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Ronsöhr: Begrüße Aussagen von Funke zum Naturschutz - hoffentlich hält er durch!

    Berlin (ots) - Zu den Aussagen des Bundeslandwirtchaftsministers
im Bereich des Naturschutzes erklärt der agrarpolitische Sprecher der
CDU/CSU-Bundestagsfraktion, Heinrich-Wilhelm Ronsöhr MdB:
    
    Nachdem Bundeslandwirtschaftsminister Funke mit seiner Politik
bisher nur Katastrophales für die Landwirtschaft bewirkt hat, ist er
offensichtlich beim Naturschutz auf dem richtigen Weg. Wenn er
beispielsweise feststellt, nicht die lieblose Einhaltung von Auflagen
bringe den Naturschutz nach vorn, sondern nur die Motivation und die
ausreichenden Entscheidungsspielräume durch den landwirtschaftlichen
Unternehmer, so ist das richtig. Bisher war aber gerade die
sozialdemokratische Naturschutzpolitik davon geprägt, dass das, was
nicht durch die Natur-Administration, sondern freiwillig umgesetzt
wurde, nicht als Leistung im Sinne des Naturschutzes gilt. Das aber
hatte verheerende Auswirkungen auf die Motivation der Landwirte.
    
    Da aber nur mit der Land- und Forstwirtschaft und nicht gegen sie,
eine vernünftige und finanzierbare Naturschutzpolitik möglich ist,
wurde so die Zusammenarbeit mit den Naturschützern auch nicht
vorangebracht.  Wobei man hervorheben muss, dass gerade eine moderne
Wirtschaftsweise auch durch Einsatz neuer Technologien die Ökologie
und Ökonomie in der Landwirtschaft aussöhnt. Wenn der
Bundesumweltminister Trittin das noch nicht begriffen hätte, so
sollte er Nachhilfeunterricht beim Bundeslandwirtschaftsminister
nehmen.
    
    Es bleibt jedoch unverständlich, warum der
Bundeslandwirtschaftsminister, gerade wenn er feststellt, ohne Land-
und Forstwirtschaft gebe es keinen Naturschutz, nicht alles daran
setzt, die Landwirtschaft flächendeckend zu erhalten. Die jetzige
Agrarpolitik von Funke führt dazu, dass sich die Landwirtschaft aus
Flächen zurückzieht, in denen sie an sich aus Gründen der
Nachhaltigkeit einer naturnahen Bewirtschaftung unbedingt präsent
bleiben muss.
    
    Außerdem hat Funke zugelassen, dass sich die Sozialdemokraten und
auch die Grünen in den Ländern bei der Mitfinanzierung von
Agrarumweltprogrammen der europäischen Union ständig ihrer
Verantwortung entzogen haben. In unionsregierten Ländern wird etwa
zehnmal soviel für Agrarumweltpolitik ausgegeben, wie es in SPD
regierten Ländern der Fall ist.
    
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