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11.03.2004 – 17:06

Weisser Ring e.V.

22. März: Tag der Kriminalitätsopfer
Weißer Ring fordert mehr Konsequenz beim Opferschutz

Mainz (ots)

Entscheidungen zu Gesetzesinitiativen von Halbherzigkeit geprägt /
   Studenten der Bauhaus-Universität Weimar schaffen visuelle 
   Opfersignale
Zum "Tag der Kriminalitätsopfer" (22. März) appelliert der Weiße
Ring nachdrücklich an die politisch Verantwortlichen, notwendigen
Schutz und Hilfe für Geschädigte und ihre Familien nicht länger nur
von fiskalischen Sichtweisen und parteipolitischem Kalkül abhängig zu
machen. Dem Wunsch vieler Politiker, den Opferhilfegedanken durch
gesetzliche Regelungen nachhaltig zu stärken, ständen letztendlich
nur unbefriedigende Resultate gegenüber, die in manchen Bereichen
weit hinter den Erwartungen einer stetig wachsenden Zahl von
Gewaltopfern zurück blieben, kritisiert die bundesweite
Opferschutzorganisation. "Das Thema Opferschutz ist zu wichtig, um es
nur halbherzig zu behandeln", so Helmut K. Rüster, Sprecher des
Weißen Rings. Für einen modernen Rechtsstaat müsse die konsequente
Beachtung von Opferbelangen zur Selbstverständlichkeit werden.
Der Weiße Ring fordert konsequente Weiterverfolgung immer noch
lange überfälliger Reformen bei der Stärkung von Opferrechten. Die
rechtspolitischen Forderungen des Weißen Rings lieferten auch
weiterhin die inhaltlichen Gewichte, mit denen die noch immer weit
auseinander klaffenden Waagschalen, jeweils gefüllt mit Täter- und
Opferinteressen, endlich angeglichen werden müssen, so Rüster.
Zahlreiche Aktionen zum  "Tag der Kriminalitätsopfer"
Rund um den "Tag der Kriminalitätsopfer" führt der Weiße Ring
überall in Deutschland zahlreiche Aktionen und Veranstaltungen durch,
um das öffentliche Bewusstsein für die besondere Lebenssituation der
durch Kriminalität und Gewalt geschädigten Menschen weiter zu
stärken. Mit Infoständen, Vorträgen, Podiumsdiskussionen und
Benefizveranstaltungen werden in vielen Außenstellen des
gemeinnützigen Vereins Bürger und Bürgerinnen sensibilisiert und zur
Solidarität mit den Opfern aufgefordert. "Jeden von uns kann es schon
morgen selbst treffen. Was dann zählt, sind Verständnis und
praktische Hilfe, damit die Opfer nicht alleine stehen", so ein
Sprecher des Weißen Rings.
Tabuthemen-Ausstellung "Opfer" startet am 13. März in Erfurt
Zentrale Veranstaltung zum "Tag der Kriminalitätsopfer" ist die
Eröffnung der Ausstellung "Opfer" am 13. März in Erfurt, bei der die
Mitglieder des Bundesvorstandes des Weißen Rings auch den Thüringer
Justizminister Dr. Karl Heinz Gasser begrüßen werden.
Insgesamt 16 Studentinnen und Studenten der Bauhaus-Universität
Weimar, Fakultät Gestaltung/ Visuelle Kommunikation haben unter
Anleitung von Prof. Werner Holzwarth und Hochschuldozent Peter Gamper
in enger Zusammenarbeit mit dem Weißen Ring den Tabuthemen Häusliche
Gewalt und Sexueller Missbrauch und damit dem Opfersein ein Gesicht
gegeben. Entstanden sind nach gründlichen  Recherchen eine Fülle von
Ideen, umgesetzt in rund 100 Fotos, Anzeigen, Poster, Videos,
Radiospots, Give-aways und Aktionskonzepte. Die eindringlichen wie
künstlerisch eindrucksvollen Arbeiten wollen wachrütteln und zu
aktiver Hilfe motivieren. Zugleich sollen schon betroffene Opfer von
Gewalt ermutigt werden, Unterstützung zu suchen und sich gegen
Übergriffe zu wehren.
All das vereint die Ausstellung "Opfer" zu einem eindringlichen,
unbequemen und vereinzelt auch gewollt provokanten Projekt, das
öffentliches Bewusstsein schaffen und vertiefen will. Eröffnet wird
die Ausstellung "Opfer" im Vorfeld des Tages der Kriminalitätsopfer
am 13. März im Kulturhof Krönbacken in Erfurt. Geplant ist eine
Wanderausstellung quer durch Deutschland. Der Katalog zur Ausstellung
ist für eine Schutzgebühr von 10 Euro erhältlich bei: Weißer Ring,
Bundesgeschäftsstelle, Weberstraße 16, 55130 Mainz oder unter
www.weisser-ring.de.
Der Tag der Kriminalitätsopfer erinnert am 22. März jeden Jahres
an die Situation der durch Kriminalität und Gewalt geschädigten
Menschen, die auf Schutz, praktische Hilfe und Solidarität unseres
Gemeinwesens angewiesen sind. Der Weiße Ring stärkt mit diesem Signal
seit vielen Jahren das öffentliche Bewusstsein und fordert Politik,
Justiz und Verwaltung zum Handeln auf. Dabei kann er auf dankenswerte
Unterstützung der Medien und anderer gesellschaftlichen Kräfte
zählen, denen das Schicksal in Not geratener Kriminalitätsopfer nicht
einerlei ist. Inzwischen ist dieser Tag für viele Menschen zu einem
weithin sichtbaren Zeichen gesellschaftlicher Verantwortung geworden.
Pressesprecher:
Helmut K. Rüster  
Tel.: 06131/ 83 03 38 
Fax:  06131/ 83 03 45  
wr-online: www.weisser-ring.de
e-mail: info@weisser-ring.de
Weberstraße 16
55130 Mainz
Besten Dank für Ihre Unterstützung. Belegexemplar erbeten.

Original-Content von: Weisser Ring e.V., übermittelt durch news aktuell

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