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06.11.2008 – 04:30

DSH - Aktion Das Sichere Haus

ots.Audio: Gefährliche Schnäppchenjagd: Wie man sich vor gefälschten Produkten schützt

Ein Audio

  • schnaeppchen.mp3
    MP3 - 2,5 MB - 03:41
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Hamburg (ots)

Die Jagd auf Schnäppchen ist in Deutschland äußerst beliebt. Doch 
die Freude über Designerkleidung, Schmuck oder Spielzeug zum 
Spottpreis schlägt schnell ins Gegenteil um, wenn die Ware innerhalb 
von kurzer Zeit kaputt geht oder man sich daran verletzt. Oft stellt 
sich dann heraus, dass es sich um eine billige Fälschung handelt. Um 
sich davor zu schützen, hilft meist schon der gesunde 
Menschenverstand, weiß Peter Wanders von der Bundesanstalt für 
Arbeitsschutz und Arbeitsmedizin:
O-Ton  ca. 19 sec
"Hellhörig werden sollte ich dann, wenn der Preis der Ware zu niedrig
liegt. Das heißt, Markenprodukte werden nicht verschleudert. Man 
sollte insbesondere dann aufpassen, wenn es keine vernünftige 
Erklärung für diesen niedrigen Preis gibt. Nachgeahmte und gefälschte
Ware findet man vor allen Dingen bei Flohmärkten, Kaffeefahrten, 
Reste- und Straßenverkäufen und auch in den Urlaubsländern."
Manche Schnäppchenjäger greifen auch dann zu, wenn sie wissen, 
dass es sich um gefälschte Produkte handelt. Doch das kann ernste 
Folgen haben, warnt Susanne Woelk von der Aktion Das Sichere Haus:
O-Ton  ca. 22 sec
"Bei manchen Produkten liegt das Risiko ja auf der Hand. Wenn Sie zum
Beispiel ein gefälschtes Medikament zu sich nehmen, dann kann Ihnen 
übel werden, Sie können Schwindelanfälle bekommen. Ein anderes 
Beispiel ist Kinderspielzeug. Kinder können sich wirklich an 
minderwertigem, schlecht verarbeitetem Spielzeug, wo noch ein 
Holzspan vorsteht zum Beispiel, gefährlich verletzen. Andere tickende
Zeitbomben sind zum Beispiel gefälschte Bremsscheiben oder gefälschte
Rauchmelder."
Hinzu kommt, dass man Ärger mit den Behörden und dem Hersteller 
der Original-Produkte bekommen kann, wenn man bewusst 
Markenfälschungen kauft. Wenn man erst nach dem Kauf feststellt, dass
es sich um Piraterie-Produkte handelt, sollte man die Ware sofort zum
Händler zurückbringen, so Wanders:
O-Ton  ca. 26 sec
"Bei Verkäufern, die örtlich ansässig sind, besteht eine gewisse 
Chance, die Ware zurückzugeben beziehungsweise sein Geld 
zurückzubekommen. In Urlaubsländern wird dies meistens nicht möglich 
sein. Der Verbraucher muss sich darüber im klaren sein, dass , wenn 
er bewusst gefälschte Ware oder Plagiate einkauft und einführt, er 
durchaus vom Zoll belangt werden kann. Das bedeutet, dass neben einer
möglichen Geldstrafe es auch zum Einzug der Ware kommen kann."
Wer beim Fachhändler kauft, kann sich sicher sein, dass er keine 
gefälschten oder nachgeahmten Produkte bekommt. Wie man sich außerdem
vor Produktpiraterie schützen kann, erfährt man auch im Internet 
unter www.produktpiraterie.org. Auf dieser Seite gibt es einen 
Verbraucherleitfaden, der alle wichtigen Tipps und Informationen zum 
Thema enthält.
ACHTUNG REDAKTIONEN:
Das Tonmaterial ist honorarfrei zur Verwendung. Wir bitten jedoch 
um einen Hinweis, wie Sie den Beitrag eingesetzt haben 
an desk@newsaktuell.de.

Pressekontakt:

Peter Wanders, BAuA, wanders.peter@baua.bund.de, 0231 / 9071-2309
Dr. Susanne Woelk, Aktion DAS SICHERE HAUS, Tel.: 040 / 29 81 04 62,
s.woelk@das-sichere-haus.de

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