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Streit um Entfernungspauschale
ADAC zeigt grünen Ideologen die rote Karte

    München (ots) - Den regierungsinternen Streit um die geplante
Entfernungspauschale hat der ADAC heute in München scharf kritisiert:
Statt endlich auf die Nöte der von Ökosteuer und
Kraftstoffpreiserhöhungen gebeutelten Autofahrer zu reagieren,
versucht der grüne Koalitionspartner ein Horror-Szenario aus der
verkehrspolitischen Mottenkiste durchzusetzen.
    
    Von einer angeblichen Bevorzugung der Autofahrer durch die
SPD-Vorschläge kann keine Rede sein. Im Gegenteil: Selbst der jetzt
umstrittene, gegenüber den ursprünglichen Plänen modifizierte
Gesetzentwurf, erhöht die Benachteiligung der auf das Auto
angewiesenen Pendler weiter. Danach sollen Pkw-Fernpendler in Zukunft
80 Pfennig, Benutzer des ÖPNV 60 Pfennig pro Entfernungskilometer
absetzen können. Die daraus resultierende Ungleichbehandlung ist
immens:
    
    * Eine Jahreskarte für die Strecke Augsburg - München mit dem ICE
kostet für die 2. Klasse 3 915 Mark. Ein Pendler könnte in diesem
Fall nach den Plänen der Regierung künftig 9 240 Mark von der Steuer
absetzen (70 km mal 60 Pfennig).
    
    * Einem Fernpendler, der jeden Tag auf Grund fehlender
Verbindungen die gleiche Entfernung mit dem Auto zurücklegen muss,
entstehen Kosten von über 13 500 Mark (VW Passat 1,9 TDI) jährlich.
Er darf aber nur 12 320 Mark von der Steuer absetzen.
    
    Angesichts dieser Tatsachen von einer Bevorzugung des Pkw zu
sprechen, klingt wie Hohn in den Ohren derjenigen Pendler, die
mangels Angeboten im öffentlichen Verkehr auf ihr Auto angewiesen
sind.
    
    Der ADAC fordert die Bundesregierung auf, endlich zur
steuerpolitischen Vernunft zurückzukehren, und eine wirksame
Entlastung der Pkw-Pendler zu schaffen. Am besten wäre es, einfach
auf die geplanten weiteren Erhöhungen der Ökosteuer zu verzichten.
    
ots Originaltext: ADAC
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