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10.10.2001 – 10:52

DIE ZEIT

"Ich war kein angenehmes Kind"
Die Schriftstellerin Katja Lange-Müller über ihre Lehrjahre

    Hamburg (ots)

Katja Lange-Müller, 50, schreibt in der neuen Ausgabe der Wochenzeitung DIE ZEIT über ihre Lehrjahre. Als Funktionärskind, der Vater stellvertretender Intendant des DDR-Fernsehens, hätte sie eine Vorzeige-DDR-Karriere machen können - doch war sie seit ihrer Kindheit eine Außenseiterin: "Ich war kein angenehmes Kind. Was meine Eltern gut fanden, hielt ich automatisch für das Letzte ... Ständig log ich, konnte keine Geschichten in derselben Version erzählen, war agressiv und stur."          In der Schule bekam Katja Müller-Lange durch ihre Herkunft Schwierigkeiten: "Wurde ich in Geschichte abgefragt, hieß es: Normalerweise ist das eine Zwei. Weil du es als Tochter einer hohen Funktionärin noch besser wissen müsstest, kriegst du eine Drei." Wegen politischer Diskussionen und "unerwünschter Bemerkungen über Walter Ulbricht" flog Katja Müller-Lange von der Polytechnischen Oberschule. Den Abschluss machte sie an der Schule eines befreundeten Schulleiters. "Mit 17 Jahren konnte ich endlich von zu Hause ausziehen, in eine schwarz besetzte Wohnung im Scheunenviertel. Ich lernte Schriftsetzerin, weil mir mit meinen schlechten Noten kaum etwas anderes übrig blieb ... Nebenbei schrieb ich kleine Geschichten, und eines Tages präsentierte mir Wolfgang Müller, damals mein Mann, die Zusage für einen Studienplatz am Literaturinstitut in Leipzig."          Müller-Lange: "Die Übersiedelung 1984 in den Westen wurde zum Befreiungsschlag. Ich brachte mich neu zur Welt, war die Bürde der Funktionärstochter los, ließ das Lügen, begann zu verschweigen. Schreiben wurde zu dem Beruf, den ich nun ausübe."     

    Den kompletten ZEIT-Beitrag (DIE ZEIT Nr. 42, EVT 11.10.2001) zu
    dieser Meldung stellen wir Ihnen gerne zur Verfügung.
                        
                  
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