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Trump und der Oberste Gerichtshof: Uni Osnabrück lädt zu Diskussionsveranstaltung mit renommierten Politikwissenschaftlern ein

Auf viele wirkt verstörend, was sich derzeit in den USA abspielt. Eine bewaffnete, tief verunsicherte Gesellschaft, vor allem aber krasseste soziale Ungleichheit gehören zu den Bedingungen, die Donald Trumps Präsidentschaft vorgearbeitet haben. Doch welche Rolle spielen außer Trump die Republikanische Partei und der Oberste Gerichtshof (Supreme Court)? Und welche Bedeutung kommt dem auch unter Jüngeren sich ausbreitenden, rassistisch gefärbten christlichen Nationalismus zu? Mit diesen und weiteren Fragen setzen sich drei über die Grenzen der Bundesrepublik hinaus bekannte Politikwissenschaftler in einer öffentlichen Diskussionsrunde am 22. April an der Uni Osnabrück auseinander.

040/2026 13.4.2026

Trump und der Oberste Gerichtshof

Uni Osnabrück lädt zu Diskussionsveranstaltung mit renommierten Politikwissenschaftlern ein

Auf viele wirkt verstörend, was sich derzeit in den USA abspielt. Eine bewaffnete, tief verunsicherte Gesellschaft, vor allem aber krasseste soziale Ungleichheit gehören zu den Bedingungen, die Donald Trumps Präsidentschaft vorgearbeitet haben. Doch welche Rolle spielen außer Trump die Republikanische Partei und der Oberste Gerichtshof (Supreme Court)? Und welche Bedeutung kommt dem auch unter Jüngeren sich ausbreitenden, rassistisch gefärbten christlichen Nationalismus zu? Mit diesen und weiteren Fragen setzen sich drei über die Grenzen der Bundesrepublik hinaus bekannte Politikwissenschaftler in einer öffentlichen Diskussionsrunde an der Uni Osnabrück auseinander: Am 22. April von 17 bis 19 Uhr debattieren Prof. Dr. Hubertus Buchstein (Greifswald), Prof. Dr. Rainer Eisfeld (Osnabrück) und Prof. Dr. Wolfgang Merkel (Berlin) im Universitätsgebäude in der Seminarstraße 20, Raum 15/E10. Moderiert wird die Diskussion von Vizepräsidentin Prof. Dr. Andrea Lenschow (Osnabrück). Die interessierte Öffentlichkeit ist herzlich eingeladen.

Prof. Merkel hat in einem größeren Essay, an den Soziologen Max Weber anknüpfend, versucht, Trumps Art der Machtausübung als „Sultanismus“, als Herrschaft nach Willkür und Gutdünken, auf der Basis von Loyalität und Gunstbeweisen, zu verstehen. Prof. Buchstein war ein Jahr lang Theodor Heuss-Professor an der New School of Social Research in New York. Und von Prof. Eisfeld erscheint dieser Tage im Springer Wissenschaftsverlag das Buch „Amerikas Demokratie vor dem Scheitern. Ungleichheit, Oligarchiebildung, Trump - und der Supreme Court".

Die drei Wissenschaftler benennen eine Reihe von Fragen, die sie auf der Veranstaltung erörtern wollen. Zum Beispiel: Prof. Eisfeld zufolge „hat Trump bereits keine Demokratie mehr vorgefunden, sondern eine neoliberale bis konservative Oligarchie, die seine Regierung gemeinsam mit der Republikanischen Partei und der Mehrheit des Supreme Court in einen autoritären Typus umwandeln möchte.“ Prof. Merkel: „Last but not least geht es darum, welche neue Form eines libertär-oligarchischen Kapitalismus sich in den USA gerade herausbildet“. Und, fügt Prof. Buchstein hinzu, „es geht uns auch um die Frage, welche Illusionen ein Teil der bundesdeutschen Politikwissenschaft sich über das Funktionieren des politischen Systems der USA gemacht hat.“

Weitere Informationen für die Redaktionen:

Prof. Dr. Rainer Eisfeld, Universität Osnabrück

E-Mail: rainer.eisfeld@uos.de

Prof. Dr. Hubertus Buchstein, Universität Greifswald

E-Mail: buchstei@uni-greifswald.de

Prof. Dr. Wolfgang Merkel, Wissenschaftszentrum Berlin

E-Mail: wolfgang.merkel@wzb.eu

Dr. Oliver Schmidt, Universität Osnabrück
Stabsstelle Kommunikation und Marketing
Neuer Graben / Schloss, 49076 Osnabrück
Tele.: +49 541 969 4516
E-Mail:  oliver.schmidt@uni-osnabrueck.de
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