Deutsche Bundesstiftung Umwelt (DBU)

Besuch des Bundespräsidenten als "Ritterschlag für Ostritz und die Förderarbeit der Stiftung" gewertet
Rau besuchte heute energieökologische Modellstadt in Sachsen

    Ostritz (ots) -
    
    Umweltstiftung förderte Gesamtkonzept mit 11,3 Millionen Euro
    
    Als einen "Ritterschlag für Ostritz und die Förderarbeit der
Stiftung" wertete heute Franz-Georg Elpers, Pressesprecher der
Deutschen Bundesstiftung Umwelt (DBU), Osnabrück, den Besuch von
Deutschlands Staatsoberhaupt Johannes Rau in der energieökologischen
Modellstadt Ostritz-St. Marienthal im Rahmen der "Woche der Umwelt".
Mit rund 11,3 Millionen Euro hat die größte Umweltstiftung Europas
seit Aufnahme ihrer Förderarbeit am 1. März 1991 das herausragende
Gesamtkonzept der sächsischen 5.000-Seelen-Gemeinde im Rahmen
zahlreicher Einzelprojekte gefördert. Der Bundespräsident nahm es
heute gemeinsam mit DBU-Generalsekretär Fritz Brickwedde in
Augenschein.
    
    Anlässlich des Besuchs von Rau erinnerte Elpers daran, dass in der
ehemaligen DDR die Städte des "schwarzen Dreiecks" im Grenzgebiet
Deutschlands, Polens, und Tschechiens durch die veraltete
Energieversorgung mit Braunkohle besonders belastet gewesen seien.
Ostritz habe direkt nach der Wiedervereinigung Deutschlands die
energieökologische Wende eingeleitet. Das Konzept umfasse neben der
Versorgung der gesamten Stadt mit erneuerbaren Energien ein
Nahwärmenetz und eine Bildungsstätte im Gebäude des
Zisterzienserinnenklosters St. Marienthal. Durch dieses
Internationale Begegnungszentrum werde insbesondere auch die
umweltbezogene, grenzüberschreitende Zusammenarbeit mit den
Nachbarländern unterstützt.
    
    Die Stiftung selbst nutze gern die hervorragenden Möglichkeiten
dieses Bildungszentrum. So werde sich in diesem Jahr die inzwischen
achte "Internationale Sommerakademie" in Ostritz vom 23. bis 28. Juni
mit dem interessanten Thema "Biotechnologie - Innovationsmotor einer
nachhaltigen Entwicklung" befassen. Insgesamt 28 hochkarätige
Referenten würden das Thema aus einem breiten Blickwinkel
ökologischer, wissenschaftlicher, wirtschaftlicher und ethischer
Fragen beleuchten.
    
    Organisiert von der DBU hatten auf Initiative des
Bundespräsidenten am Montag und Dienstag dieser Woche am Amtssitz von
Johannes Rau im Park des Schlosses Bellevue in Berlin 160 Aussteller
über 8.000 Gästen deutsche Spitzen-Umwelttechnik und -forschung
präsentiert und in 44 hochkarätig besetzten Einzelveranstaltungen
ihre Bedeutung für dieses Land diskutiert. Mit der erstmalig
veranstalteten "Woche der Umwelt" will Deutschlands Staatsoberhaupt
eine Lanze brechen für den innovativen Umweltschutz. Rau hatte
betont: "Umweltschutz ist kein Modethema, sondern ein nach wie vor
modernes Thema. Umwelttechnik auf höchstem Niveau kann helfen, unsere
natürlichen Lebensgrundlagen auf Dauer zu erhalten, neue
Arbeitsplätze zu schaffen und bestehende zu sichern. Das möchte ich
auch mit der ‚Woche der Umwelt' zeigen."
    
    Die DBU wurde nach der Privatisierung der Salzgitter AG im Jahre
1990 mit einem Kapital von damals1,3 Milliarden Euro gegründet und
fördert im Kern die Kreativität kleiner und mittlerer Unternehmen bei
der praktischen Lösung von Umweltproblemen. Sie gibt Anreiz für
ökologische Innovationen in diesen Betrieben, die modellhaft und
umweltentlastend sind. Sie setzt durch die Förderung umwelt- und
gesundheitsfreundlicher Produkte und Produktionsverfahren auf einen
vorbeugenden und integrierten Umweltschutz und mindert das
Einstiegsrisiko für Unternehmen in umweltschonendere
Produktionstechniken.
    
    Sie fördert, was die Umwelt direkt und praktisch schützt, und
unterstützt den Austausch von Wissen über die Umwelt zwischen
Wissenschaft, Wirtschaft und anderen öffentlichen oder privaten
Stellen. Modellhaft werden auch national wertvolle Kulturgüter im
Hinblick auf schädliche Umwelteinflüsse bewahrt und gesichert. Die
DBU fördert Naturschutzvorhaben, die Lebensräume oder wildlebende
Arten schützen sowie einer natürlichen, standortspezifischen,
genetischen Vielfalt und einer nachhaltigen Nutzung von Arten und
Ökosystemen dienen. Seit Aufnahme der Fördertätigkeit wurden 4.850
Projekte mit über 940 Millionen Euro gefördert.
    
    
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Tel. 0541/9633-521
Fax  0541/9633-198
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