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10.10.2019 – 10:26

Deutscher Naturheilbund e.V.

Epilepsie

Epilepsie: An ketogene Diät, Cannabis und Naltrexon denken

Bei der neurologischen Erkrankung Epilepsie treten anfallsartig nicht kontrollierbare Muskelzuckungen (Kloni) und/oder Verkrampfungen (Toni) eines Körperteils oder der gesamten Muskulatur und/oder andere Symptome auf. Verantwortlich für diese Anfälle ist die Hirnrinde. Dort liegen die Zellkörper der Nervenleitungen, die Bewegungsimpulse zur Muskulatur senden. Beim gesunden Menschen läuft dies geordnet und "physiologisch" ab. Es wird aber unkontrolliert und "pathologisch", wenn diese Zellkörper gleichzeitig abnorme Entladungen produzieren, die mehrere Minuten lang nicht durch hemmende Nervenimpulse gestoppt werden können.

Epilepsie-Patienten wissen oft nicht, dass es neben den mit starken Nebenwirkungen behafteten chemisch-synthetisch Antiepileptika auch Behandlungsmöglichkeiten aus der Ernährungsmedizin, der Pflanzenheilkunde und der Regulationsmedizin gibt. Das Ziel die meistens in Tablettenform verabreichten Antiepileptika ist die Unterdrückung der für die Krankheit typischen Krampfanfälle (Konvulsionen). Je nach Substanz hemmen sie erregende Nervenrezeptoren oder erhöhen die Aktivität der hemmenden Rezeptoren. Die erregenden Rezeptoren werden durch die Aminosäuren Glutamat oder Glycin stimuliert, während für die hemmende Seite der körpereigene Stoff Gamma-Aminobuttersäure (GABA) steht.

Eine "Heilung" der Epilepsie ist durch diese Mittel nur selten möglich. Durch die ketogene Diät (Ernährungsmedizin) sind dagegen schon zahlreiche Menschen ohne schwere Nebenwirkungen dauerhaft krampffrei geworden. Es ist denkbar, dass die ketogene Diät sogar zu einer Heilung der Epilepsie führen kann, wenn sie mit Cannabisblüten (Pflanzenheilkunde) und Low Dose Naltrexon (niedrig dosiertes Naltrexon - Regulationsmedizin) kombiniert wird.

Mit der fettreichen und kohlenhydratreduzierten ketogenen Diät wird eine Stoffwechselsituation geschaffen, in der vermehrt sogenannte Ketonkörper gebildet werden. Keton-Moleküle sind eine sehr gute Gehirnnahrung, sie beruhigen krampfbereite Nervenzellen. Mit dieser Diät werden außerdem Blutzucker- und Insulin-Spiegel niedrig gehalten. Damit wird Entzündungstendenzen entgegengewirkt, wodurch die Krampfschwelle angehoben wird. Durch den Spielfirm "First Do No Harm" mit Meryl Streep wurde die ketogene Diät als Therapieoption bei Epilepsie weltweit bekannt gemacht: https://www.youtube HYPERLINK "https://www.youtube.com/watch?v=XUxbOzD6RTY" HYPERLINK "https://www.youtube.com/watch?v=XUxbOzD6RTY".com/watch?v=XUxbOzD6RTY

Die Krampfneigung kann zudem durch die in Deutschland verschreibungsfähigen Cannabisblüten gesenkt werden, da ihre Inhaltsstoffe über das Endocannabinoid-System beruhigend auf das Nervensystem wirken. Bei der Behandlung von Epilepsie mit LDN wird zudem das dämpfende System der körpereigenen Opioide angesprochen.

Autor:

Manfred van Treek - Viernheim

Arzt Allgemeinmedizin Naturheilverfahren Umweltmedizin

Mitglied des Präsidiums und wissenschaftlichen Beirates

des Deutschen Naturheilbundes e.V.

Zweiter Vorsitzender des Naturheilvereins Mannheim e.V.

Mit besten Grüßen
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