Deutsche Bundesstiftung Umwelt (DBU)

"Wir müssen die Menschen positiv einstimmen auf die Nutzung der Sonne als alternative Energiequelle"

    Leverkusen (ots) -
    
         !! Bitte Sperrfrist beachten: 7.6.2002, 12:30 Uhr !!
    
    DBU fördert Photovoltaikanlage am NaturGut Ophoven - Abschluss der
"Woche der Umwelt" des Bundespräsidenten - Positives Resümee
    
    "Wir müssen die Menschen positiv einstimmen auf die
Nutzung der Sonne als alternative Energiequelle. Die hier geplante
Integration einer Anlage zur Stromgewinnung in künstlerisch
gestaltete Blitze und eine Sonnenblume kann einen Beitrag dazu
leisten." - Mit diesen Worten übergab heute auf dem NaturGut Ophoven
(Leverkusen) in Anwesenheit von Bundespräsident Johannes Rau der
Generalsekretär der Deutschen Bundesstiftung Umwelt (DBU), Osnabrück,
Fritz Brickwedde, einen Bewilligungsbescheid über 30.000 Euro an Dr.
Hans-Martin Kochanek, Vorstandsmitglied des Fördervereins des
Naturgutes. Raus eineinhalbstündiges Besichtigungsprogramm bildete
zugleich den Abschluss der "Woche der Umwelt", zu der das
Staatsoberhaupt eingeladen hatte, um mit organisatorischer
Unterstützung der DBU die Bedeutung des Umweltschutzes für
Deutschland zu dokumentieren.
    
    Ansatz der Umweltbildungseinrichtung sei es, sinnlichem Erleben
besonderes Gewicht zu geben, betonte Brickwedde. Um die Impulswirkung
zur stärkeren Nutzung der Sonnenenergie zu erhöhen und den Bürgern
die Entscheidung zum Kauf solcher Anlagen schmackhaft zu machen,
müsse über attraktivere Formen ihrer Gestaltung nachgedacht werden.
Nur durch die Vermittlung eines Gefühls höherer Wertigkeit könnten
größere Nutzergruppen neu gewonnen werden. Deshalb sei es sinnvoll,
durch die auf dem Gewächshaus als drei Blitze von Odo Rumpf, dem
Träger des Europäischen Solarpreises 1997, gestaltete Anlage und eine
in der "Blüte" mit entsprechender Technik versehene "Sonnenblume",
die sich mit der Sonne drehe und sogar am Boden liege, wenn sie nicht
scheine, einen solchen Versuch zu wagen.
    
    Täglich besuchten das Naturgut Schulklassen und
Kindergartengruppen. Mit mehr als 200 Kursen im Jahr werde zusätzlich
der Wissensdurst Erwachsener gestillt. Kindergeburtstage mit
Umweltpädagogik und umweltpädagogische Betriebsfeiern würden
organisiert, Entscheidungsträger durch Führungen für das Umweltthema
sensibilisiert. Neben der Arbeit auf dem sechs Hektar großen
Demonstrationsgelände im Außenbereich sei im Juni 2000 die
Umwelterlebnisausstellung "EnergieStadt" eröffnet worden. Die DBU
hatte eine Vorstudie dazu und die Umsetzungsmaßnahmen mit insgesamt
960.000 Euro unterstützt. Insofern ergänzten die geplante
Photovoltaikanlagen die Möglichkeit, Menschen unterschiedlichen
Alters für den Umweltschutz zu erwärmen.
    
    Am Rande des Besuchstermins des Bundespräsidenten in Leverkusen
zog Brickwedde auch ein erstes vorläufiges Resümee der Veranstaltung
im Park des Schlosses Bellevue, bei der am Montag und Dienstag 160
Aussteller über 8.000 Gästen deutsche Spitzen-Umwelttechnik und
-forschung präsentiert und in 44 hochkarätig besetzten
Einzelveranstaltungen ihre Bedeutung für dieses Land diskutiert
hatten. Umfragen vor Ort von Studenten der Fachhochschule Osnabrück
hätten nach einer ersten Zwischenauswertung ergeben, dass 90 Prozent
der Besucher der Veranstaltung die Noten "sehr gut" und "gut" gegeben
hätten, zehn Prozent die Note "befriedigend". Schlechtere Bewertungen
habe es nicht gegeben.
    
    Das ökologische Catering sei sogar von 95 Prozent mit den beiden
Bestnoten, von fünf Prozent mit "befriedigend" bewertet worden. Die
Noten "ausreichend" bis "ungenügend" seien auch hier in keinem
einzigen Fall aufgetaucht. 95 Prozent der Besucher hätten sich für
eine Wiederholung einer "Woche der Umwelt" ausgesprochen, selbst wenn
sie nicht an so exponierter Stelle stattfinde. Brickwedde: "Das
zeigt, dass der Bundespräsident mit seiner Initiative einen wichtigen
Impuls für den innovativen, produktionsintegrierten Umweltschutz in
Deutschland gegeben hat."
    
    
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