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04.09.2002 – 15:29

World Vision Deutschland e. V.

Johannesburg-Gipfel 2002 - ein weiterer Schritt hin zu einer besseren Welt für Kinder

    Johannesburg, Afrika (ots)


    
    "Wenn die Reichen nur ein wenig einfacher leben könnten, könnten
die armen Kinder dieser Welt einfach nur leben."
    
      Nicht ohne Kritik akzeptiert WORLD VISION das Abschlussdokument
für Nachhaltige Entwicklung in Johannesburg. "Inhaltlich gleicht das
Papier einer Wundertüte. Über einige Dinge freute man sich. Wie über
das Abkommen zum Ausbau erneuerbarer Energien. Dass indes Themen wie
Menschenrechte oder die Integration von Kindern bei nachhaltiger
Entwicklung kein Forum fanden, erschloss sich kaum einer der
anwesenden nichtstaatlichen Organisationen", sagt WORLD
VISION-Delegationsmitglied Sönke C. Weiss.
    
      Letztendlich hängen nach Meinung von WORLD VISION aber selbst die
positiven Entscheidungen von der Bereitwilligkeit der einzelnen
Länder und ihrer Regierungen ab. WORLD VISION befürchtet, dass viele
der hehren Entscheidungen, die in Johannesburg getroffen wurden,
nicht ihren Weg in die Implementierung finden werden. Noch immer
haben Wirtschaftsabkommen Vorrang vor Umweltabkommen. Verbindliche
Rahmensetzungen, gerade für global agierende Unternehmen, gibt es
nach dem Weltgipfel nicht. "Freiwillige Selbstverpflichtungen sind
es, auf die wir jetzt hoffen", sagt Weiss.
    
      Das Problem der Trinkwasserversorgung, einem der grundlegendsten
menschlichen Bedürfnisse, zeichnete sich schnell als der Schwerpunkt
des Gipfels ab. In dem eigens dafür gebauten Waterdome präsentierte
WORLD VISION seine neue Wasserinitiative für das westliche Afrika.
Mehr als 41 Millionen Euro investieren das christliche Hilfswerk und
seine Partner wie USAID, damit drei Millionen Menschen besseren
Zugang zu sauberem Trinkwasser bekommen. Vor diesem Hintergrund
begrüßt WORLD VISION auch eines der wichtigsten Ziele des Gipfels,
die Zahl derer, denen eben dieser Zugang fehlt, bis zum Jahr 2015 von
1,1 Milliarden auf 550 Millionen zu halbieren. Dazu Weiss: "WORLD
VISION leistet einen großen Beitrag zu diesem Ziel."
    
      Weiter begrüßt WORLD VISION  drei Initiativen der
Bundesregierung, die Kanzler Gerhard Schröder bei seinem Gipfelbesuch
vorstellte:
    
      1. Schröder wird zu einer internationalen Konferenz über
erneuerbare Energie nach Deutschland einladen.
    
      2. Deutschland wird sich an dem in Johannesburg beschlossenen
weltweiten Netzwerk der Energieagenturen beteiligen.
    
      3. Deutschland wird die im Energiebereich schon bestehende
Zusammenarbeit mit den Entwicklungsländern zu einer
strategischen Partnerschaft ausbauen. Die Zusammenarbeit bei den
erneuerbaren Energien wird Deutschland in den kommenden fünf
Jahren mit 500 Millionen Euro fördern.
    
      In einem persönlichen Gespräch mit WORLD VISION bekräftige
Bundesumweltminister Jürgen Trittin diese Vorhaben. Darüber hinaus
vereinbarten die über 8000 anwesenden Delegationsmitglieder der
nichtstaatlichen Organisationen in Zukunft eine stärkere
Überwachungsfunktion gegenüber ihren Regierungen und deren
Versprechen auszuüben. WORLD VISION schließt sich diesem Mandat an
und wird sich verstärkt auf folgende zehn Punkte konzentrieren, die
nach Auffassung von WORLD VISION kaum Beachtung beim Gipfel fanden:
    
      1. Der gesellschaftliche Zusammenhang zwischen HIV-Aids, Armut
und Hunger.
    
      2. Die Folgen der Privatisierung von einst öffentlichen
Sektoren (Wasser, Energie, etc.).
    
      3. Der Marktzugang von Entwicklungsländern.
    
    4. Die nachhaltige Gestaltung der Globalisierung.

    5. Der Aktionsplan zum Stopp des Verlustes der biologischen
Vielfalt.
    
      6. Das Menschenrecht auf Gesundheit, dass beispielsweise
gerade die Rechte von Frauen und Kindern nabhängig von
kulturellen Werten und nationalen Gesetzen festgeschrieben werden.
    
