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Bayerisches Fernsehen
Sonntag, 26. August 2001, 21.30 Uhr / Reportage am Sonntag: Tiere als Therapeuten - Vierbeiner als Medizin für die Seele
Film von Susanne Fiedler und Sandra Schlittenhardt

    München (ots) - Schön, hässlich, schwarz oder weiß? Tieren ist es völlig egal, wie ihr menschliches Gegenüber aussieht - ihnen kommt es einzig  und allein auf den Menschen an. Vielleicht wird deshalb Tieren eine besondere therapeutische Kraft nachgesagt. Der bayerische Verein "Tiere helfen Menschen" hat das längst erkannt. Er richtet derzeit in vielen bayerischen Städten einen Besuchsdienst mit Hunden ein, um regelmäßig vor allem ältere Menschen in Altenheimen zu besuchen. Sie freuen sich besonders über den Kontakt zu den Tieren, die Streicheleinheiten, das Zutrauen der speziell ausgebildeten Hunde. Für kurze Zeit vergessen sie, alt und oftmals verlassen zu sein. Auch in Suchtkliniken haben die Ärzte erkannt, wie hilfreich Tiere bei der Therapie sein können.

    In Höchsten im Allgäu hat der Psychologe Strasser in der Klinik für suchtkranke Frauen extra einen eigenen Tierbereich aufgebaut: Hasen, Meerschweinchen, Kanarienvögel, Ziegen und Ponys gehören der bunten Gesellschaft an. Vor kurzem hat er jedoch noch weitere Vierbeiner in sein Gehege aufgenommen: Lamas. Ihnen wird eine besonders heilsame Kraft nachgesagt. Im Gegensatz zu anderen Tieren stürmen sie nie auf ihr Gegenüber zu - sie sind scheu und zurückhaltend. Vor allem auf Menschen mit Beziehungsstörungen haben Lamas eine beruhigende Ausstrahlung. Pferde können auf eine ganz andere Art und Weise Menschen helfen. Sie sind besonders sensibel und nehmen die emotionalen Schwingungen ihrer Reiter besonders gut auf. Mit ihnen können Frauen und Männer vor allem an ihrem Vertrauen zu anderen Menschen arbeiten. Die Pferdetherapeutin Jutta Zuwolinski aus Olching hat auf ihrem Eulenhof elf Pferde extra für die Tiertherapie ausgebildet  - und der Erfolg bei den Patienten ist erstaunlich: Viele schwärmen vor allem darüber, ihr Selbstwertgefühl zurückbekommen zu haben.


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