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Straßen und Häuser aus Uranabraum
ZDF-Umweltdoku "planet e." über die ukrainische Stadt Schovty Wody

Mainz (ots) - Mitten in der Ukraine: eine radioaktiv strahlende Stadt. Schovty Wody wurde in den 1950er Jahren für Bergarbeiter der Uranminen gebaut. Als Baumaterial wurde auch der Abraum aus den Uranminen verwendet, der unter anderem das radioaktive Gas Radon enthält. Offiziell gibt es die Strahlenbelastung nicht, die Behörden fälschen sogar Statistiken. Die Einwohner jedoch erzählen von zahlreichen Krankheitsfällen wie Krebs im Freundeskreis und in den Familien. Das berichtet die ZDF-Umweltdokumentationsreihe "planet e." am Sonntag, 14. Juli 2013, 14.45 Uhr, in dem Film "Die strahlende Stadt" von Tanja Detig.

Vor allem in Kellern und Erdgeschosswohnungen breitet die Gefahr sich aus. Aufgrund der radioaktiven Belastung stehen etliche Wohnungen leer. Umweltaktivisten stellen Nachforschungen an, suchen nach radioaktiven Quellen. Und werden fündig. Doch während die Menschen mit den tödlichen Langzeitfolgen der Strahlenbelastung kämpfen, soll der Uranabbau weiter ausgebaut werden. Die Atomkraftwerke, auch einiger Länder in Westeuropa, brauchen Brennstoffnachschub.

Einer der wenigen kritischen Wissenschaftler war Prof. Wladimir Gontscharenko. Viele Jahre lang prangerte er die Missstände und die Gefährdung der Bevölkerung an - und wurde offenbar zu unbequem. Kurz nach den Dreharbeiten für "planet e." wurde er auf offener Straße erschlagen.

"planet e." zeigt betroffene Menschen in Schovty Wody, erzählt ihre Geschichten. Und dokumentiert, wie von offizieller Seite immer noch versucht wird, die Wahrheit zu vertuschen.

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