PRESSEPORTAL Presseportal Logo
Alle Storys
Folgen
Keine Story von Ravensburger Verlag GmbH mehr verpassen.

17.03.2010 – 06:00

Ravensburger Verlag GmbH

ots.Audio: Ein Spiele-Klassiker feiert 50. Geburtstag: Am 17. März 1960 hat der Ravensburger Spieleverlag "Malefiz" auf der Nürnberger Spielwarenmesse vorgestellt

Ein Audio

  • ravensburger_malefiz-feature.mp3
    MP3 - 1,7 MB - 01:54
    Download

Ravensburg (ots)

Anmoderation:
Genial einfach und herrlich gemein. Seit Generationen sorgt das 
Ravensburger Brettspiel "Malefiz" bei den Spielefans für Aufregung 
und Nervenkitzel. Am 17. März wird der Klassiker mit den verflixten 
weißen Blockadesteinchen 50 Jahre alt. Die Spielidee: den Mitspielern
Steine in den Weg legen. Und genau das macht unverschämt viel Spaß. 
Erwin Glonegger, der Grandseigneur des Brettspiels, war 35 Jahr lang 
Programmleiter beim Ravensburger Spieleverlag. 1960 hatte er den 
richtigen Riecher:
O-Ton Erwin Glonegger
Da hat ja ein 26jähriger Angestellter einer Essener Großbäckerei, der
hat geschrieben, ich habe ein Spiel erfunden, das alles übertrifft, 
was jemals auf diesem Gebiet gemacht wurde. Dann hat er das 
geschickt. Das war also auf einen Karton aufgemalt. Mit Bleistift. 
Und das Spiel hieß: Der rote Stopper. (0:22)
Bei Erwin Glonegger war der Bäcker an der richtigen Adresse. Ein 
Mal getestet, erkannte er, wie viel Spannung, Nervenkitzel und Spaß 
in diesem Brettspiel stecken. Nur mit dem Namen, "Der rote Stopper", 
war er nicht ganz glücklich. Die zündende Idee kam von der Familie 
des damaligen Firmenleiters Karl Maier:
O-Ton Erwin Glonegger
Wir hatten also keine Meinungsforschungsinstitute an der Hand. Aber 
die Familie des Herrn Karl Meier und meine Familie, wir haben die 
Spiele ausprobiert. Und so hat auch der Herr Karl Meier natürlich 
dieses Spiel ausprobiert. Und dann kam er am anderen Morgen und sagt,
also, es hat uns prima gefallen, und ich glaube, ich hab auch schon 
einen Titel. Denn meine Frau, die hat sich immer darüber geärgert, 
wenn ich ihr so einen Stopper vor die Nase gesetzt habe. Dann hat sie
gesagt: Das ist ja mal ein Malefiz-Spiel! (0:31)
Malefiz ist ein altes Wort, das man heute kaum mehr hört. Ein 
Malefiz ist jemand, der es mit kleineren Verbrechen, Missetaten oder 
Verfehlungen nicht so genau nimmt. Das Spiel, bei dem man für eine 
kurze Zeit mal genau so jemand sein darf, ging seither fünf Millionen
Mal über die Ladentheke. Und begeister heute genauso wie vor 50 
Jahren:
O-Ton Straßen-Umfrage
Also das ist kein Spiel, das durchgehend immer gleich ist. Dadurch, 
dass man einfach die Steine versetzen kann und weil man sich 
gegenseitig rausschmeißen kann. - Die Taktik ist natürlich 
entscheidend bei dem Spiel. Aber es macht auch großen Spaß seine 
Mitspieler zu ärgern. - Du bist fast am Ziel und dann kommt jemand, 
legt dir so einen Blockadestein in den Weg oder du musst zurück zum 
Start, da kann man sich schon aufregen. -  Ein besonderer Reiz ist 
einfach, dass in dem Spiel noch ein gewisser Ärgerfaktor mit drin 
ist. Man kann diese Blockiersteinchen immer wieder versetzen, man 
kann immer wieder aufs Neue schikanieren. Man kann die Mitspieler zur
Weißglut bringen. (0:33)
Nicht nur der Spielspaß ist heute so groß wie damals. Auch das 
Bild auf der Schachtel ist immer noch das gleiche: ein finsterer 
Räuber mit Pistole in der Hand, eine Dame mit viel zu tiefem 
Dekolleté. Und neben diesen zwielichtigen Gestalten ein entrüstet 
dreinblickender Großvater nebst züchtig gekleideter Enkeltochter. Ein
Bild, das in der damaligen Zeit viele einfach unerhört fanden.
O-Ton Erwin Glonegger
Das war aber im Jahre 1960 eine Art Skandal, ein solcher Titel in 
Deutschland. Denn so etwas konnte doch eine Oma nicht für ihre 
Enkelkinder kaufen. Diese Spannung, die in diesem Bild drin ist, die 
spiegelt auch die Spannung dieses Spieles wider. Das passt wunderbar 
zusammen. (0:21)
Abmoderation:
Und die erste Ausgabe von "Malefiz" war auch sofort ausverkauft. 
Denn: Die Zeit war reif für ein Spiel, das den braven Rahmen sprengte
und artige Mitspieler in fiese Banditen verwandelt. Des einen Freud 
ist des anderen Leid - heute genauso wie vor 50 Jahren.
ACHTUNG REDAKTIONEN:
Das Tonmaterial ist honorarfrei zur Verwendung. Sendemitschnitt bitte
an ots.audio@newsaktuell.de.

Pressekontakt:

Ravensburger AG, Stefanie Stiefenhofer, 0751 86 1176
all4radio, Anna Basler, 0711 3277759 0

Original-Content von: Ravensburger Verlag GmbH, übermittelt durch news aktuell

Weitere Storys: Ravensburger Verlag GmbH
Weitere Storys: Ravensburger Verlag GmbH