OVID, Verband der ölsaatenverarbeitenden Industrie in Deutschland e.V.

Industrie contra Bundesumweltministerin: Biokraftstoffe als einziger klimaschonender Treibstoff unverzichtbar
Ölmühlen wehren sich gegen Idee der fünfprozentigen Deckelung

Berlin (ots) - Bundesumweltministerin Barbara Hendricks stößt mit ihrem Ehrgeiz, die Verwendung von Biokraftstoffen bei maximal fünf Prozent zu zementieren, auf Kopfschütteln und Ablehnung in dem betroffenen Wirtschaftszweig. "Wir sind bestürzt darüber, dass ausgerechnet das Umweltministerium meint, fossile Brennstoffe seien besser für das Klima als der Treibstoff vom Acker", sagt Wilhelm F. Thywissen, Präsident von OVID Verband der ölsaatenverarbeitenden Industrie in Deutschland. Laut offiziellen Zahlen des Bundeslandwirtschaftsministeriums spart Kraftstoff aus Ölsaaten, wie zum Beispiel Raps, etwa die Hälfte des CO2-Ausstosses ein, gemessen am Vergleichswert des schwarzen Öls. Darüber hinaus müssen Biokraftstoffe entlang der gesamten Prozesskette per Zertifikat auch nachhaltig hergestellt werden.

Rückhalt erhält die Industrie auch von Wissenschaftlern. Neue Methoden der Ökobilanzierung (iLUC = indirekte Landnutzungsänderungen), die von Umweltorganisationen gepuscht und den vermeintlich schlechteren CO2-Wert erst auslösen, werden von Experten wie Professor Matthias Finkbeiner von der TU Berlin als unseriös eingestuft. Das ist auch der Grund, warum der angekündigte Plan der Europäischen Kommission, den Biokraftstoff-Anteil auf fünf Prozent zu stutzen, im Europäischen Parlament und Rat durchfiel. Umso unverständlicher ist es für die Branche, dass die deutsche Ministerin das bereits beerdigte Vorhaben wieder erwecken möchte.

OVID Verband der ölsaatenverarbeitenden Industrie in Deutschland wehrt sich außerdem gegen die von der Bundesumweltministerin unterstellte Theorie der Flächenkonkurrenz. Tatsächlich wird außerhalb der EU meist weniger als 1 Prozent der landwirtschaftlichen Fläche für die Biokraftstoffherstellung bereitgestellt (Ecofys-Studie/ Report for the European Commission, September 2012).

Auch wird in der verzerrten Diskussion eine Tatsache ausgeblendet: Bei der Herstellung von Biokraftstoffen entstehen mit dem hochwertigen Glycerin, das zum Beispiel für Zahnpasta und Kosmetik gebraucht wird, und dem Rapskuchen für die Tierfütterung wertvolle Koppelprodukte. Das heißt, die Biokraftstoffproduktion bedient mehr die Ernährungskette als den Mobilitätsbereich.

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