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K1 Die Reportage: "Kloakenjobs - Die Kanalarbeiter von Berlin"
Ein Film von Stefan Zimmermann

    München (ots) - Über gut 9.000 Kilometer erstrecken sich unzählige
Kanäle unter der deutschen Hauptstadt. Ständig werden die teilweise
bis zu 125 Jahre alten und maroden Rohre kontrolliert, gewartet und
repariert. Tag für Tag müssen die Kanalarbeiter der Berliner
Wasserbetriebe (BWB) den Dreck und die Abfälle, welche die ca. drei
Millionen Berliner durch ihre Toilette in die Kanalisation spülen,
entsorgen.
    
    "K1 Die Reportage" begleitet Kolonnenführer Ingo Naser. Seit acht
Jahren leitet er eine Kanalarbeiter-Kolonne in der Betriebsstelle
Friedrichshain. Für ihre Arbeit in den unterirdischen Abwasserrohren
tragen die Männer spezielle Anzüge und Handschuhe und sind so gegen
Verletzungen durch Spritzen oder Rasierklingen und gegen Infektionen
gut geschützt. Trotzdem gehen sie bei der Arbeit sehr vorsichtig vor.
Wegen Explosionsgefahr und möglicherweise austretender Gase seilen
sich die Kolonnen bei ihrer Arbeit immer an. Versagt der Gaswarner
und strömt Kohlenmonoxid aus, kann ein ohnmächtig gewordener Arbeiter
von seinen Kollegen per Seil aus dem Dreck gezogen werden. Oft aber
sind die Rohre zu klein und zu eng, als dass die Kanalarbeiter dort
hineingelangen könnten. Dann kommt ein 30.000 DM teurer Roboter zum
Einsatz. K1-Autor Stefan Zimmermann ist dabei, wenn der Roboterführer
mit kameragesteuerten Hochdrucksaugern anrückt, um nach
leckgeschlagenen Rohren zu suchen, um kaputte Stellen zu reparieren
und zu reinigen.
    
    "K1 Die Reportage" beobachtet auch Rattenfänger Daniel Krämer. Der
29-Jährige spürt die Ratten, die sich in der Kanalisation eingenistet
haben auf, legt ihnen Fallen und achtet darauf, dass Berlin nicht
unter einer Rattenplage aus dem Untergrund erstickt. Die Köder, die
der Rattenfänger im Kampf gegen geschätzte vier Millionen Ratten
auslegt, lassen die Untergrundbewohner innerlich verbluten.
    
    Eine gigantische Abwasserleitung von 18 Kilometern Länge im
Berliner Untergrund muss neu gebaut werden. Lutz Riedl ist seit 20
Jahren im Einsatz für die Abwasserleitungen Berlins. Jetzt erschafft
er bis Ende 2002 die Berliner "Abwasserautobahn". Der Projektleiter
der BWB ist der Mann für schwierige Fälle. Ihm unterstehen 30
Ingenieure und alle am Bau beteiligten Arbeiter. "K1 Die Reportage"
ist dabei, wenn zwei 50 Meter lange "Maulwurf"-Bagger in Einzelteilen
in bis zu 28 Meter Tiefe herabgelassen werden. Unter der Erde werden
sie dann zusammengebaut, um im Berliner Untergrund Platz zu schaffen,
damit die neue, riesige Abwasserleitung für freien Fluss in der
Kloake sorgt.
    
    K1 Die Reportage:
    
    "Kloakenjobs - Die Kanalarbeiter von Berlin" - am Donnerstag, den
28. Juni 2001 um 22:15 Uhr bei Kabel 1.
    
ots Originaltext: Kabel 1
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