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World Vision zu Sondierungsgesprächen: Familiennachzug für Kinder muss möglich werden

World Vision zu Sondierungsgesprächen

Familiennachzug für Kinder muss möglich werden - World Vision fordert alle Parteien zu konstruktiven Lösungen für geflüchtete Familien auf

Friedrichsdorf/Berlin, (17.11.2017) - Die Kinderhilfsorganisation World Vision fordert von den Jamaika-Parteien, dass der Familiennachzug für minderjährige Flüchtlinge unabhängig von ihrem Aufenthaltsstatus ermöglicht wird. Gerade bei Kindern auf der Flucht und ihren Familien kann eine Koalition besonders gut zeigen, dass sie die Kinderrechte ernst nimmt.

World Vision Deutschland spricht sich deshalb insbesondere für die Ermöglichung des Familiennachzugs für Flüchtlinge mit subsidiärem Schutzstatus, vor allem dann, wenn Minderjährige betroffen sind. Im März 2016 wurde die Möglichkeit des Familiennachzugs zu subsidiär Schutzberechtigten für zwei Jahre ausgesetzt. Diese Aussetzung soll nach Bestreben einiger Parteien weiter verlängert werden.

Gudrun Schattschneider, Leiterin Politik von World Vision Deutschland dazu: "Familien müssen aufgrund dieser Regelung jahrelang getrennt voneinander leben - mit allen damit verbundenen Sorgen um die im Kriegsgebiet verbliebenen Familienmitglieder. Wie kann man sich in so einer Situation in eine fremde Gesellschaft integrieren - das ist unmenschlich!"

Die Leidtragenden der bisherigen Regelung sind die Kinder, sie trifft das Auseinanderreißen ihrer Familien besonders hart. Sie sind in ihrer besonderen Entwicklungsphase ganz besonders auf den Zusammenhalt, den Schutz und die Stabilität ihrer Familie angewiesen.

In der World Vision Studie "Angekommen in Deutschland. Wenn geflüchtete Kinder erzählen" wird deutlich, dass gerade auch aus der Sicht der betroffenen Kinder der im deutschen Grundgesetz verankerte Schutz der Familie entscheidend ist. Denn über verlässliche Beziehungen erfahren sie Sicherheit, Vertrauen und Schutz.

Auch das Deutsche Institut für Menschenrechte und viele andere Institutionen und Organisationen sprechen sich auf Grundlage der UN-Kinderrechtskonvention für die Ermöglichung des Familiennachzugs aus. Das Recht, als Familie zusammenleben zu können, ist grund- und menschenrechtlich verbrieft.

ACHTUNG Redaktionen:

Gudrun Schattschneider, Leiterin Politik und Fachlichkeit steht für Interviews zur Verfügung.

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