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24.08.2005 – 09:41

VDE Verb. der Elektrotechnik Elektronik Informationstechnik

VDE kritisiert falsche Wahrnehmung beim Technologiestandort Deutschlands
'Made in Germany' muss wieder Markenzeichen werden

    Frankfurt/Main (ots)

Deutschland behauptet seinen Platz als führende Technologienation, die Technikakzeptanz ist hoch und der Standort Deutschland genießt auch international höchstes Ansehen. Das belegen aktuelle Studien des VDE. Allein: Diese Signale werden in der Öffentlichkeit zu wenig wahrgenommen. "Der Technologiestandort Deutschland hat ein zunehmendes Imageproblem und verkauft sich unter Wert. Wir fordern Politik und Medien nachdrücklich auf, sich nicht von Stimmungen treiben zu lassen, sondern die Fakten zu berücksichtigen", mahnt der VDE.

    Zwar dürften Probleme beispielsweise aufgrund gesetzlicher Rahmenbedingungen oder eines Übermaßes an Bürokratie oder im Bereich der Ausbildung nicht klein geredet werden. Gerade aber bei der Einschätzung der technologischen Leistungskraft müsse man mit Tatsachen arbeiten. Dies - so der VDE - sei vor allem vor dem Hintergrund von Bedeutung, dass von der Elektro- und Informationstechnik mehr als 50 Prozent der deutschen Industrieproduktion und 80 Prozent der Exporte abhänge.

    Die Elektro- und Informationstechnik ist in Deutschland ein auf Hochtouren laufender Innovationsmotor für nahezu alle Zukunftstechnologien. Dies gelte vom Automobil- oder Maschinenbau über Medizin-, Verkehrs- und Energietechnik bis hin zu Bio-, Mikro- und Nanotechnik. Neben den Trendbereichen Mobilität, Kommunikation und Life Science spiele dabei auch der Energiebereich eine zunehmend bedeutende Rolle. 70 Prozent aller vom VDE befragten Mitgliedsunternehmen sind überzeugt, dass Deutschland und Europa in der Elektrotechnik, Automations-, Produktions- und Medizintechnik über die höchste Innovationskraft weltweit verfügen. In anderen weltweit wachstumstreibenden Technologie- und Innovationsfeldern wie in der Nano- und Mikrotechnik liegen Europa, Amerika und Asien gleich auf.

    Positive Fakten wie diese stehen im Gegensatz zur Wahrnehmung in der deutschen Bevölkerung. So stufen die Deutschen die Innovationsstärke der Bundesrepublik deutlich geringer ein als die des Auslands. 40 Prozent der Bevölkerung vermuten in Japan die höchste Innovationskraft. Die USA und der südostasiatische Raum folgen mit je 21 Prozent. Deutschland billigen nur sechs Prozent das höchste Innovationspotenzial zu. Ähnlich zeigt sich das Bild in Frankreich, Polen, den USA oder Japan. So sehen nur zwei Prozent aller Franzosen in Deutschland die höchste Innovationskraft, in der US-Bevölkerung sind es vier Prozent.

    "Unser Ziel muss es sein, dass 'Made in Germany' wieder den Stellenwert erreicht, der den Fakten entspricht", so VDE-Präsident Michael Stadler. Neben Wissenschaft und Industrie müsse auch die Politik mehr Anstrengungen unternehmen, dem Negativ-Image des Technologiestandorts Deutschland entgegen zu wirken und die führende Position Deutschlands im Bereich der großen Trendtechnologien wie Mobilität, Energie, Kommunikation oder Life Science zu einem weltweit anerkannten Markenzeichen zu machen.

    Weitere Fakten

    - Mit weitem Abstand zum Wettbewerb behaupten Deutschland und  
        Europa eine weltweite Führungsrolle in der Produktions- und
        Automationstechnik, ebenso wie in der Sparte Elektrotechnik.    
        Aktuell gestehen 71 Prozent aller befragten  
        VDE-Mitgliedsunternehmen dem "alten Kontinent", aber nur 12  
        Prozent den Vereinigten Staaten und 22
        Prozent Japan/Asien die Innovationsführerschaft in dieser Sparte
        zu.
    - Deutschland hat auch aufgrund neuer Investitionen im Osten
        Deutschlands seine führende Position als  
        Mikroelektronik-Standort Nr.1 in Europa weiter ausgebaut. Mehr  
        als jeder zweite Halbleiter aus Europa trägt das Label "Made in
        Germany".
    - Die Innovations- und Investitionsbereitschaft unter deutschen
        Unternehmen ist deutlich gestiegen. Rund 70 Prozent der  
        befragten deutschen Unternehmen wollen den Anteil neuer Produkte
        am Gesamtumsatz erhöhen.
    - 70 Prozent der vom VDE befragten Unternehmen definieren die
        Informationstechnik als wichtigste Triebfeder innerhalb der  
        kommenden Jahre. Höchste Schubkraft versprechen die Bereiche  
        Mikroelektronik, Mikro- und Nanotechnik, Telekommunikation und
        Multimedia. In diesen Segmenten erwarten 80 Prozent innerhalb
        des laufenden Jahrzehnts ein durchschnittliches jährliches
        Wachstum von über fünf Prozent.
    - Der Forschungs- und Entwicklungsstandort Deutschland genießt
        international höchstes Ansehen. Mit einem jährlichen Forschungs-
        und Entwicklungsaufwand von 8 Milliarden Euro und etwa 76.000
        F+E-Beschäftigten gehört die deutsche Elektro- und
        Elektronikindustrie weltweit zu den forschungsintensivsten und
        innovationsstärksten Branchen. Mit 127 weltmarkenrelevanten  
        Patenten je eine Million Einwohner behauptet sich die  
        Bundesrepublik im weltweiten Vergleich auf Platz zwei.
    - Der Bereich Forschung und Entwicklung bleibt fest mit dem  
        Standort Deutschland verbunden. Über 80 Prozent der befragten
        Unternehmen halten eine Verlagerung dieses Bereichs ins Ausland
        für unwahrscheinlich.
    - Die Technikakzeptanz in Deutschland ist gut: 61 Prozent aller
        Deutschen befürworten die Entwicklung zur  
        Informationsgesellschaft. Mit 72 Prozent ist die Zustimmung in  
        der Altersgruppe der unter 34-jährigen besonders ausgeprägt.

Pressekontakt: Melanie Schmidt, Tel. 069 6308461, melanie.schmidt@vde.com

Original-Content von: VDE Verb. der Elektrotechnik Elektronik Informationstechnik, übermittelt durch news aktuell

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