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Wöhrl: Mit Der Geschlossenheit ist es schon wieder vorbei

    Berlin (ots) - Zum Streit zwischen Bundeswirtschaftsminister
Werner Müller und rot-grünen Koalitionspolitikern über die Linie bei
den Atomausstiegsverhandlungen mit der Energiewirtschaft erklärt die
wirtschaftspolitische Sprecherin der CSU-Landesgruppe im Deutschen
Bundestag, Dagmar Wöhrl:
    
    Die Geschlossenheit im Regierungslager beim Thema Atomausstieg hat
nur wenige Wochen gehalten. Kaum zeigt der zuständige Minister eine
Kompromisslinie auf, fallen die Umweltpolitiker der
Koalitionsfraktionen über ihn her. Dabei müssten sie wissen: Bei
einer fest zementierten Position und der Einstellung "friss oder
stirb" braucht man Konsensverhandlungen gar nicht erst anzufangen.
    
    Dabei macht der Müller-Vorschlag, statt einer in Kalenderjahren
gemessenen Gesamtlaufzeit eine bestimmte Strommenge zu vereinbaren,
durchaus Sinn, da die Kraftwerksbetreiber dann keine willkürlichen
"Nadelstiche" mehr befürchten müssten.
    
    Der Fortgang des rot-grünen Atomausstiegsprojektes ist wieder
völlig offen. Für den Wirtschaftsstandort Deutschland, für die
Arbeitsplätze, für unsere Umwelt und für die reaktortechnische
Sicherheit in Europa wäre es am besten, dieses unsinnige Projekt eher
heute als morgen zu den Akten zu legen.
    
    
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