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Asteroiden auf Kollisionskurs?

Hamburg (ots)

Von rund 5400 Asteroiden und Kometen, die die
Sonne umkreisen, sind 950 als potenziell gefährlich eingestuft 
worden, weil sie mit der Erde zusammenstoßen könnten. Das berichtet 
NATIONAL GEOGRAPHIC DEUTSCHLAND in der August-Ausgabe (EVT 
25.7.2008). Einer dieser Himmelskörper ist "Apophis", der sich der 
Erde 2029 bis auf 33.796 Kilometer nähern soll. Wenn er weiter auf 
Distanz zur Erde bleibt, könnte er bereits sieben Jahre später, beim 
nächsten Vorbeiflug, auf Kollisionskurs geraten. Die 
Wahrscheinlichkeit dafür wird derzeit auf 1:45.000 geschätzt. Dieses 
Risiko ist immerhin 444-mal größer, als in Deutschland vom Blitz 
erschlagen zu werden.
Die meisten der kleineren Asterioden, die zwar keine weltweiten 
Katastrophen auslösen, aber bei einem Einschlag immerhin Großstädte 
ausradieren könnten, sind noch gar nicht erfasst. Statistisch gesehen
stürzen diese kleineren Objekte alle paar Hundert Jahre auf die Erde.
So zuletzt am 30. Juni 1908, als ein Objekt von der Größe eines 
15-stöckigen Hauses über Sibirien explodierte und auf einer Fläche 
von mehr als 2000 Quadratkilometern Bäume in Brand setze oder 
umknickte. Diese Explosion ließ noch viele Tausend Kilometer weiter 
in Europa den Nachthimmel hell erleuchten.
Wissenschaftler arbeiten zurzeit nicht nur daran, den Zeitpunkt 
einer Katastrophe vorherzusagen, sondern wollen helfen, sie zu 
verhindern. Je nach Vorbereitungszeit gibt es unterschiedliche 
Szenarien, wie die Abwehr eines Asteroiden aussehen könnte. 
Raumfahrzeuge könnten ihn von seinem Kurs abdrängen, oder die Wucht 
einer Atombomben-Explosion könnte den Asteroiden auf eine 
ungefährlichere Flugbahn bringen. Ob diese Varianten der 
Asteroidenabwehr aber tatsächlich funktionieren würden, könnte erst 
der praktische Einsatz erweisen - falls die Vorwarnzeit reicht.

Pressekontakt:

NATIONAL GEOGRAPHIC DEUTSCHLAND
Public Relations
Sandra Pickert
Brieffach 07
20444 Hamburg
Tel.: (040) 3703-5504
E-Mail: pickert.sandra@nationalgeographic.de

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