WDR Westdeutscher Rundfunk

Neue Aufgaben für Klaus Bednarz: Chefreporter und Sonderkorrespondent

    Köln (ots) - Ab Januar 2002 wird Klaus Bednarz (58) als
Sonderkorrespondent und Chefreporter Fernsehen für den Westdeutschen
Rundfunk tätig sein. Zu seinem neuen Aufgabengebiet gehört die
Realisierung großer Dokumentarfilmprojekte. Zusätzlich übernimmt
Bednarz regelmäßige Vertretungen in den großen Auslandsstudios des
WDR insbesondere in den ARD-Studios Moskau, Washington und New York.
    
    "Dokumentationen, Features und Reportagen gehören zu den Stärken
des öffentlich-rechtlichen Rundfunks. Diesem Genre wollen wir noch
mehr Geltung verschaffen. Deshalb freue ich mich, Klaus Bednarz für
diese Aufgabe gewonnen zu haben. Seine filmischen Erzählungen über
Ostpreußen und den Baikalsee waren Kunstwerke und zugleich große
Publikumserfolge," sagt WDR-Intendant Fritz Pleitgen. "Klaus Bednarz
gehört zu den Top-Journalisten der deutschen Fernsehbranche. Unter
seiner Leitung gilt Monitor als Markenzeichen des investigativen
Journalismus. Bednarz ist ein Allrounder. Er beherrscht die aktuelle
Berichterstattung ebenso wie die dokumentarische Arbeit. Seine
Fähigkeiten wollen wir nutzen, um ihn so häufig wie möglich als
Sonderkorrespondent einzusetzen," so der WDR-Intendant.
    
    Bereits im Juni dieses Jahres beginnt Klaus Bednarz mit den
Dreharbeiten zu dem ersten Projekt im Rahmen seines neuen
Aufgabengebietes. Es handelt sich um eine dreiteilige Serie unter dem
Arbeitstitel "Vom Baikalsee nach Alaska". Sie zeichnet den Weg nach,
den einst die Vorfahren der amerikanischen Indianer - vom Süden
Sibiriens nach Alaska - zogen. Es wird eine Reise über mehr als
10.000 Kilometer sein, vom Baikal den Fluss Lena abwärts, durch das
Nördliche Polarmeer bis zur Beringstrasse und von dort zur Küste
Amerikas. Voraussichtlicher Sendetermin ist Weihnachten 2002.
    
    Ende 2001 will Bednarz die Leitung der Monitor-Redaktion abgeben,
um sich ganz seiner neuen Aufgabe zu widmen. "Ich möchte mehr Zeit
haben zur Realisierung großer filmischer Dokumentationen, das habe
ich mir immer gewünscht. Und nächstes Jahr werde ich 60 Jahre alt,
das ist ein guter Zeitpunkt, den Platz bei Monitor für Jüngere
freizumachen," so Klaus Bednarz.
    
    Für WDR-Chefredakteurin Marion von Haaren ist "die Bednarz-Ära
eine journalistische Erfolgsstory wie es sie selten gibt, was die
Zuschauerzahlen angeht wie die öffentliche Aufmerksamkeit. Kein
anderes Polit-Magazin und dessen Moderator ist mit so vielen Preisen
und Auszeichnungen bedacht worden wie Monitor unter Klaus Bednarz."
    
    Klaus Bednarz wurde 6. Juni 1942 in Falkensee/Berlin geboren. Er
studierte Theaterwissenschaft, Slawistik und Osteuropäische
Geschichte in Hamburg, Wien und Moskau. 1966 promovierte er über den
russischen Dichter Anton Cechov. Seit 1967 ist Klaus Bednarz
Redakteur beim Deutschen Fernsehen. Von 1971 bis 1977 arbeitete er
als ARD-Korrespondent in Warschau, im Anschluss war er von 1977 bis
1982 als ARD-Korrespondent und Leiter des ARD-Studios Moskau tätig.
Von 1982 bis 1983 leitete Bednarz die WDR-Redaktion Auslandsstudio
(Fernsehen). Die ARD-Tagesthemen moderierte er von Januar bis
Dezember 1983. Seit Dezember 1983 ist er Leiter der Redaktion Monitor
im Westdeutschen Rundfunk und zugleich Moderator der Sendung.
Ausserdem ist er ständiger Kommentator der ARD-Tagesthemen. Zudem ist
er Sonderkorrespondent der ARD in Russland. Neben seiner Tätigkeit
als Monitor-Chef hat er in den letzten Jahren mit seinen
ARD-Dokumentationen über Ostpreussen (1995) und den Baikalsee
(1998/1999) Furore gemacht. Klaus Bednarz wurde für seine vielfältige
Tätigkeit als Journalist mit zahlreichen Preisen ausgezeichnet (u.a.
Adolf-Grimme-Preis, Carl-von-Ossietzky-Medaille, Goldene Kamera,
Kritiker-Preis, Civis-Preis, TeleStar, Umwelt-Medienpreis). Bednarz
ist zudem Autor zahlreicher Bücher und ständiger Mitarbeiter
verschiedener Tages- und Wochenzeitungen.
    
    WDR-Foto Klaus Bednarz: www.ard-foto.de
    
ots Originaltext: WDR
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