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WDR-Pressemitteilung // Sonia Mikich soll neue Chefredakteurin WDR-Fernsehen werden

Köln (ots) - Sonia Mikich soll ab 1. Mai 2014 neue WDR-Chefredakteurin Fernsehen werden. Das hat Intendant Tom Buhrow dem WDR-Verwaltungsrat vorgeschlagen. Sie folgt damit Jörg Schönenborn, der zur gleichen Zeit sein Amt als neuer Fernsehdirektor des WDR antritt. Bekannt wurde Mikich u.a. als ARD-Korrespondentin in Russland sowie als Leiterin und Moderatorin des Politmagazins Monitor.

Für Intendant Tom Buhrow ist sie genau die Richtige in Zeiten des Umbruchs: "Sonia Mikich ist mutig, kritisch, investigativ. Sie verkörpert damit den öffentlich-rechtlichen Rundfunk im besten Sinne. Ich freue mich auf die Zusammenarbeit mit ihr als neuer Chefredakteurin."

WDR-Fernsehdirektorin Verena Kulenkampff: "Mit Sonia Mikich übernimmt eine profilierte Journalistin und Moderatorin das Amt. Sie kennt den WDR aus langjähriger Tätigkeit in verschiedenen Positionen bestens, ist in der ARD gut vernetzt und wird eine wichtige Stimme im Verbund der Sender haben."

Jörg Schönenborn sieht in seiner Nachfolgerin die ideale Besetzung für die künftige gemeinsame Zusammenarbeit: "Sonia Mikich steht für Aufbruch und Veränderung und wird den Weg des WDR in das crossmediale Zeitalter mitgestalten. Als Journalistin garantiert sie Unabhängigkeit und mutige Recherche. Sie hat mit der Einrichtung eines investigativen Ressorts einen Grundstein für den WDR gelegt, auf dem sie als Chefredakteurin aufbauen kann."

Sonia Mikich (62) wurde am 13. Juli 1951 in Oxford geboren. 1970-1972 volontierte sie bei der "Aachener Volkszeitung" und zusätzlich von 1982-1984 beim WDR. Dazwischen machte sie ihren Magister an der RWTH Aachen in den Fächern Politologie und Soziologie (1979).

Nach ihrem zweiten Volontariat arbeitete Mikich zunächst als Redakteurin und Reporterin in der Programmgruppe Ausland des WDR-Fernsehens, war dann von 1992 bis1998 Russland-Korrespondentin der ARD - und dort ab 1996 die erste Frau, die eine Studioleitung innehatte. 1998 wechselte sie nach Frankreich als Leiterin des ARD-Studios in Paris.

2002 kehrte Mikich nach Köln zurück, wurde als Nachfolgerin von Klaus Bednarz Redaktionsleiterin des WDR-Politmagazins Monitor, das sie viele Jahre auch moderierte. Zusätzlich übernahm sie Anfang 2004 bis April 2007 beim WDR die Dokumentationsreihe Die Story. Ab Oktober 2011 war sie dann Chefin der Programmgruppe "Inland Fernsehen" des WDR.

Für ihre investigative, mutige wie kritische Arbeit bekam Sonia Mikich zahlreiche Preise, u.a. den "Telestar" (1996), den Kritikerpreis (2001), den Marler Fernsehpreis für Menschenrechte (2006 und 2007) - und 1998 das Bundesverdienstkreuz. 2012 wurde sie Politik-Journalistin des Jahres.

Sonia Mikich: "Öffentlich-rechtlicher Journalismus? Bedeutet mir mehr als den "Gefällt mir"-Button zu drücken. Hinterfragen, dazulernen, staunen, riskieren. Damit bin ich gut gefahren, das nehme ich mir auch im neuen Job vor."

Der WDR-Verwaltungsrat muss dem Vertrag für die neue Chefredakteurin noch zustimmen.

Fotos unter www.ard-foto.de

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Birand Bingül
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