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Bayerisches Fernsehen
Dienstag, 31. Juli 2001, 21.20 Uhr
GLASKLAR
Comeback der Alten Wende am Arbeitsmarkt?

    München (ots) - Jung, dynamisch, ungebunden - das
personalpolitische Credo hat Risse bekommen. Eine Trendwende zeichnet
sich ab am Arbeitsmarkt. Bis vor kurzer Zeit hieß es noch, daß ein
Arbeitnehmer mit 50 zum alten Eisen gehört. In der
Multimedia-Zukunftsbranche hatte er bereits mit 40 keine Chancen
mehr. Plötzlich erklingen ganz neue Töne. Wirtschaftsbosse setzen
wieder auf die Erfahrung und das fundierte Wissen älterer Menschen.
    
    Die Bundesvereinigung der Arbeitgeberverbände fordert sogar einen
Richtungswechsel zu Gunsten älterer Arbeitnehmer. Ihr Aufruf hat
einen dringenden Grund. Geht die geburtenstarke Generation in Rente,
fehlen plötzlich Arbeitskräfte. Schon heute klagen viele Branchen
über Fachkräftemangel. Nach den Jahren der Massenarbeitslosigkeit
steht Deutschland vor einer tiefgreifenden Veränderung: Wir haben
mehr Arbeit, aber zu wenig Leute. Vor allem Qualifizierte.
    
    Viel wurde bisher nicht für die älteren Arbeitnehmer getan. Die
Devise lautete nicht Weiterbildung, sondern Vorruhestand. Das muß
sich künftig ändern, fordern Politiker und zunehmend auch
Arbeitgeber. Mit der drohenden Gefahr eines Arbeitskräftemangels
setzt hier ein Umdenken ein.
    
    Ältere Menschen müssen fit gemacht werden für den Arbeitsmarkt und
bereit sein, lebenslang zu lernen. Angela Köpf hat mit Arbeitgebern,
Angestellten und Betroffenen gesprochen und Arbeitslose bei ihrer
Jobsuche begleitet.
    
    
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