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Lippold: Bundesregierung muss Unterstützung für das Kyoto-Protokoll massiv einwerben

    Berlin (ots) - Zur Meldung "Moskau lehnt Vertrag zum Klimaschutz
ab" im Handelsblatt vom 20.06.2001 erklärt der Stellvertretende
Vorsitzende der CDU/CSU-Bundestagsfraktion, Dr. Klaus Lippold MdB:
    
    Eine offizielle Bestätigung, dass Russland sich tatsächlich der
amerikanischen Absage an das Kyoto-Protokoll anschließen wird, liegt
noch nicht vor. Dennoch sind die Äußerungen des russischen
Chefunterhändlers der Kyoto-Ratifizierung, Alexander Berdizkij, dass
Moskau das Kyoto-Protokoll wohl nicht ratifizieren werde, ein
gravierendes Indiz dafür, dass die internationale Zusammenarbeit im
Klimaschutz immer unwahrscheinlicher wird.
    
    Die Bundesregierung - insbesondere Bundeskanzler Schröder,
Außenminister Fischer und Umweltminister Trittin - ist aufgefordert,
nun endlich durch massive Unterstützung und Werbung für das
Kyoto-Protokoll sicherzustellen, dass mit Russland nicht der nächste
große Partner aus dem Kyoto-Prozess abdriftet. Mit der jüngst
getroffenen Vereinbarung zum Ausstieg aus der Kernenergie hat die
Bundesregierung bereits ein kontraproduktives Signal an die
internationale Klimaschutzgemeinschaft gesetzt. Denn ähnlich wie die
USA sieht auch Russland zunehmend in der Forcierung der
Kernenergienutzung einen wesentlichen Beitrag zur Reduzierung der
Kohlendioxidemission und somit zum Klimaschutz.
    
    
    
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