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#schweigenbrechen: Hochschule beteiligt sich am Aktionstag zur Gewalt gegen Frauen

#schweigenbrechen: Hochschule beteiligt sich am Aktionstag zur Gewalt gegen Frauen
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Hätten Sie das gedacht? Etwa 80 Prozent der Betroffenen schweigen über die erlebte Gewalt. Dies ergab eine Befragung der SRH Hochschule Heidelberg. Deshalb positionieren wir uns am sogenannten Orange Day, am 25. November zum Internationalen Tag gegen Gewalt an Frauen und setzen durch die Farbe unseres Towers und durch Online-Banner klare Zeichen, um Mut zu wecken, über das Tabuthema häusliche Gewalt zu sprechen.

Wir freuen uns, wenn auch Sie über das Thema sprechen und in Ihren Medien auf die Aktion #schweigenbrechen hinweisen. Mehr Informationen finden Sie unten stehend.

PRESSEMITTEILUNG

#schweigenbrechen

Etwa 80 Prozent der Betroffenen schweigen über die erlebte Gewalt, ergab eine Befragung der SRH Hochschule Heidelberg. Deshalb positioniert sich die Hochschule am 25. November zum Internationalen Tag gegen Gewalt an Frauen und setzt durch ihre Tower-Farbe und Online-Banner klare Zeichen, um Mut zu wecken, über das Tabuthema häusliche Gewalt zu sprechen.

Heidelberg, den 23. November 2021

Es begann mit kleinen Grenzüberschreitungen: Svenja Becks Partner warf ihren Labello aus dem Autofenster, weil er sauer auf sie war. Von diesem Moment der „Mikro-Gewalt“ an schaukelte sich die Gewalt höher und höher, bis hin zum versuchten Mord. Jedoch sind auch viele Menschen bereits zu Anfang der Gewaltspirale schlimmen Gewalthandlungen ausgesetzt, wie Prof. Dr. Nadia Sosnowsky-Waschek von der SRH Hochschule Heidelberg in einer Umfrage in Zusammenarbeit mit der Stadt Heidelberg und im Rahmen des EU-Projektes GUIDE4YOU festgestellt hat – „das ist erschreckend“, sagt sie. Circa 80 Prozent der befragten Personen zeigen die Täter nicht an, suchen keine Hilfe und schweigen über Jahre und Jahrzehnte. „Auch von Seiten der Wissenschaft müssen wir mehr tun“, ist die Psychologie-Professorin überzeugt. „Zum Beispiel die Gründe der Gewaltentstehung besser verstehen und Konzepte zur Prävention entwickeln. Ebenso wichtig ist es, systematisch auf die Situation der Betroffenen und die Folgen von Gewalterfahrungen aufmerksam zu machen. Gewaltbetroffene Menschen müssen einen einfacheren und schnelleren Zugang zu Psychotherapie erhalten. Auch das vorhandene Hilfsnetz sollte besser genutzt werden können.“ Aus diesem Grund setzt die SRH Hochschule Heidelberg am sogenannten „Orange Day“, dem 25. November 2021 ein Zeichen gegen die Gewalt an Frauen: Sie lässt ihren Tower orange erstrahlen und widmet ihre Webseite dem heutigen Tag.

Viele von Gewalt betroffene Personen fühlen sich allein gelassen. Dies wurde auch beim kürzlich ausgestrahlten SRH Campus Talk „Gewalt im eigenen Haus“ deutlich. Neben Sosnowsky-Waschek wiesen Tanja Kramper, Opferschutzkoordinatorin des Polizeipräsidiums Mannheim, Dr. Marie-Luise Löffler, Frauen- und Gleichstellungsbeauftragte der Stadt Heidelberg sowie Svenja Beck als Betroffene und Leiterin einer Selbsthilfegruppe auf die Situation in Deutschland hin. Im Rahmen von GUIDE4YOU hat die Stadt Heidelberg ein Lots:innenkonzept entwickelt, wie Dr. Marie-Luise Löffler berichtet: „Bei diesem niedrigschwelligen Angebot nehmen wir die Betroffenen vom ersten Kontakt an die Hand und leiten sie kompetent und empathisch durch die Systeme.“

