DIE ZEIT

ZEIT-Feuilleton als "soziale Skulptur"

Hamburg (ots) - Einen "Wahnwitzkünstler" hat die ZEIT ihn genannt, jetzt nimmt er sich die ZEIT selbst vor: Der Künstler Erwin Wurm hat das Feuilleton der aktuellen ZEIT-Ausgabe gestaltet. Auf Einladung der Redaktion hat der 54-jährige Österreicher eine "soziale Skulptur" für die neun Seiten des Kulturteils der Wochenzeitung entworfen und gemeinsam mit der Redaktion umgesetzt. Wurm, der zu den wichtigsten zeitgenössischen Künstlern weltweit gehört und im Jahr 2007 in Deutschland zum "Künstler des Jahres" gewählt wurde, war mehrere Tage in der Hamburger Redaktion zu Gast, um Texte und die Gestaltung der Seiten zu erarbeiten.

Wurm, der an der Universität für angewandte Kunst in Wien den Lehrstuhl für neue Medien und Bildhauerei inne hat, treibt in seinen skurril-ironischen Skulpturen und Projektarbeiten immer wieder den Wahnsinn in den alltäglichen Dingen heraus. Unter dem Titel "44 Vorschläge" lotet er nun auf den Seiten der ZEIT die Grenzen der political correctness aus und überschreitet sie planvoll. Die provokanten "Vorschläge" brechen bewusst Tabus und sprechen aus, was mancher nicht einmal zu denken wagt. Sie treiben politische Ideen satirisch auf die Spitze und machen dadurch deutlich, wie krude solche Ideen schon in ihrer vermeintlich normalen, alltäglichen Form sind.

Seiten der ZEIT einem Künstler zur Gestaltung zu überlassen, hat bei der ZEIT eine lange Tradition. Schon in den siebziger Jahren verwirrte der Amerikaner Allan Kaprow die Leser mit seiner künstlerischen Intervention; der Grafikdesigner David Carson und die Modeschöpferin Vivienne Westwood gestalteten das ZEITmagazin; zuletzt nahm sich im Frühjahr 2007 der Fotokünstler Wolfgang Tillmans der Feuilleton-Seiten der ZEIT an.

Erwin Wurm wird seine Arbeit für die und mit der ZEIT im Rahmen eines Künstlergesprächs am 9. Dezember im Project Space der Wiener Kunsthalle am Karlsplatz präsentieren.

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