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Studie: Die größten Barrieren bei der Stammzellspende

Studie: Die größten Barrieren bei der Stammzellspende
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Hamburg, den 24. Juni 2021 – Etwa 13.000 Menschen erkranken in Deutschland jedes Jahr an Blutkrebs, für die eine Stammzellspende oft die letzte Chance auf Heilung ist. Mehr als ein Fünftel (22%) der Deutschen im spendefähigen Alter ist bereits in einem der Spendenregister eingetragen, weitere 40 Prozent sind nach eigenen Angaben grundsätzlich bereit, sich registrieren zu lassen. Warum viele von ihnen noch zögern, untersuchten die Auszubildenden zum Fachangestellten für Markt- und Sozialforschung für das Norddeutsche Knochenmark- und Stammzellspenderregister in Zusammenarbeit mit dem Marktforschungsinstitut Ipsos.

Großes Potenzial möglicher Spender vor allem bei Jüngeren

Neben den 22 Prozent, die bereits in einem Stammzellspenderregister eingetragen sind oder sogar schon Stammzellen gespendet haben, kommen weitere 40 Prozent der Befragten als potenzielle Spender in Frage. Jeder Zehnte (10%) ist schon heute fest entschlossen, sich registrieren zu lassen, fast jeder Dritte (30%) ist dazu „vielleicht bereit“. Unter den 18- bis 34-Jährigen ist sogar jeder Vierte (25%) bereits registriert und mit 17 Prozent ein deutlich überdurchschnittlicher Anteil entschlossen, sich registrieren zu lassen. Weitere 28 Prozent sind zur Stammzellspende vielleicht bereit. Das Potenzial möglicher Spender ist bei jüngeren Erwachsenen also besonders groß.

Angst vor Eingriff das größte Hindernis für Stammzellspende

Drei Viertel (78%) der potenziellen Stammzellspender (entschlossen/vielleicht bereit) äußern jedoch noch Bedenken bezüglich einer möglichen Spende. Dabei geht es meist vor allem um medizinische Aspekte: Die Angst vor dem Eingriff bzw. der Operation wird unter dieser Personengruppe am häufigsten genannt (30%), doch auch die Angst vor Schmerzen (21%) und vor möglichen Spätfolgen (20%) gehören zu den größten Registrierungsbarrieren. Ebenfalls 20 Prozent nennen Bedenken wegen Krankenhauskeimen und 16 Prozent die Befürchtung, dass das eigene Immunsystem nicht stark genug sein könnte. Außerdem wollen 14 Prozent ihrem Körper keine Hormone zuführen, um die Stammzellproduktion anzukurbeln. Das Gefühl, nicht ausreichend informiert zu sein, lässt sogar jeden Vierten (24%) potentiellen Stammzellspender zögern.

Weit verbreiteter Informationsmangel über Stammzellspende

Trotz der recht hohen Bereitschaft für eine Registrierung fühlt sich jeder dritte Befragte (33%) wenig bis gar nicht über das Thema Stammzellspende informiert. Demgegenüber stehen nur 24 Prozent, die angeben, sich bereits gut bis sehr gut in diesem Bereich auszukennen. Mehr als vier von zehn Befragten (43%) geben einen mittleren Informationsstand an.

Entsprechend hartnäckig hält sich das Gerücht, dass die Stammzellentnahme aus dem Rückenmark erfolgt. Selbst eine Mehrheit der nach eigenen Angaben „zumindest etwas Informierten“ ist dieser Überzeugung. Nur jeder Dritte weiß, dass es mehrere Spendenregister (35%) und zwei verschiedene Verfahren (aus der Blutbahn/aus dem Knochenmark) der Stammzellentnahme (31%) gibt.

Medien wichtigste Informationsquelle über Stammzellspende

Aktuell erreichen Informationen zum Thema Stammzellspende die deutsche Bevölkerung vor allem über klassische Medien wie TV, Radio und Zeitung – sowohl über Beiträge (26%) als auch über dort geschaltete Werbung (22%). Gespräche im Bekannten- und Freundeskreis sind ebenfalls ein häufig genannter Berührungspunkt (22%). Einen Spendenaufruf im eigenen Umfeld hat bereits ein Fünftel der Befragten (20%) mitbekommen. Die sozialen Medien spielen als Informationsquelle über das Thema Stammzellspende dagegen nur eine untergeordnete Rolle (16%). In Anbetracht der vergleichsweise großen Aufgeschlossenheit der jüngeren Altersgruppe gäbe es in diesem Bereich sicherlich noch Entwicklungspotenzial.

Methodensteckbrief

Methode: Online-Umfrage mit dem Ipsos Fast Facts Tool

Grundgesamtheit: Deutschsprachige Bevölkerung im Alter von 18 bis 61Jahren in Deutschland

Stichprobe: n = 895

Auswahlverfahren: Quotenauswahl repräsentativ nach Alter, Geschlecht und Region

Befragungszeitraum: 24. März 2021

Über Ipsos

Ipsos ist die Nummer 3 weltweit in der Marktforschungsbranche mit mehr als 18.000 Mitarbeiter*innen und starker Präsenz in 90 Ländern.

Unsere Forschungsexpert*innen, Analyst*innen und Wissenschaftler*innen verfügen über das breite Know-How von Multi-Spezialist*innen, das tiefe Insights in Handlungen, Meinungen und Motivationen von Bürger*innen, Konsument*innen, Patient*innen, Käufer*innen oder Mitarbeiter*innen ermöglicht. Wir haben die große Bandbreite unserer Lösungsansätze in 18 Service Lines zusammengefasst und unterstützen damit über 5000 Kunden weltweit.

1975 in Paris gegründet, wird Ipsos bis heute von Forscher*innen geführt. In Deutschland sind wir mit ca. 600 Mitarbeiter*innen an sechs Standorten präsent: Hamburg, Mölln, Berlin, Frankfurt, Nürnberg und München.

Ipsos ist seit dem 1. Juli 1999 an der Euronext in Paris notiert. Das Unternehmen ist Teil des SBF 120 und des Mid-60 Index und hat Anspruch auf den Deferred Settlement Service (SRD).

ISIN code FR0000073298, Reuters ISOS.PA, Bloomberg IPS:FP

www.ipsos.de | www.ipsos.com

Über die berufliche Schule für Medien und Kommunikation (bmk):

Die berufliche Medienschule in Hamburg-Wandsbek bildet Auszubildende in den Bereichen Medienwirtschaft und Fremdsprachen aus. Darunter auch seit 2006 Auszubildende für den Beruf „Fachangestellte für Markt- und Sozialforschung“ (FAMS). Die Schule ist damit einer von sechs Bildungsstandorten in Deutschland und war maßgeblich an der Einführung des Ausbildungsberufs beteiligt.

Kontakt:
Gudrun Witt | Ipsos Pressestelle
Tel: 040 80096 4179     gudrun.witt@ipsos.com
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