Das könnte Sie auch interessieren:

Sensationssieg! Jimi Blue Ochsenknecht und Max Hopp gewinnen die "Promi-Darts-WM 2019" gegen Weltmeister van Gerwen und Rafael van der Vaart

Unterföhring (ots) - Spektakuläres Länderduell bei der "Promi-Darts-WM 2019" auf ProSieben! Am Ende eines ...

"Die Geissens" werden in den Adelsstand gehoben

München (ots) - "Die Geissens" zwischen Obertauern und Paris - Neue Doppelfolge über Deutschlands wohl ...

Vierschanzentournee: Das Finale live im ZDF

Mainz (ots) - Das Abschlussspringen der Vierschanzentournee 2018/2019 in Bischofshofen/Österreich ist der ...

17.10.2001 – 10:45

DIE ZEIT

"Deutschland sollte großzügiger sein!"
UN-Hochkommissar Ruud Lubbers kritisiert die Bundesregierung

    Hamburg (ots)

Der Chef des UN-Flüchtlingshilfswerks UNHCR, Ruud
Lubbers, kritisiert die  Bundesregierung. In der neuen Ausgabe der
ZEIT klagt Lubbers über die wachsende Spendenmüdigkeit für seine
Organisation, die für Afghanistan-Flüchtlinge große Anstrengungen
unternimmt. Allein in diesem Jahr fehlten im UNHCR-Budget noch 100
Millionen Dollar. Wörtlich sagt Lubbers: "Die Norweger zahlen uns
fünf Dollar pro eigenem Einwohner, die Amerikaner einen, die
Deutschen aber nur 50 Cents. Deutschland sollte großzügiger sein und
verstehen, dass ihm seine Größe auch eine besondere Verantwortung
verleiht. Es sollte in humanitären Fragen eine gewichtige Rolle
spielen - und stolz auf diese Rolle sein."
    
    Der UN-Hochkommissar plädiert auch dafür, dass der Westen eine
begrenzte Zahl von Afghanistan-Flüchtlingen aufnimmt. "Einige
Tausend, vielleicht auch einige Zehntausend", sagt Lubbers, "das wäre
auf jeden Fall hilfreich und zudem sympathisch. Ich denke dabei vor
allem an spezielle Gruppen, an Kinder, an Frauen mit einer bestimmten
Bildung und Menschen, die wirklich gegen  das Taliban-Regime gekämpft
haben."
    
    Zu lange habe die restliche Welt Pakistan und Iran mit den
afghanischen Flüchtlingen allein gelassen. "Niemand war bereit, einen
Teil der Lasten zu übernehmen, und sich um eine politische Lösung zu
bemühen. Dieser Vorwurf trifft auch die islamischen Staaten, sie
haben gründlich versagt." Die politische Lösung aber, so Lubbers
weiter, müsse "bald Vorrang erhalten. Je schneller Amerikaner und
Briten die Region in und um Afghanistan herum verlassen, je eher sie
es den islamischen Ländern, der UN und den Hilfsorganisationen
überlassen, dort für stabile Verhältnisse zu sorgen, desto weniger
droht die Gefahr eines Flächenbrandes."
    
    
    Das komplette ZEIT-Interview (DIE ZEIT Nr. 43, EVT 18.10.2001) zu
    dieser Meldung stellen wir Ihnen gerne zur Verfügung.
                                
                            
ots Originaltext: DIE ZEIT
Im Internet recherchierbar: http://presseportal.de

Für Rückfragen melden Sie sich bitte bei
Elke Bunse oder Verena Schröder
ZEIT-Presse- und Öffentlichkeitsarbeit
(Tel. 040/ 3280-217, -303, Fax 040/ 3280-558,
e-mail: bunse@zeit.de, schroeder@zeit.de)

Original-Content von: DIE ZEIT, übermittelt durch news aktuell

Alle Meldungen
Abonnieren Sie alle Meldungen von DIE ZEIT
  • Druckversion
  • PDF-Version

Themen in dieser Meldung