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Endometriose: Wenn Schmerzen zum Alltag werden - Osteopathie kann Frauen ganzheitlich unterstützen
Tag der Frauengesundheit am 28. Mai

Endometriose: Wenn Schmerzen zum Alltag werden - Osteopathie kann Frauen ganzheitlich unterstützen / Tag der Frauengesundheit am 28. Mai
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Wiesbaden (ots)

Endometriose zählt zu den häufigsten gynäkologischen Erkrankungen bei Frauen - und dennoch vergehen oft Jahre, bis die Krankheit erkannt wird. Anlässlich des Tags der Frauengesundheit am 28. Mai macht der Verband der Osteopathen Deutschland (VOD) auf das häufig unterschätzte Krankheitsbild aufmerksam und zeigt auf, wie Osteopathie betroffene Frauen unterstützend begleiten kann.

Nach Angaben des Robert Koch-Instituts erkranken allein in Deutschland jedes Jahr mehr als 40.000 Frauen neu an Endometriose. Insgesamt sind hierzulande schätzungsweise über zwei Millionen Frauen betroffen. Trotz dieser hohen Zahl wird die Erkrankung häufig erst spät diagnostiziert - auch, weil Beschwerden wie starke Regelschmerzen noch immer zu oft als "normal" abgetan werden. Bei Endometriose siedelt sich gebärmutterschleimhautähnliches Gewebe außerhalb der Gebärmutter an - beispielsweise im Bauchraum oder an Organen. Diese sogenannten Herde reagieren auf hormonelle Veränderungen im Zyklus und können starke Entzündungen sowie massive Schmerzen verursachen.

Typische Symptome sind krampfartige Menstruationsschmerzen, chronische Unterbauch- und Rückenschmerzen, Beschwerden beim Wasserlassen oder Stuhlgang sowie Schmerzen beim Geschlechtsverkehr. Auch Erschöpfung, Verdauungsprobleme oder psychische Belastungen wie Ängste und depressive Verstimmungen treten häufig auf. Zwischen 30 und 50 Prozent der Betroffenen leiden zudem unter unerfülltem Kinderwunsch.

Da die Symptome sehr unterschiedlich ausgeprägt sein können, gilt Endometriose unter Fachleuten als "Chamäleon" der gynäkologischen Erkrankungen. Das erschwert die Diagnose zusätzlich. Durch die chronischen Schmerzen können erhebliche Einschränkungen im Alltagsleben entstehen. Krankheitsbedingte Ausfälle und ein schmerzdominiertes Sexualleben beeinflussen häufig auch das Selbstbild der Frauen. Die Berliner Endometriose-Expertin Prof. Dr. med. Sylvia Mechsner, Leiterin des Endometriosezentrums an der Charité, setzt in ihrer Arbeit seit Jahren auf einen ganzheitlichen Therapieansatz und bezieht auch Osteopathie ergänzend mit ein: "Ich halte sehr viel von Osteopathie und implementiere sie seit Jahren in meine Arbeit." An der Charité befindet sich das einzige deutsche Endometriose-Forschungslabor, in dem Mediziner und Biologen gemeinsam Grundlagenforschung betreiben.

Endometriose ist eine chronisch-entzündliche Erkrankung, die eine multimodale, also vielschichtige Behandlung erfordere. Eine Heilung der Endometriose ist bislang nicht möglich. Neben Schmerzmitteln, hormonellen Therapien und operativen Eingriffen gewinnen deshalb ergänzende Ansätze zunehmend an Bedeutung. Osteopathie kann helfen, Spannungen im Gewebe zu lösen, die Beweglichkeit im Bauch- und Beckenraum zu verbessern und das Zusammenspiel von Organen, Faszien, Nervensystem und Durchblutung positiv zu beeinflussen.

Neue wissenschaftliche Erkenntnisse bestätigen diese Erfahrungen. Eine aktuelle Studie der Osteopathin Almut Boltz M.Sc DO., die dafür von der Deutschen Osteopathie-Stiftung ausgezeichnet wurde, zeigt unter anderem positive Effekte osteopathischer Behandlungen auf Schmerzen, emotionale Belastungen sowie Beschwerden außerhalb der Menstruation. Die Untersuchung ergab unter anderem Verbesserungen bei nervenbezogenen Schmerzen, Verdauungsbeschwerden und depressiven Symptomen. Besonders deutlich zeigte sich, wie wichtig ein individueller, ganzheitlicher Blick auf die Patientinnen ist.

Auch in den aktuellen medizinischen Leitlinien zur Diagnostik und Therapie der Endometriose wird Osteopathie inzwischen als ergänzende Behandlungsoption aufgeführt.

Der Verband der Osteopathen Deutschland setzt sich dafür ein, Frauengesundheit stärker in den Fokus zu rücken und Beschwerden wie starke Menstruationsschmerzen ernst zu nehmen. Denn je früher Endometriose erkannt und ganzheitlich begleitet wird, desto besser können langfristige körperliche und psychische Belastungen reduziert werden.

Gut zu wissen:

Osteopathie ist eine eigenständige, ganzheitliche Form der Medizin, in der Diagnostik und Behandlung mit den Händen erfolgen. Osteopathie geht dabei den Ursachen von Beschwerden auf den Grund und behandelt den Menschen in seiner Gesamtheit. Osteopathie ist bei vielen Krankheiten sinnvoll und behandelt vorbeugend.

Hintergrund:

Als deutscher Bundesverband für Osteopathinnen und Osteopathen mit mehr als 7.000 Mitgliedern setzt sich der VOD für Patientensicherheit und Verbraucherschutz ein. Der VOD e.V. fordert hierfür eine berufsgesetzliche Regelung und die Schaffung des eigenständigen Berufs des Osteopathen auf qualitativ höchstem Niveau. Er klärt über die Osteopathie auf, informiert sachlich und neutral, fördert Forschungsprojekte und betreibt Qualitätssicherung im Interesse der Patienten. Darüber hinaus vermittelt der VOD hoch qualifizierte Osteopathen. Über 3,6 Millionen Besucher informieren sich jedes Jahr auf osteopathie.de. Fast 100 gesetzliche Krankenkassen bezuschussen Osteopathie.

Weitere Informationen:

Verband der Osteopathen Deutschland e.V.

Wilhelmstraße 42

65183 Wiesbaden

Telefon: 0 611 / 5808975 - 0

info@osteopathie.de

www.osteopathie.de

Pressekontakt:

Michaela Wehr
Tel. 0 15 20 / 2 14 71 05
presse@osteopathie.de

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