DEG - Deutsche Investitions- und Entwicklungsgesellschaft

Lateinamerika
DEG sieht wachsendes Potenzial für ihr Finanzierungsgeschäft in großen Teilen des Kontinents

    Köln (ots) -        DEG sieht wachsendes Potenzial für ihr Finanzierungsgeschäft in großen Teilen des Kontinents: Nach 167 Mio Euro Zusagen im vergangenen Jahr, 2001 bereits mehr als 50 Mio Euro investiert.     Jüngst langfristige Darlehen vergeben u.a. für:

    - Bau und Betrieb eines Containerterminals mit deutscher
        Beteiligung in Chile

    - dänisch-argentinisches Joint Venture zur Molkeproduktion
    
    
    Mehr als ein Drittel ihrer Neuzusagen (360 Mio Euro) investierte
die DEG - Deutsche Investitions- und Entwicklungsgesellschaft mbH,
Köln, in Lateinamerika im vergangenen Jahr. "Trotz der krisenhaften
Entwicklung in Argentinien und der Auswirkungen der nachlassenden
US-Konjunktur auf dem lateinamerikanischen Kontinent sehen wir die
weitere wirtschaftliche Entwicklung überwiegend positiv. Gerade in
schwierigen Zeiten ist das Angebot der DEG für ihre Kunden besonders
attraktiv", sagte Hendrik Lühl, Leiter Lateinamerika der DEG,
anlässlich der Lateinamerika-Konferenz der Deutschen Wirtschaft in
München. Mit einem Büro in São Paulo und bald auch in Mexiko-City
betreut die DEG ihre Kunden und Partner jetzt auch vor Ort.
    
    Spezialisiert auf die langfristige Projekt- und
Unternehmensfinanzierung berät die DEG private Unternehmen,
strukturiert und finanziert deren geplante Investitionen in
Lateinamerika seit fast 40 Jahren. Sie investiert in rentable,
ökologisch und sozial tragfähige Projekte in allen
Wirtschaftsbereichen, die sich privater unternehmerischer Initiative
öffnen: in der Agrarwirtschaft und in der Verarbeitenden Industrie,
im Dienstleistungsgewerbe und im Infrastrukturbereich. Ihr Portfolio
in Lateinamerika ist inzwischen auf 535 Mio Euro angewachsen.
    
    Chile: Konsortium mit deutscher Kapitalbeteiligung gewann erstmals
Konzession zum Betrieb eines Hafenterminals in Lateinamerika

    Jüngst stellte die DEG für den Bau und Betrieb eines privaten Containerterminals in Chile langfristiges Kapital bereit. Aus der internationalen Ausschreibung für den Hafen von Valparaiso ging die chilenische Inversiones Cosmos Ltda. mit ihrem deutschen Partner, der Hamburger Hafen- und Lagerhausgesellschaft AG (HHLA), als Sieger hervor. Die Kosten für den Erwerb der Konzession und die Modernisierung der Anlage werden auf insgesamt 133 Mio USD veranschlagt. Die Kapazität des Terminals, das Anfang diesen Jahres seinen Betrieb aufnahm, beträgt nach Fertigstellung ca. 300.000 Container und 1,4 Mio Tonnen Stück- und Massegut.          Die DEG-Finanzierung für das Projekt ist maßgeschneidert. Sie umfasst  ein langfristiges Darlehen in Höhe von 15 Mio USD mit 5 Freijahren, ein Stand-by-Darlehen in Höhe von 10 Mio Euro und eine Beteiligung in Höhe von 1,65 Mio USD, wie sie von Geschäftsbanken nicht angeboten wird. Mit diesem Projekt setzen die DEG und die HHLA ihre erfolgreiche Zusammenarbeit in Lateinamerika fort, die vor fünf Jahren beim Bau und Betrieb eines privaten Containerterminals in Buenos Aires begann.          Argentinien: Joint Venture verarbeitet Molke weiter

    Im Agrar- und Ernährungssektor gewährte die DEG dem argentinisch-dänischen Joint Venture Arla Foods Ingredients S.A. (AFISA) ein langfristiges Darlehen. Bisher muss die argentinische Molkereigenossenschaft SanCor Cooperatives Unidas Ltda., eine der größten Milchverarbeitungsunternehmen des Landes, ihre Molke, die als Nebenprodukt der Käseproduktion entsteht, aufwendig entsorgen. Mit Hilfe des dänischen Partners Arla Foods werden jetzt daraus wertvolle Proteinkonzentrate und funktionale Milchproteine hergestellt, die anderen Nahrungsmitteln zur Qualitätsveredelung beigesetzt werden können.          64 Mio USD werden in eine Anlage zur Molkeverarbeitung, eine Abwasseraufbereitungsanlage sowie ein Labor investiert. Die DEG stellte ein langfristiges Darlehen in Höhe von 7,5 Mio USD bereit und syndizierte ein B-Loan in Höhe von 5 Mio USD auf die Rabobank International, eine der wenigen Geschäftsbanken, die sich international auf Agrarwirtschaft und Lebensmittel spezialisiert hat. Ca. 90 Mitarbeiter wird das Unternehmen beschäftigen. Ein Großteil der weiterverarbeitenden Molke wird in die Mercosur-Länder exportiert.          Public-Private Partnership

    Deutschen Tochtergesellschaften oder deutsch-lateinamerikanischen
Joint Ventures bietet die DEG zusätzlich zu ihrem Beratungs- und
Finanzierungsangebot das Public-Private Partnership-Programm (PPP)
an, initiiert und finanziert vom Bundesministerium für
wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (BMZ). Es trägt bis zu
50 Prozent der Kosten für Pilotvorhaben, Ausbildungsprojekte und
Umwelt- und Sozialmaßnahmen, die diese Unternehmen vor Ort
realisieren. In Bélem z.B. unterstützt die DEG ein Projekt der
DaimlerChrysler AG, die dort aus Kokosfasern umweltverträglich und
nachhaltig Fahrzeugsitze und Kopfstützen herstellen lässt.  
    
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