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Wenn der Kopf schmerzt: Ursachen im Blick behalten
Verband der Osteopathen Deutschland (VOD) e.V. zum Weltkopfschmerztag am 5. September 2026

Wenn der Kopf schmerzt: Ursachen im Blick behalten / Verband der Osteopathen Deutschland (VOD) e.V. zum Weltkopfschmerztag am 5. September 2026
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Wiesbaden (ots)

Ein drückender Schmerz an den Schläfen, ein Ziehen im Nacken oder wiederkehrende Kopfschmerzattacken: Kopfschmerzen gehören für viele Menschen zum Alltag und können die Lebensqualität erheblich beeinträchtigen. Doch Schmerz ist nicht gleich Schmerz - und gerade deshalb lohnt sich ein genauer Blick auf mögliche Auslöser und Zusammenhänge.

Anlässlich des Weltkopfschmerztages am 5. September weist der Verband der Osteopathen Deutschland (VOD) e.V. darauf hin, wie wichtig eine sorgfältige Einordnung von Kopfschmerzen ist. Denn hinter Beschwerden können ganz unterschiedliche Ursachen und Einflussfaktoren stehen.

"Bei Kopfschmerzen gilt es, genau hinzuschauen", sagt VOD-Vorsitzende Prof. Marina Fuhrmann. "Wann treten die Beschwerden auf? Wie lange dauern sie an? Gibt es Begleitsymptome? Und liegen möglicherweise bereits ärztliche Befunde vor? Eine gründliche Anamnese und Diagnostik sind die Grundlage, um Beschwerden verantwortungsvoll einzuordnen und zu entscheiden, ob eine osteopathische Behandlung sinnvoll sein kann, beziehungsweise weitere ärztliche Abklärung erforderlich ist."

Kopfschmerzen haben viele Gesichter

Die Medizin unterscheidet verschiedene Formen von Kopfschmerzen. Zu den häufigsten primären Formen gehören Spannungskopfschmerzen und Migräne. Daneben gibt es weitere, seltenere Kopfschmerzarten. Kopfschmerzen können aber auch als Folge oder Begleitsymptom anderer Erkrankungen auftreten. Gerade bei akuten, ungewöhnlich starken oder plötzlich auftretenden Schmerzen sowie bei weiteren auffälligen Symptomen ist eine ärztliche Abklärung besonders wichtig. Auch bei wiederkehrenden Schmerzen können unterschiedliche Faktoren eine Rolle spielen. Stress und Belastung, Schlafmangel, einseitige Bewegungsmuster oder Verspannungen können ebenso Einfluss auf das persönliche Wohlbefinden haben, wie Beschwerden im Bereich von Kiefer, Nacken oder anderen Körperregionen.

Den Menschen als Ganzes betrachten

Die Osteopathie betrachtet den Körper in seinen funktionellen Zusammenhängen. Deshalb richtet sich der Blick bei Kopfschmerzen nicht ausschließlich auf den Kopf. Im Rahmen einer osteopathischen Untersuchung können unter anderem Beweglichkeit, Spannungsverhältnisse und mögliche funktionelle Zusammenhänge im gesamten Körper betrachtet werden. Dazu gehören beispielsweise der Bereich von Schädel, Kiefer und Halswirbelsäule, aber auch Haltung und Bewegungsmuster anderer Körperregionen und Organe.

"Der Ort des Schmerzes muss nicht zwangsläufig mit dem Ort eines möglichen Einflussfaktors identisch sein", erklärt Prof. Marina Fuhrmann. "Deshalb untersuchen Osteopathinnen und Osteopathen den Menschen immer individuell und im Gesamtzusammenhang." Eine osteopathische Behandlung kann - abhängig von der individuellen Situation und nach entsprechender Abklärung - eine mögliche ergänzende Maßnahme bei funktionell bedingten Kopfschmerzen sein. Dabei geht es nicht darum, für jeden Kopfschmerz eine einfache Ursache oder eine pauschale Lösung zu suchen.

Zusammenarbeit und Veränderungen im Alltag

Osteopathinnen und Osteopathen arbeiten deshalb interdisziplinär: bei Bedarf mit Ärztinnen und Ärzten sowie weiteren therapeutischen Fachrichtungen zusammen. Neben der individuellen Behandlung können auch Anpassungen im Alltag eine Rolle spielen. Ausreichende Bewegung, Erholungsphasen, ein bewusster Umgang mit Stress und eine gute Beobachtung persönlicher Auslöser können dabei helfen, die eigenen Beschwerden besser einzuordnen. Welche Maßnahmen sinnvoll sind, hängt jedoch immer von der jeweiligen Person und ihrer individuellen Situation ab.

Gut zu wissen:

Osteopathie ist eine eigenständige, ganzheitliche Form der Medizin, in der Diagnostik und Behandlung mit den Händen erfolgen. Osteopathie geht dabei den Ursachen von Beschwerden auf den Grund und behandelt den Menschen in seiner Gesamtheit. Osteopathie ist bei vielen Krankheiten sinnvoll und behandelt vorbeugend.

Hintergrund:

Als deutscher Bundesverband für Osteopathinnen und Osteopathen mit mehr als 7.000 Mitgliedern setzt sich der VOD e.V. für Patientensicherheit und Verbraucherschutz ein. Der VOD fordert hierfür eine berufsgesetzliche Regelung und die Schaffung des eigenständigen Berufs des Osteopathen auf qualitativ höchstem Niveau. Er klärt über die Osteopathie auf, informiert sachlich und neutral, fördert Forschungsprojekte und betreibt Qualitätssicherung im Interesse der Patienten. Darüber hinaus vermittelt der VOD hoch qualifizierte Osteopathen. Über 2,8 Millionen Besucher informieren sich jedes Jahr auf osteopathie.de. Fast 100 gesetzliche Krankenkassen bezuschussen Osteopathie.

Weitere Informationen:

Verband der Osteopathen Deutschland e.V.

Wilhelmstraße 42

65183 Wiesbaden

Telefon: 0 611 / 5808975 - 0

info@osteopathie.de

www.osteopathie.de

Pressekontakt:

Michaela Wehr
Tel. 0 15 20 / 2 14 71 05
presse@osteopathie.de

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