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Erdbeben in Venezuela: Caritas intensiviert ihre Unterstützung und erhöht Nothilfe auf eine Million Euro

Erdbeben in Venezuela: Caritas intensiviert ihre Unterstützung und erhöht Nothilfe auf eine Million Euro
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Freiburg/Caracas (ots)

Opferzahlen des Erdbebens steigen weiter - Caritas verteilt Hilfsgüter, Betroffene kommen in kirchlichen Einrichtungen unter - Gesundheitssystem ist überlastet, Krankheitsausbrüche drohen - Caritas hilft elternlosen Kindern und Traumatisierten.

FGut eine Woche nach den verheerenden Erdbeben in Venezuela intensiviert die Caritas ihre Hilfsmaßnahmen weiter. "Die Mitarbeitenden der Caritas Venezuela arbeiten rund um die Uhr, um den vom Beben betroffenen Menschen schnell zu helfen", sagt Jonas Brenner, der die Nothilfe vor Ort in Caracas mit den Kolleginnen und Kollegen der Caritas Venezuela koordiniert.

"Der Bedarf ist riesig, die Opferzahlen steigen stündlich und die Menschen müssen versorgt und untergebracht werden", beschreibt Brenner die Situation. Caritas international stockt daher ihre Nothilfe in einem weiteren Schritt auf eine Million Euro auf. Caritas Venezuela organisiert diese Hilfen strukturiert und profitiert dabei von einem engen Netz an Standorten im ganzen Land. Die Venezolaner_innen nutzen diese, um Spenden abzugeben, die die nationale Caritas aus Caracas ins Erdbebengebiet transportiert und dann verteilt. "Permanent kommen hier Güter an, die Solidarität im ganzen Land ist riesig", sagt Brenner. Vor allem werden Trinkwasser, haltbare Lebensmittel wie Mehl, Bohnen, aber auch Hygieneartikel wie Seife, Zahnbürsten und Toilettenpapier sowie Haushaltswaren und Matratzen gebraucht.

Darüber hinaus fehlen medizinisches Material und Medikamente. Die medizinische Notfallversorgung in der betroffenen Erdbebenregion ist überfordert: 38 Krankenhäuser wurden von den Erdbeben in Mitleidenschaft gezogen. "Es besteht ein erhöhtes Risiko von Krankheitsausbrüchen, insbesondere von Diphtherie und Keuchhusten, sowie eine schnellere Ausbreitung von Zika, Malaria und Gelbfieber, sollte sich die Situation nicht schnell verbessern", warnt Jonas Brenner. Rund 5,5 Millionen Menschen sind von den Folgen des Bebens betroffen, etwa 60.000 Gebäude wurden zerstört oder schwer beschädigt. Die Menschen leben auf der Straße. "Die Menschen müssen dringend untergebracht werden. Die Kirchen und örtlichen Caritas Einrichtungen haben geöffnet, um den Betroffenen zumindest vorübergehend ein Dach über dem Kopf zu bieten."

Sorgen bereitet dem Nothilfekoordinator von Caritas international die vielen Kinder, die teilweise allein und verzweifelt ihre Eltern suchen. "Viele Kinder wurden zum Beispiel von Nachbarfamilien aufgenommen, die sich jetzt erst einmal um sie kümmern. Das ist gut. Doch vielen von ihnen droht die Verschleppung durch Kriminelle oder Missbrauch. Sie muss man jetzt besonders schützen", sagt Brenner mit Nachdruck. Die Caritas Venezuela kümmert sich mit ihren Teams und Freiwilligen zudem um die vielen Traumatisierten des Bebens.

Jonas Brenner, Nothilfekoordinator von Caritas international steht für Interviews in Caracas zur Verfügung.

Caritas international ruft dringend zu Spenden für die Betroffenen des Erdbebens in Venezuela auf. Stichwort: CY02337 Erdbeben Venezuela

Deutscher Caritasverband e.V.

Bank für Sozialwirtschaft Karlsruhe

IBAN: DE88 6602 0500 0202 0202 02

BIC: BFSWDE33KRL

www.caritas-international.de

Caritas international ist das Hilfswerk des Deutschen Caritasverbandes. Dieser gehört zum weltweiten Netzwerk der Caritas mit 162 nationalen Mitgliedsverbänden.

Pressekontakt:

Herausgeber: Deutscher Caritasverband, Caritas international,
Öffentlichkeitsarbeit, Karlstraße 40, 79104 Freiburg. Telefon
0761/200-0. Dirk Reinsberg (verantwortlich -293), Reiner Fritz
(Durchwahl -510).
www.caritas-international.de

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