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Bundesinnung der Hörakustiker KdöR

Unangenehm, strapaziös, penetrant: Nervende Geräusche müssen nicht immer laut sein

Mainz (ots)

Wenn Kreide auf der Tafel quietscht, wenn Styropor aufeinander reibt, wenn Besteck auf dem Teller kratzt oder die Heizung fiept: Welches Geräusch so richtig Gänsehaut verursacht, ist individuell unterschiedlich. Jeder reagiert bei anderen Geräuschen sensibel. Ganz subjektiv.

Nicht nur Lärm stört. "Ein Geräusch, das als unangenehm wahrgenommen wird, muss nicht unbedingt laut sein", sagt Marianne Frickel, Hörakustikmeisterin und Präsidentin der Bundesinnung der Hörakustiker (biha). "Es gibt viele Geräusche, die als störend empfunden werden, obwohl der Lautstärkeanteil gering sein kann. Sie lassen einen regelrecht erschauern", erklärt Frickel.

Unangenehm: Das Kreischen des Bohrers beim Zahnarzt empfinden viele Menschen als unerträglich - nicht nur die Ängstlichen. Das Quietschen einer ungeölten Tür kann nerven, ebenso das Geräusch, wenn der letzte Schluck im Glas mit Trinkhalm geleert wird.

Strapaziös: "Manchmal stört schon die Wiederholung des ewig gleichen Geräusches, wie das leise Tropfen eines Wasserhahns", führt die Hörakustikmeisterin fort. Das Kaugeräusch von Kaugummi nervt so manchen oder auch das Klicken eines Kugelschreibers. Ebenso geräuschträchtig ist das Snacken von Rohkost und kann die Nerven strapazieren.

Penetrant: Sirenen von Krankenwagen oder Feuerwehrautos sind anstrengend laut, so dass sich mancher aus Reflex schützend die Ohren zuhält. Deutlich leiser, aber ebenfalls anstrengend, kann das penetrante Piepen im Auto beim Einparken sein.

Warum bestimmte Geräusche für den einen schwer zu ertragen sind und für den anderen nicht, liegt auch an den eigenen Erfahrungen - am subjektiv Erlebten. Das Geräusch kann möglicherweise an eine unangenehme Situation erinnern. Das kann eine Kindheits- oder eine Schockerfahrung sein, die mit dem Geräusch unbewusst verknüpft wird. "Es hat nichts mit dem Hörvermögen zu tun", weiß die Expertin.

Mit einem Hörtest auf Nummer sicher gehen

Ob eine Überempfindlichkeit bei bestimmten Geräuschen oder eine Hörbeeinträchtigung besteht, kann bei einem Hörtest ermittelt werden. Der Hörakustiker prüft dabei, ob das Gehör einwandfrei funktioniert oder ob ein Hörsystem ratsam ist.

Wer grundsätzlich mehr zum Thema Hören wissen will, findet auf der Seite www.richtig-gut-hoeren.de umfassende Informationen. Über die Website www.hoerakustiker-suche.de finden sich wohnortnah Hörakustikerinnen und Hörakustiker in ganz Deutschland.

Hintergrund zum Hörakustiker-Handwerk

In Deutschland gibt es etwa 5,4 Millionen Menschen mit einer indizierten Schwerhörigkeit. Schwerhörigkeit zählt zu den zehn häufigsten gesundheitlichen Problemen. Mit über 7.200 Hörakustiker-Betrieben und ca. 15.000 Hörakustikern versorgt das Hörakustiker-Handwerk bereits ca. 3,7 Millionen Menschen in Deutschland mit modernsten Hörsystemen. Die Bundesinnung der Hörakustiker (biha) KdöR vertritt die Interessen der Hörakustiker in Deutschland.

Die Versorgungsqualität im Bereich von Hörsystemen ist in Deutschland sehr gut, das bestätigt die größte jemals von gesetzlichen Krankenversicherungen (GKV) durchgeführte Versichertenbefragung zur Hörsystemversorgung in Deutschland. Rund 90 Prozent der Versicherten waren "sehr zufrieden" oder "zufrieden" mit der individuellen Versorgungssituation. Und das unabhängig davon, ob der Versicherte eine mehrkostenfreie Versorgung gewählt oder eine private Zuzahlung geleistet hat.

Neben der Erstversorgung des Kunden ist der Hörakustiker auch für die begleitende Feinanpassung mit wiederholten Überprüfungen und Nachstellungen der Hörsystemfunktionen u.v.m. zuständig. Er berät zu Gehörschutz, Tinnitus und allem rund ums Hören.

Pressekontakt:

Michael Skwarciak, M.A. (biha), skwarciak@biha.de

Original-Content von: Bundesinnung der Hörakustiker KdöR, übermittelt durch news aktuell

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