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08.11.2019 – 14:13

WDR Westdeutscher Rundfunk

Bis zu zehn Lebensjahre mehr durch Bildung: "Hirschhausen macht Schule - warum Bildung gesund ist" in der ARD-Themenwoche 2019

Köln (ots)

Eine Studie des Robert Koch-Instituts hat bewiesen: Bildung und 
Gesundheit hängen zusammen. Der Sozialstatus von Menschen beeinflusst
ihre Gesundheit wie kaum ein anderer Faktor und führt dazu, dass 
Bildungsbenachteiligte bis zu zehn Jahre früher sterben als die 
Bildungselite. Dr. Eckart von Hirschhausen fragt sich: Warum ist 
dieser Zusammenhang kaum bekannt? Wie genau bestimmen Schulabschlüsse
das ganze Leben? Und sind gute Lehrer wirksamer als Ärzte? "Kein 
Medikament ist so wirksam wie ein gesunder Lebensstil. Das ist leicht
gesagt. Aber gesundes Essen, genug Schlaf, eine ruhige Wohnung, 
Urlaube, oder eine Sportausrüstung - all das muss man sich erst 
einmal leisten können." Die Dokumentation "Hirschhausen macht Schule 
- warum Bildung gesund ist" läuft am Montag, 11. November 2019 um 
20.15 Uhr im Ersten und ist ein Beitrag zur ARD-Themenwoche "Zukunft 
Bildung". 

Bereits am Nachmittag ist Eckart von Hirschhausen in der Radiosendung
"WDR 5 Quarks" zu Gast. Ab 15.20 Uhr spricht er mit den Hörer*innen 
über den Zusammenhang von Bildung und Gesundheit - und was man daran 
ändern könnte. Außerdem als Wochenserie: fünf kurze, aber effektive 
Gesundheitstipps von Eckart von Hirschhausen bei WDR 4 und WDR 5.

Direkt im Anschluss an die Dokumentation folgt mit "hart aber fair" 
die Live-Diskussion im Ersten: Ab 21 Uhr diskutiert Frank Plasberg 
unter dem Titel "Schlechte Bildung, kürzeres Leben: Wie kann das sein
im Jahr 2019?" mit seinen Gästen: Was kann man gegen diese krasse 
Ungerechtigkeit tun? Und welche Rolle spielen Schule, Elternhaus und 
Politik dabei? Zu Gast sind u.a. Eckart von Hirschhausen und die 
Taxifahrerin Tanja Stolze, die für die Dokumentation an einem großen 
Experiment teilgenommen. Außerdem Arbeits- und Sozialminister 
Hubertus Heil, der FDP-Bundestagsabgeordnete Thomas Kemmerich sowie 
Lehrerin und Autorin Doris Unzeitig. Im Einzelgespräch: Hannah 
Steiger, die als Gesundheitsfachkraft an einer integrierten 
Gesamtschule in Hessen tätig ist.

"Hirschhausen macht Schule": eine Statistik wird lebendig

In der Dokumentation zeigt Eckart von Hirschhausen in einem 
Experiment mit hundert Versuchspersonen aus ganz Deutschland, welche 
Faktoren sich besonders auf die Gesundheit auswirken. Gemeinsam mit 
dem Sozialwissenschaftler Dr. Thomas Lampert vom Robert Koch-Institut
teilt er die Teilnehmer*innen des Experiments in drei Gruppen ein: 
oberer, mittlerer und unterer Sozialstatus. Sie beantworten Fragen 
wie: Leben Sie in der Nähe von Parks und Wald? Wer macht regelmäßig 
Sport? Trinken Sie weniger als sechs Gläser Bier, Wein oder Schnaps 
pro Woche? Wer die Fragen für sich mit "Nein" beantwortet, bleibt 
stehen, "Ja" bedeutet einen Schritt nach vorne. Wer am Ende vorne 
steht, hat - statistisch gesehen - die besten Chancen auf ein 
längeres Leben. 

Von Hirschhausens erste Zigarette und Senioren auf dem 
Schlamm-Parcours

Parallel zum Experiment reist Eckart von Hirschhausen quer durch 
Deutschland: In einer Schule in Frankfurt zeigt er, wie wichtig eine 
Schulkrankenschwester fürs Zeugnis ist und übt mit hundert Schülern 
die Herzdruckmassage - im Takt von Helene Fischers "Atemlos". Und 
zehn Senior*innen beweisen in einem Schlammparcours-Rennen, dass auch
im Alter noch neue sportliche Leistungen möglich sind . Das Gehirn 
dankt das mit Aufmerksamkeit, Nervenwachstum und Schutz vor Demenz.

Außerdem raucht Eckart von Hirschhausen seine erste Zigarette - 
selbstverständlich unter ärztlicher Aufsicht und im Dienste der 
Wissenschaft. Sein Fazit: "Das wird auch die letzte bleiben, mir war 
kotzübel! Wenn es einen ärztlichen Rat gibt, dann den: Nicht Rauchen!
Rauchen ist die führende Ursache dafür, warum Menschen vorzeitig 
sterben."

Eckart von Hirschhausen: "Bildung beginnt schon vor der Geburt"
"Als Arzt habe ich in der Kinderneurologie- und Psychiatrie 
gearbeitet. Deshalb wollte ich auch zeigen, wie Bildungs- und 
Gesundheitschancen von über 10.000 Kindern pro Jahr schon im 
Mutterleib zerstört werden - durch Alkohol", sagt Eckart von 
Hirschhausen. Marco B., ein junger Mann aus Berlin, muss mit FASD 
leben. Das "Fetale Alkoholsyndrom" schränkt Marco in seiner geistigen
und körperlichen Entwicklung stark ein und macht ihn selbst 
alkoholabhängig. Das Besondere: Der 44-Jährige will über seine 
Krankheit aufklären und hält an Schulen Vorträge, um den Jugendlichen
die Gefahren von Alkohol vor Augen zu führen. Eckart von 
Hirschhausen: "Bildung beginnt schon vor der Geburt - und begleitet 
uns ein Leben lang. Und bevor die Schule losgeht sind entscheidende 
Weichen oft schon gestellt. Dieser gesellschaftlichen Herausforderung
müssen wir uns stellen."

Sendehinweise: 
"Hirschhausen macht Schule - warum Bildung gesund ist", Montag, 
11.11.2019, 20.15 Uhr, Das Erste.
"hart aber fair", Montag, 11.11.2019, 21.00 Uhr, Das Erste.
"WDR 5 Quarks", Montag, 11.11.2019, ab 15.04 Uhr, WDR 5.

Alle Informationen zur ARD-Themenwoche "Zukunft Bildung" finden Sie 
unter themenwoche.ARD.de und in der WDR-Presselounge: 
www.presse.wdr.de.

Fotos finden Sie unter www.ARD-Foto.de  
 

Pressekontakt:

Stefanie Schneck / Carla-Johanna Schmidt
WDR Kommunikation
Telefon 0221 220 7125
stefanie.schneck@wdr.de / carla-johanna.schmidt@wdr.de

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