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Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland e.V. (BUND)

Mit dem ToxFox Schadstoffe beim Einkauf erkennen: BUND-App gewinnt Deutschen App-Award
Vollständige Transparenz bei Inhaltsstoffen in Alltagsprodukten überfällig

Mit dem ToxFox Schadstoffe beim Einkauf erkennen: BUND-App gewinnt Deutschen App-Award / Vollständige Transparenz bei Inhaltsstoffen in Alltagsprodukten überfällig
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Berlin (ots)

  • PFAS, Mikroplastik und hormonelle Schadstoffe erkennen
  • Barcode-Scan in ToxFox-App schafft Überblick
  • Schlauer Fuchs mit politischer Wirkung

Mit der ToxFox- App hilft der Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland (BUND) Verbraucher*innen, Kosmetik- und Alltagsprodukte auf Schadstoffe zu prüfen. Denn viele Alltagsprodukte enthalten Stoffe, die mit Erkrankungen wie Krebs oder Unfruchtbarkeit in Verbindung gebracht werden. Für dieses praktisches Engagement beim Verbraucher*innenschutz wurde der BUND heute mit dem deutschen App-Award 2026 in der Kategorie Produkt-Scanner-Apps ausgezeichnet - auf der Basis von Zehntausenden Verbraucher*innen-Meinungen zu rund 360 Apps. Der "Deutsche App-Award" wird zum dritten Mal von ntv und dem Deutschen Institut für Service-Qualität vergeben.

Verena Graichen, Geschäftsführerin Politik beim BUND: "Gerade im Drogeriemarkt versteht kaum jemand die Fachbegriffe auf Cremes und Kosmetika. Woher sollen Verbraucher*innen wissen, was sich zum Beispiel hinter 'HC Yellow No. 13' verbirgt? Mit dem Barcode-Scan in der ToxFox-App sehen Sie auf einen Blick, ob ihre Creme PFAS, Mikroplastik oder hormonell wirksame Schadstoffe enthält. Wer Schadstoffe auf der Haut vermeiden will, nutzt den ToxFox. Aber das reicht nicht: Die Bundesregierung muss endlich für vollständige Transparenz bei Inhaltsstoffen in allen Alltagsprodukten sorgen. Nur eine vorsorge-orientierte Chemikalienpolitik schützt Umwelt und Gesundheit "

ToxFox: So einfach kann der praktische Alltagshelfer genutzt werden

Unterwegs mit dem Smartphone im Geschäft oder zu Hause: Barcode scannen, Schadstoffe zum Beispiel in Kosmetik, Spielzeug, Möbeln, Teppichen, Sportschuhen, Textilien und elektronischen Geräten erkennen. Und so einfach geht es:

  • Barode auf der Verpackung mit der Smartphone-Kamera scannen.
  • Schadstoffe werden angezeigt oder es erscheint die Meldung, dass das Produkt noch nicht in der Datenbank erfasst ist.
  • Falls keine Angaben vorhanden sind, direkt per App die Giftfrage an den Hersteller oder Händler schicken.

Schlauer Fuchs mit politischer Wirkung

Mit der Giftfrage können App-Nutzer*innen direkt beim Hersteller oder Händler eines noch nicht in der App aufgeführten Produktes nach Schadstoffen fragen. Darunter fallen Chemikalien, die zum Beispiel Krebs erregen können, die Fortpflanzung schädigen oder problematisch für die Umwelt sind. Hersteller sind gesetzlich verpflichtet, innerhalb von 45 Tagen zu antworten, wenn ein Produkt besonders gefährliche Stoffe enthält.

Graichen: "Jede Anfrage übt Druck auf Unternehmen aus, auf Schadstoffe in Produkten zu verzichten. Viele Anfragen bewirken viel - denn so wird den Unternehmen klar, dass Verbraucher*innen Schadstoffe in Produkten nicht akzeptieren."

Hintergrund:

Seit mehr als zehn Jahren bietet der BUND in Deutschland die kostenfreie ToxFox-App an. Dabei nutzt der ToxFox unter anderem das Auskunftsrecht für Verbraucher*innen zu Schadstoffen in Alltagsprodukten nach der europäischen Chemikalienverordnung REACH. Danach sind Hersteller und Händler verpflichtet Auskunft zu geben, wenn ein angefragtes Alltagsprodukt besonders gefährliche Stoffen enthält.

Inhaltsstoffe von Kosmetik bewertet der ToxFox nach wissenschaftlichen Kriterien auf Umwelt- und Gesundheitsaspekte. Dabei werden Nutzer*innen vor hormonellen Schadstoffen, Nanopartikeln, PFAS, Mikroplastik, flüssigen Kunststoffen und trinkwassergefährdenden Schadstoffen gewarnt. Sollte ein Kosmetikprodukt diese Stoffe enthalten, können Nutzer*innen durch die "Protestmail"-Funktion Druck auf Unternehmen ausüben.

Mehr Informationen:

Pressekontakt:

BUND-Pressestelle:
CvD | Daniel Jahn | Sigrid Wolff | Clara Billen | Lara Dalbudak
Tel. 030-27586-109 | -531 | -497 | -425
E-Mail: presse@bund.net
www.bund.net
www.bund.net/presse

Informationen zur Datenverarbeitung des BUND nach DSGVO finden Sie
unter www.bund.net/datenschutz

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