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Die Mosel im Fokus der Wissenschaft: Uni Osnabrück beteiligt sich an Forschungsprojekt zur Wasserqualität

Wie wirken sich chemische Belastungen auf mikrobielle Gemeinschaften in Flüssen wie der Mosel aus? Damit befasst sich ein neues Projekt an der Bundesanstalt für Gewässerkunde, an dem die Uni Osnabrück beteiligt ist.

002/2026 5.1.2026

Die Mosel im Fokus der Wissenschaft

Forschungsprojekt zur Wasserqualität

Wie wirken sich chemische Belastungen auf mikrobielle Gemeinschaften in Flüssen wie der Mosel aus? Damit befasst sich ein neues Projekt an der Bundesanstalt für Gewässerkunde, an dem die Uni Osnabrück beteiligt ist.

Unter dem Titel “Auswirkungen komplexer chemischer Belastungen auf mikrobielle Gemeinschaften in Feld, Labor und Modell am Beispiel der Mosel“ (BLooM) geht es vor allem um das Zusammenspiel verschiedener Stress-Faktoren wie Reste von Arzneimitteln, Pestizidrückstände oder Haushaltschemikalien. Die Forscherinnen und Forscher wollen herausfinden, wie sie die Zusammensetzung der mikrobiellen Artengemeinschaft beeinflussen und welche Rolle dies im Zusammenhang mit Cyanobakterienblüten spielt. „Diese für die Mosel relevante Cyanobakterienart ist deshalb so interessant, weil sie unter bestimmten Bedingungen toxische Substanzen produziert. Auswirkungen solcher Algenblüten können massenhaftes Fischsterben zur Folge haben, wie man im Sommer 2022 in der Oder beobachten konnte“, so der Projektleiter an der Uni Osnabrück, Prof. Dr. Andreas Focks. Die Bundesanstalt für Gewässerkunde stellt für die Untersuchungen an der Uni Osnabrück über drei Jahre insgesamt rund 170.000 Euro zur Verfügung

Die Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler werden in dem Projekt Felduntersuchungen und Laborstudien durchführen, während an der Uni Osnabrück vor allem sogenannte Effekt-Modelle erstellt werden. Dabei geht es um die Beschreibung des Wachstums der Algenarten sowie der relevanten Cyanobakterienart unter Berücksichtigung verschiedener Einflussfaktoren, sowohl ohne als auch mit der zusätzlichen Belastung durch organische Spurenstoffe. Ebenfalls ist geplant, das Modell zur Simulation von Feldbedingungen einzusetzen, um die komplexen Wechselwirkungen zwischen mikrobiellen Artgemeinschaften und chemischen Belastungen sowie multipler Umweltparametern zu analysieren. „Langfristig geht es uns darum, am Beispiel der Mosel exemplarisch aufzuzeigen, inwieweit menschliche Einflüsse die Zusammensetzung und Dynamik von Primärproduzenten verändern können und welche Auswirkungen das auf den Zustand von Fließgewässern haben kann“, erklärt Ella Rothe, die zuständige Wissenschaftlerin an der Uni Osnabrück für die Modellierung in diesem Projekt.

Weiterführende Informationen:

https://bfg-gewaesserwissen.podigee.io/5-algen

BfG-Referat "Mikrobielle Ökologie" (https://www.bafg.de/DE/1_Die_BfG/Organisation/Abteilung_U/U2/mikrobielle_oekologie_node.html)

BfG-Referat "Gewässerchemie"

(https://www.bafg.de/DE/1_Die_BfG/Organisation/Abteilung_G/G2/gewaesserchemie_node.html)

Weitere Informationen für die Redaktionen:

Prof. Dr. Andreas Focks, Universität Osnabrück

Institut für Mathematik

E-Mail: andreas.focks@uni-osnabrueck.de

Dr. Oliver Schmidt, Universität Osnabrück
Stabsstelle Kommunikation und Marketing
Neuer Graben / Schloss, 49076 Osnabrück
Tele.: +49 541 969 4516
E-Mail:  oliver.schmidt@uni-osnabrueck.de
Weiteres Material zum Download

Dokument:  001_PM_Focks_Forpro_~oM_Januar_2026.docx
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