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AOK schreibt Arznei-Rabattverträge neu aus: 13. Tranche deckt Umsatzvolumen in Höhe von 1,1 Milliarden Euro ab

Stuttgart/Berlin (ots) - Die AOK hat die Arzneimittelrabattverträge für 60 Wirkstoffe und Wirkstoffkombinationen im Europäischen Amtsblatt ausgeschrieben. Dabei handelt es sich um alle 45 Wirkstoffe/Wirkstoffkombinationen der Vertragstranchen 8 und 9, die Ende September 2014 auslaufen. Hinzu kommen 15 Wirkstoffe/Wirkstoffkombinationen, für die bisher noch keine Verträge ausgeschrieben wurden. Die Pharmaunternehmen können ihre Angebote bis zum 16. April 2014 abgeben.

Die Versorgungsverträge der inzwischen 13.Tranche der bundesweiten AOK-Arzneimittelrabattverträge treten am 1. Oktober in Kraft und laufen über zwei Jahre bis zum 30. September 2016. Der Umsatz der AOKs mit den betreffenden Medikamenten lag zuletzt bei 1,1 Milliarden Euro. Zu den umsatzstärksten Wirkstoffen der Neuausschreibung gehört das Neuroleptikum Olanzapin. Allein auf dieses Medikament entfällt ein AOK-Umsatzvolumen von rund 80 Millionen Euro.

Die Ausschreibung erfolgt erneut über acht Gebietslose. Drei Wirkstoffe schreibt die AOK im Drei-Partner-Modell aus. Dabei handelt es sich um die Blutdrucksenker Metoprolol und Candesartan sowie das Diabetesmedikament Metformin. "Für diese besonders häufig verordneten Medikamente können in jedem der acht Regionalbereiche bis zu drei Hersteller den Zuschlag erhalten. Damit gehen wir mit Blick auf die Lieferfähigkeit absolut auf Nummer sicher", betonte Dr. Christopher Hermann, Verhandlungsführer der AOK-Gemeinschaft und Vorstandsvorsitzender der AOK Baden-Württemberg, am Mittwoch in Stuttgart.

Entscheidend für die AOK bleibe jedoch, dass ihre Versicherten weiterhin durchgängig ein bestimmtes, rabattiertes Medikament erhalten könnten und nur im Ausnahmefall auf ein anderes, ebenfalls rabattiertes Produkt ausgewichen würde, unterstrich Hermann.

Aktuell haben die elf AOKs in Deutschland 229 generische Wirkstoffe und Wirkstoffkombinationen unter Vertrag. Nach dem Start der Verträge der Tranche XII am 1. April sind es dann 247. Allein im vergangenen Jahr konnten die AOKs dank der bundesweiten Arzneimittelrabattverträge weit über eine Milliarde Euro bei den Ausgaben für Medikamente einsparen.

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