitischen Aktionismus zu verfallen.
Er halte insbesondere Forderungen nach einer Erhöhung der
Neuverschuldung zum jetzigen Zeitpunkt für verfrüht. Schließlich
seien über die Ausgaben für die Terrorbekämpfung überhaupt noch keine
verlässlichen Prognosen möglich. "Wir sollten eine Erhöhung der
Neuverschuldung nur als allerletzten Ausweg ansehen", meint Redley.
Bei einer Lockerung der Haushaltsdisziplin drohten zudem
Verteilungskämpfe und weitere Begehrlichkeiten nahezu aller Branchen
und Ressorts. Redley weist dabei auch auf die europäische Dimension
hin: "Es gilt, das Maastricht-Kriterium von unter drei Prozent
Neuverschuldung weiterhin deutlich zu unterschreiten und es nicht bei
jeder Konjunktureintrübung in Frage zu stellen"; schließlich sei es
eine der deutschen Kernforderungen bei den Euro-Verhandlungen gewesen
und damit erwachse der Bundesrepublik auch eine besondere
Verantwortung.
    
    Wenn Finanzbedarf bestehe, sei im übrigen zunächst daran zu
denken, Beteiligungen des Bundes zu verkaufen. So halte der Staat
immerhin noch 67 Prozent der Postaktien, insgesamt habe er noch über
weitere 300 Beteiligungen. Da aber auch die Länder erhebliche
Beteiligungen hätten - oft gemeinsam mit dem Bund - und bei
Privatisierungen der Bundesrat Mitentscheidungsrechte besitze, sei es
dringend geboten, dass sich Regierung und Opposition auf ein
gemeinsames Konzept einigten. "Die Haushaltskonsolidierung betrifft
alle Gebietskörperschaften, die sicherheitspolitischen
Herausforderungen treffen die Länder fast mehr als den Bund, daher
halte ich ein gemeinsames Vorgehen für besonders wichtig", meint
Redley.        
    
    Im Bundesverband Deutscher Unternehmensberater BDU e.V. sind zur
Zeit rund 16.000 Unternehmensberater und Personalberater organisiert,
die sich auf über 540 Management-, IT- und Personalberatungsfirmen
verteilen. Die Mitgliedsunternehmen erzielten 2000 einen Gesamtumsatz
von ca. sechs Milliarden DM (1999: 5,3 Milliarden DM). Der
Marktanteil konnte in den vergangenen Jahren kontinuierlich ausgebaut
werden und liegt inzwischen bei 25 Prozent.
    
    
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