DSH - Aktion Das Sichere Haus

Billigprodukte - Das Unfallrisiko gibt's gratis obendrauf

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Hamburg (ots) - Anmoderationsvorschlag:

Die Versuchung ist jedes mal groß: Man steht in Billigläden oder so genannten 1 Euro Shops und sieht ein sehr günstiges Spielzeug oder ein Elektrogerät. Soll man es kaufen oder lieber die Finger davon lassen? Für den Preis kann das eigentlich nichts taugen, aber es ist schon ein super Angebot. Warum dieses Angebot aber vielleicht doch nicht so gut ist, erklärt mein Kollege Mario Hattwig.

Sprecher: Kauft man eine günstige Bohrmaschine, muss man damit leben, dass sie nicht lange halten wird. Allerdings sollte auch ein günstiges Produkt sicher sein. Bei vielen sogenannten Schnäppchen kann man aber die Formel "billig=riskant" anwenden. Das zieht sich durch alle Produktpaletten - egal ob Elektronik, Kleidung oder Spielzeug, so Susanne Woelk von der Aktion DAS SICHERE HAUS.

O-Ton 2 (Susanne Woelk, 0:33 Min.): "Von der Elektronik über Kleidung bis hin zum Spielzeug. Jetzt vor kurzem ist eine Holzeisenbahn getestet worden. Dieses Produkt kam aus China und wurde wieder vom Markt genommen, weil es weder der Spielzeugrichtlinie noch den europäischen Normen entsprochen hat. Zum Beispiel enthielt die Eisenbahn 476 Milligramm Formaldehyd und stellt damit ein chemisches Risiko dar. Denn Formaldehyd ist nicht nur eine stechend riechende Chemikalie, sondern steht auch im Verdacht, krebserzeugend zu sein. Und außerdem kann es unter anderem Asthma, Durchfall, Kopfschmerzen und Haarausfall auslösen."

Sprecher: Trotz vieler Kontrollinstanzen schaffen es immer wieder einige gesundheitsgefährdende Produkte auf den deutschen Markt. Das zeigen viele Stichproben. Tobias Bleyer von der Bundesanstalt für Arbeitsschutz und Arbeitsmedizin erklärt, wo man sich über diese Produkte informieren kann.

O-Ton 2 (Tobias Bleyer, 0:26 Min.): "Das können Sie im Internet auf unserem Produktsicherheitsportal. Hierzu werten wir laufend Meldungen über gefährliche technische Produkte aus, die wir von den Marktüberwachungsbehörden und dem europäischen Schnellinformationssystem RAPEX erhalten oder selbst tagesaktuell recherchieren. Ist ein Produkt als gefährlich eingestuft, findet man hier alle Informationen darüber, außerdem Statistiken über Produktmängel und Checklisten zu ausgewählten Produkten."

Sprecher: Bei der Suche nach ungefährlichen Produkten, sollte man sich zunächst am Hersteller orientieren.

O-Ton 3 (Tobias Bleyer, 0:21 Min.): "Ist er bekannt für gute Produkte, ein funktionierendes Qualitätsmanagement und für faire Produktrückgaben, können Sie nicht viel falsch machen. Achten Sie auf das GS-Zeichen, das bedeutet, dass der Hersteller das Produkt freiwillig hat prüfen lassen. Vergleichen Sie Preise anderer Hersteller für ein ähnliches Produkt! Ist ein Preis zu niedrig oder haben Sie kein gutes Bauchgefühl, lassen Sie die Finger davon!" Sprecher: Fragen Sie am besten auch Freunde und Bekannte nach ihren Erfahrungen mit einem Gerät! Oder legen Sie sich in der Nachbarschaft ein hochwertiges Gerät zu. Dann wird es für den Einzelnen nicht so teuer.

Abmoderationsvorschlag:

Lassen Sie also die Finger von Billigprodukten. Die kosten meistens nicht umsonst so wenig. Mehr Infos zum Thema und das Produktsicherheitsportal finden Sie im Internet unter baua.de.

ACHTUNG REDAKTIONEN: 
  
Das Tonmaterial ist honorarfrei zur Verwendung. Sendemitschnitt bitte
an ots.audio@newsaktuell.de. 

Pressekontakt:

Dr. Susanne Woelk
Geschäftsführerin Aktion DAS SICHERE HAUS e.V. (DSH)
Holsteinischer Kamp 62, 22081 Hamburg
Tel. (040) 29 81 04 62
s.woelk@das-sichere-haus.de

Bundesamt für Arbeitsschutz und Arbeitsmedizin
Jörg Feldmann
Friedrich-Henkel-Weg 1-25, 44149 Dortmund
Tel.: 0231 90 71 2330
feldmann.joerg@baua.bund.de

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