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Digitale Filmkonserven für Kinospaß zu Hause
Filme auf CD speichern

    Hannover (ots) - Zu wenig Speicherplatz und schlechte Bildqualität
hielten den Anwender bisher davon ab, seine Urlaubsfilme und
Lieblingsvideos auf CD-ROM zu archivieren. Mit neuen
Kompressionsverfahren ist das kein Problem mehr, berichtet das
Computermagazin c't in seiner aktuellen Ausgabe 21/00.
    
    Die Verfahren RealSystem und Windows Media eignen sich ideal, um
einen mehrstündigen Film auf einem herkömmlichen CD-Rohling
unterzubringen. Was Datenreduktion und  Rechengeschwindigkeit angeht,
lassen sie alle anderen bekannten Video-Kompressoren weit hinter
sich. Auch in der Darstellungsqualität liefern sie gute Ergebnisse
und kommen einer Aufnahme auf Videokassette sehr nahe. Beide
Kompressionssysteme können sowohl AVI-Dateien als auch
Live-Video-Daten, die zum Beispiel von einer TV-Karte stammen,
verarbeiten. Wie das geht, erklärt c't ausführlich in seiner
aktuellen Ausgabe.
    
    Problematisch wird es beim Kopieren von DVDs, denn dafür ist die
Datenmenge von 4,7 Gigabyte viel zu groß. Deshalb sorgt zurzeit eine
illegal frisierte Version von Microsofts Video- und Audio-Codec
für Furore. "DivX" schrumpft ohne signifikanten Qualitätsverlust
Videodaten auf vergleichsweise kleine Dateien zusammen, sodass
Spielfilme auch auf eine preiswerte CD-R mit nur einem Bruchteil an
Speicherkapazität, nämlich 650 MByte, passen. Etliche DVD-Raubkopien
sind auf diese Weise bereits entstanden.
    
    Inwieweit das Kopieren von DVDs grundsätzlich erlaubt ist,
versuchte c't in einem Gespräch mit einem Juristen herauszufinden.
Nach Ansicht von Rechtsanwalt Stefan Jaeger hat jeder Besitzer einer
DVD das Recht, diese zu privaten Zwecken zu kopieren - zum Beispiel,
um eine Sicherungskopie anzulegen oder um das Video unterwegs auf
einem Notebook abzuspielen, das nur ein CD-Laufwerk besitzt.
    
    Anders sieht es bei der gehackten Version des MPEG4-Video-Codecs
von Microsoft aus, wie Stefan aeger erläutert: "Eine eventuelle
Strafbarkeit besteht dann aber nicht wegen des Kopierens der DVD,
sondern wegen der rechtswidrigen Verwendung einer Software, die
Betriebsgeheimnisse enthält."
    
    Illegal sind auch die Websites, die aktuelle Spielfilme zum
Download zur Verfügung stellen. Diese Anbieter scheren sich nicht um
Recht und Gesetz und stellen ungeniert DVD-Raubkopien ins Netz. Damit
dürfte "DivX" der Kino- und Videobranche ähnlich große Probleme
bereiten wie MP3 der Musikindustrie.
    
    
ots Originaltext: c't
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