Bundesagentur für Arbeit (BA)

Internationaler Tag der Behinderten am 3. Dezember - Behindert heißt nicht chancenlos!

    Nürnberg (ots) - Beschäftigungsreserven in der Grundsicherung erschließen

    Behinderte Menschen stoßen in ihrem Alltag immer wieder auf Barrieren, auf sichtbare und auf unsichtbare. Berührungsängste und Vorurteile begegnen ihnen auch bei der Arbeitsuche. Das Bild von behinderten Menschen wird oftmals mit Einschränkungen verbunden. Die Folge ist, dass sie auf dem Arbeitsmarkt immer noch zu den Benachteiligten zählen - obwohl sich unter ihnen eine große Fachkräftereserve verbirgt. Aktuell sind 165.000 schwerbehinderte Menschen auf Arbeitsuche, davon allein rund 100.000 in der Grundsicherung. Viele von ihnen wollen und können arbeiten, wenn ihnen die Gelegenheit gegeben wird.

    "Sicherlich ist die Beschäftigung behinderter Menschen in der Praxis häufig eine organisatorische, technische und kommunikative Herausforderung. In den vergangenen Jahren hat sich aber viel getan. Der Paradigmenwechsel zu mehr Selbstbestimmung und Teilhabe behinderter Menschen in der Gesellschaft und am Erwerbsleben findet sich auch in der Arbeitsmarktpolitik wieder", meint Heinrich Alt, Vorstand Grundsicherung bei der Bundesagentur für Arbeit.

    "Durch die Verknüpfung von integrativen und vermittlerischen Leistungen in den Jobcentern können wir eine ganzheitliche Betreuung, ausgerichtet am Bedarf jedes einzelnen Menschen mit körperlichen oder geistigen Einschränkungen anbieten. In der ARGE Düsseldorf wurde zum Beispiel mit dem Klinikum ein Projekt für schwer leistungsgeminderte Kunden entwickelt, dass durch praxisnahe Unterstützung in realen Arbeitssituationen den Prozess der Arbeitsmarktintegration unterstützen soll. Bereits nach einem halben Jahr hatten 15 Teilnehmer eine Zusage für einen Arbeitsplatz im ersten Arbeitsmarkt. In Neubrandenburg gibt es beispielsweise ein Projekt zur wohnortnahen Integration für hörgeschädigte Menschen", so Alt.

    Gemeinsam mit den lokalen Partnern bei den Kommunen, Integrationsfachdiensten oder auch Bildungsträgern arbeiten die Grundsicherungsträger bundesweit an einer nachhaltigen Integration behinderter Menschen in den Arbeitsmarkt, immer auf der Suche nach innovativen Ansätzen - und dies mit Erfolg. Positive Beispiele für gelungene Integrationen gibt es immer wieder. Seit Jahresbeginn konnten 35.000 schwerbehinderte Menschen aus der Grundsicherung ihre Arbeitslosigkeit durch die Aufnahme einer Beschäftigung beenden, weitere 25.000 Menschen in Aus- und Weiterbildungsmaßnahmen vermittelt werden.

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