PRESSEPORTAL Presseportal Logo
Alle Storys
Folgen
Keine Story von Deutscher Tierschutzbund e.V. mehr verpassen.

19.07.2018 – 10:33

Deutscher Tierschutzbund e.V.

PM - Duhner Wattrennen - Siegen auf Kosten der Tiere

PM - Duhner Wattrennen - Siegen auf Kosten der Tiere
  • Bild-Infos
  • Download

Ein Dokument

Anlässlich des Duhner Wattrennens, das am 22. Juli auf dem Watt vor Cuxhaven stattfindet, macht der Deutsche Tierschutzbund auf bestehende Probleme im Pferdesport aufmerksam. So kommen bei Rennen immer wieder tierschutzwidrige Methoden zum Einsatz.

"Es ist zwar positiv, dass Amtsveterinäre in diesem Jahr verstärkt die Einhaltung des Tierschutzes beim Duhner Wattrennen überwachen wollen. Dennoch: Wer genau hinsieht, muss erkennen, dass die Grenzen zwischen Sport und Tierquälerei inmitten dieses und ähnlicher Events verschwimmen", sagt Dr. Esther Müller, Fachreferentin für Pferde beim Deutschen Tierschutzbund.

Das Duhner Wattrennen, das immer zahlreiche Touristen als Höhepunkt ihres Besuches an der Nordsee anlockt, war schon mehrmals wegen Tierquälerei und verbotenen Hilfsmitteln in die Kritik geraten. Unter anderem kamen Zungenbänder, mit denen die Pferdezungen am Unterkiefer festgebunden werden, zum Einsatz - ebenso wie Ohrstöpsel, die die Ohren der Pferde verschließen und kurz vor Ziel gezogen werden, um als akustische Peitsche zu dienen. Beides bereitet den Tieren starkes Unbehagen und versetzt sie sogar in Angst, was sich nicht mit einem tiergerechten Umgang vereinbaren lässt - die Tiere müssen für den Erfolg leiden.

Peitschenhiebe sollen Pferde anspornen

Für Tierleid sorgen bei Galopprennen auch Peitschenhiebe, die die Pferde zu mehr Leistung antreiben sollen. Die Regelwerke geben eigentlich eine klare Begrenzung auf einen fünfmaligen Einsatz der Peitsche vor - aus Tierschutzsicht schon zu viel. Dennoch werden sogar diese Vorgaben bei den Rennen oftmals nicht eingehalten, um auch noch das Äußerste aus den Tieren herauszuholen. Im Jahr 2017 wurden in 37 Fällen Strafen wegen übertriebenem Peitscheneinsatz verhängt sowie sieben Strafen wegen Einsatzes der Peitsche in falscher Weise. "Der Sieg scheint meist wichtiger als das Wohlbefinden des Pferdes. Daran können auch die zu milden Strafen offensichtlich nichts ändern", so Müller.

Der Deutsche Tierschutzbund nimmt derzeit verschiedene Pferderennen zum Anlass, um sowohl über klassische Öffentlichkeitsarbeit als auch in den sozialen Medien gezielt über die Auswirkungen, tierschutzwidrige Praktiken und den Umgang mit den Tieren aufzuklären.

Hinweis an die Redaktionen: DU UND DAS TIER, das Mitgliedermagazin des Deutschen Tierschutzbundes, berichtet in seiner aktuellen Ausgabe ebenfalls darüber, was hinter der vermeintlich schillernden Rennatmosphäre steckt: www.duunddastier.de/qual-der-rennpferde

Mit freundlichen Grüßen
Presseabteilung
Deutscher Tierschutzbund e.V.
In der Raste 10
D-53129 Bonn
Tel: +49-(0)228-6049624
Fax: +49-(0)228-6049641
E-Mail: presse@tierschutzbund.de 

Besuchen Sie auch die Website des Deutschen Tierschutzbundes e.V.:
http://www.tierschutzbund.de 

Wussten Sie, dass der Deutsche Tierschutzbund e.V., Europas älteste und größte
Tier- und Naturschutzdachorganisation, keinerlei öffentliche Mittel erhält?
Wussten Sie, dass wir bei der Bewältigung der vielfältigen Aufgaben
ausschließlich auf Mitgliedsbeiträge und Spenden tierliebender Menschen
angewiesen sind?

Wir bitten Sie: Helfen auch Sie uns. Nur mit Ihrer Unterstützung können wir für
die Tiere aktiv sein.

Sie können uns online spenden
Oder überweisen Sie Ihre Spende auf das Spendenkonto des Deutschen
Tierschutzbundes e.V. Nr. 40 444 bei der Sparkasse KölnBonn (IBAN: DE 88
37050198 0000040444, BIC: COLS DE 33).
Spenden sind steuerlich absetzbar - Gemeinnützigkeit anerkannt

Impressum: https://www.tierschutzbund.de/impressum.html