      7. Die Garantie auf Grundschulbildung für alle Kinder bis zum
Jahr 2015.
    
      8. Die Analyse von Konsumverhalten der reichen Länder und wie
dies die armen Länder beeinflusst.
    
      9. Der Demokratieprozess der armen Länder (Pressefreiheit,
Wahlrecht für alle, Abschaffung der Todesstrafe,        
Versammlungsfreiheit, Besitzrechte, etc.).
    
      10.Der Einfluss von Bürgerkriegen und anderen
gesellschaftlichen Konflikten auf nachhaltige Entwicklung.
    
    Als ein Kinder-fokussiertes, christliches und humanitäres
Hilfswerk stellt WORLD VISION höchste Anforderungen an das
Wohlergehen von Kindern und an einer besseren Welt für die
schwächsten Mitglieder unserer Gesellschaften. Schon deshalb stimmt
WORLD VISION dem UN-Generalsekretär Kofi Annan zu, der diesen Gipfel
mit den Worten "Es ist Zeit für Verantwortung. Füreinander. Für die
Welt" zusammen gefasst hat. WORLD VISION ist ebenfalls der
Auffassung, dass nachhaltige Entwicklung vor der eigenen Haustür
beginnt und sich nur so über Länder hinweg auf der Erde ausbreiten
kann. Mit dem Ziel: Unabhängig und in Frieden mit sich und der Umwelt
zu leben.
    
      "Wenn die Reichen nur ein wenig einfacher leben könnten, könnten
die armen Kinder dieser Welt einfach nur leben." Dieser Satz stand
gesprayt an einer Wand des Konferenzzentrums. Mit diesen Worten im
Gepäck verlässt die WORLD VISION-Delegation Johannesburg. Weiss: "Der
Gipfel war nur ein kleiner Schritt auf dem Weg zu einer besseren Welt
für Kinder. Das Ende des Weges haben wir noch längst nicht erreicht."
    
      WORLD VISION-Delegationsmitglied Sönke C. Weiss ist bis Ende des
Gipfels unter der Telefonnummer 0049-162-9078430 in Johannesburg
erreichbar und steht für Interviews zur Verfügung.
    
    
      HINTERGRUND WORLD VISION

    Deutschland e.V. ist ein überkonfessionelles christliches Hilfswerk mit den Arbeitsschwerpunkten langfristige Entwicklungshilfe und humanitäre Nothilfe. Mehr als 100 Projekte werden momentan in 34 Ländern durchgeführt. WORLD VISION Deutschland ist Teil der weltweiten WORLD VISION-Partnerschaft mit 46 nationalen Büros und über 14.000 Mitarbeitern in fast 100 Ländern. WORLD VISION unterhält offizielle Arbeitsbeziehungen zur Weltgesundheits-organisation (WHO) und dem Kinderhilfswerk der Vereinten Nationen (UNICEF) und arbeitet eng mit dem Flüchtlings-kommissariat der Vereinten Nationen (UNHCR) zusammen. WORLD VISION ist weltweit der größte NGO-Partner des Welternährungsprogrammes (WFP). WORLD VISION Deutschland ist Mitglied von 'Aktion Deutschland Hilft'. Unter diesem Namen haben sich bisher die folgenden Organisationen zusammengeschlossen: ADRA Deutschland, Arbeiter-Samariter-Bund-Deutschland, Arbeiterwohlfahrt Bundesverband, CARE Deutschland, der Paritätische Wohlfahrtsverband, HELP - Hilfe zur Selbsthilfe, Johanniter-Unfall-Hilfe und Malteser Hilfsdienst. Hilfskapazitäten sollen somit gebündelt und Hilfe verstärkt abgestimmt werden. Weitere Informationen finden Sie im Internet http://www.worldvision.de

    
ots Originaltext: WORLD VISION DEUTSCHLAND e.V.
Im Internet recherchierbar: http://www.presseportal.de

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(Tel.: 06172-763 153 oder 0172-916 08 78) oder Kurt Bangert (Tel.:
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Kurt Bangert

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