PRESSEPORTAL Presseportal Logo
Alle Storys
Folgen
Keine Story von WDR Westdeutscher Rundfunk mehr verpassen.

09.10.2001 – 13:33

WDR Westdeutscher Rundfunk

ACHTUNG PROGRAMMÄNDERUNG
WDR Fernsehen, Mittwoch, 10. Oktober 2001, 22.15 - 23.00 Uhr

Köln (ots)

Menschen hautnah: Eine Deutsche hilft Afghanistan
   Karla Schefter und ihre Klinik bei Kabul
   Ein Film von Annette Zinkant und Siba Shakib
Nach den Militärschlägen der Amerikaner sorgt sich Karla Schefter,
eine ehemalige OP-Schwester aus Dortmund, um die Menschen in
Afghanistan. Sie hatte nur 65 Kilometer südlich von Kabul ein
Krankenhaus aufgebaut und geleitet und das Land am 21. September als
eine der letzten Europäerinnen verlassen müssen.
   Zwölf Jahre lang lebte Karla Schefter allein in Afghanistan und
arbeitete für ihr Lebenswerk, das kleine Hospital in Chak-e-Wardak -
in einer zerstörten und von Hunger und Krankheit heimgesuchten
Taliban-Provinz.
Karla Schefter hatte in Afghanistan schon die Kriege
rivalisierender Mudjaheddin-Gruppen überstanden. Auch mit den
religiös fanatischen Taliban, die den Frauen verbieten, Schulen und
Universitäten zu besuchen oder zu arbeiten, hat sie sich arrangieren
können. Sie wurde von ihnen geduldet, weil sie den kranken Menschen
half. Auch nach den Anschlägen auf das World Trade Center hatte sie
persönlich keine Angst, in Afghanistan zu bleiben.
In diesen Tagen ist Karla Schefter aber pausenlos in Deutschland
unterwegs, um von ihrem Krankenhaus, von ihren Erfahrungen mit der
Welt des Islam und den Menschen dort zu berichten und aufzuklären.
Der WDR hatte bereits 1998 in der Reihe "Menschen hautnah" ein
Portrait von Karla Schefter gesendet und die OP-Schwester und ihre
afghanischen Kollegen exklusiv bei ihrer Arbeit in der Klinik
beobachtet. Kurz nach den Dreharbeiten wurde auch in Karla Schefters
Krankenhaus das Filmen und Fotografieren gänzlich verboten. Jetzt
haben wir sie in Berlin und Deutschland wiedergetroffen. Sie erzählt
uns, wie sie über die Situation in Afghanistan denkt und fühlt und
warum sie glaubt, dass der amerikanische "Vergeltungsschlag" gegen
Bin Laden und die Taliban noch mehr Unheil und Not bringen könnte.
Redaktion Enno Hungerland
Rückfragen 
WDR-Pressestelle, 
Barbara Brückner,
Tel. 0221/220-4607

Original-Content von: WDR Westdeutscher Rundfunk, übermittelt durch news aktuell