„Haben Sie Mut“, ruft Tanja Kramper auf. „Sprechen Sie mit jemandem über die Situation zu Hause, wenn Sie sich bedroht fühlen.“ Als Opferschutzkoordinatorin der Polizei weiß sie, wie schwierig das ist – „ein Konstrukt, aus dem man nicht so schnell herauskommt. Das Benennen auch von psychischer Gewalt ist aber ein sehr wichtiger erster Schritt!“ Svenja Beck empfindet jede einzelne Gewalttat als Katastrophe. „Die Vorstellung, dass in der Pandemie-Zeit viele Betroffene noch enger zu Hause leben und nicht raus können, nimmt mir die Luft zum Atmen.“ Auch sie hofft, dass sich mehr Betroffene an die verschiedenen Anlaufstellen wenden. „Brecht euer Schweigen!“

Der SRH Campus Talk „Gewalt gegen Frauen“ ist im Youtube-Channel der SRH Hochschule Heidelberg weiterhin einsehbar: https://www.youtube.com/watch?v=B0YJ89eNv_k.

Auch auf das Hilfetelefon „Gewalt gegen Frauen“ weist die SRH Hochschule hin: Betroffene können sich an die Nummer 08000 116 016 wenden. Hier gibt es auch mehr Infos zur Aktion #schweigenbrechen: https://www.hilfetelefon.de/kampagnen-aktionen/aktionen/schweigen-brechen.html

SRH Hochschule Heidelberg

Als eine der ältesten und bundesweit größten privaten Hochschulen bieten wir rund 40 innovative Studiengänge in den Bereichen Informatik, Medien und Design, Wirtschaft, Ingenieurwesen und Architektur, Sozial-, Rechts- und Therapiewissenschaften sowie Psychologie an. Neben sechs Fakultäten zählen auch die Heidelberger Akademie für Psychotherapie (HAP), das Institut für Wissenschaftliche Weiterbildung und Personalentwicklung (IWP) sowie ein hochschuleigenes Forschungsinstitut und das Gründer-Institut zur Hochschule dazu. Dabei stehen wir für innovative Lehre: Das deutschlandweit einzigartige Studienmodell, das CORE-Prinzip (Competence Oriented Research and Education), wurde 2018 vom Stifterverband der Deutschen Wissenschaft und der Volkswagenstiftung mit dem Genius Loci-Preis für Lehrexzellenz ausgezeichnet. Rund 3.600 Studierende bereiten sich hier kompetenzorientiert auf ihr Berufsleben vor. Die SRH Hochschule Heidelberg ist staatlich anerkannt und wurde vom Wissenschaftsrat akkreditiert. Wir sind Teil eines starken Netzwerks von insgesamt acht SRH Hochschulen, als deren Gesellschafterin die SRH Higher Education GmbH fungiert.

SRH | Gemeinsam für Bildung und Gesundheit

Die 1966 als „Stiftung Rehabilitation Heidelberg“ gegründete SRH ist heute eines der größten Bildungs- und Gesundheitsunternehmen Deutschlands mit bundesweit rund 80 Standorten. Hauptsitz der SRH ist Heidelberg.

Als Stiftung mit führenden Angeboten in den Bereichen Bildung und Gesundheit begleiten wir Menschen auf ihren individuellen Lebenswegen. Unserer Leidenschaft fürs Leben folgend, helfen wir ihnen aktiv bei der Gestaltung ihrer Zukunft, hin zu einem selbstbestimmten Leben. Mit fast 17.000 Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern und 1,2 Mio. Kunden erwirtschaften wir einen Umsatz von ca. 1,25 Mrd. Euro (2020).

Für Rückfragen stehe ich gerne zur Verfügung.

Beste Grüße

Janna von Greiffenstern
Pressereferentin

SRH Hochschule Heidelberg
Ludwig-Guttmann-Straße 6
69123 Heidelberg

T +49 6221 6799-934
F +49 6221 6799-883 janna.vongreiffenstern@srh.de
www.hochschule-heidelberg.de

Rektor: Prof. Dr. Carsten Diener
Geschäftsführer: Adrian Thöny
Vorsitzende des Hochschulrates: Prof. Dr. Andrea Römmele
Gesellschaft: SRH Hochschule Heidelberg GmbH
Sitz Heidelberg, Amtsgericht Mannheim HRB 337518

Ausgezeichnet mit dem Genius Loci-Preis für Lehrexzellenz
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