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vbw Konjunkturradar Ausland 02-2017: Weltwirtschaft hat moderate Erholung fortgesetzt
Brossardt: "Perspektiven für laufendes Jahr mit großem Fragezeichen"

München (ots) - Die Weltwirtschaft hat ihre moderate Erholung insgesamt fortgesetzt - aber große Unsicherheiten bleiben. Das geht aus dem aktuellen Konjunkturradar Ausland der vbw - Vereinigung der Bayerischen Wirtschaft e. V. hervor. "In der EU stieg das Bruttoinlandsprodukt (BIP) gegenüber dem Vorquartal saisonbereinigt um 0,5 Prozent. Impulse kamen sowohl von der Inlandsnachfrage als auch vom Außenhandel, der Export stieg spürbar um 1,9 Prozent. Die stabile Konjunktur zeigt sich auch in der Industrieproduktion. Diese stieg EU-weit im vierten Quartal 2016 um ein Prozent gegenüber dem Vorquartal", erklärt vbw Haupt- geschäftsführer Bertram Brossardt.

In den USA hat sich das Wachstum im vierten Quartal 2016 etwas verlangsamt, bleibt aber sehr robust. "Spürbar zulegen konnte dort zuletzt die Industrie: Im Durchschnitt des vierten Quartals stieg der industrielle Output um 0,4 Prozent gegenüber dem Vorquartal", so Brossardt. Die japanische Wirtschaft setzte ihr moderates Wachstum im vierten Quartal 2016 fort. Das BIP stieg wie bereits im Vorquartal um 0,3 Prozent. Die stärksten Impulse kamen von den Exporten, die um 2,6 Prozent zunahmen. Das Wachstum in Südkorea ist stabil: Im vierten Quartal 2016 stieg das BIP um 0,5 Prozent gegenüber dem Vorquartal. "Entscheidende Wachstumsimpulse gingen dabei von den Ausrüstungs- investitionen aus, die um 4,1 Prozent gestiegen sind, was zum Teil aber auch die Gegenbewegung zum sehr schwachen dritten Quartal war", sagt Brossardt.

In den Schwellenländern war die Entwicklung im vierten Quartal 2016 differenziert: Das Wirtschaftswachstum in China hat sich erneut leicht abgeschwächt und wuchs um 1,7 Prozent gegenüber dem Vorquartal. Das indische BIP ist um 0,2 Prozent gegenüber dem Vorquartal gesunken und die brasilianische Wirtschaft verharrte in der Rezession.

"Die Perspektiven für das laufende Jahr sind mit einem großen Fragezeichen versehen, denn die Unsicherheiten sind zahlreich: Die vielen geopolitischen Krisen belasten die Weltwirtschaft ebenso wie die drohende Rückkehr des Protektionismus", fasst Brossardt zusammen. "Gerade eine exportorientierte Volkswirtschaft wie Deutschland oder Bayern ist auf den Freihandel angewiesen. Deshalb gilt es, protektionistischen Bestrebungen entschlossen entgegenzutreten."

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