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FSM - Freiwillige Selbstkontrolle Multimedia-Diensteanbieter e.V.

FSM-Jahresbericht 2022 veröffentlicht
25 Jahre aktiv für effektiven Online-Jugendschutz

Berlin (ots)

Repräsentative Studienergebnisse zum Jugendmedienschutz in Familien, Beschwerdestelle in knapp 13.000 Fällen im Einsatz gegen illegale Online-Inhalte, bundesweite medienpädagogische Unterstützung von Familien sowie Lehrkräften - und ein bedeutendes Jubiläum. Die Freiwillige Selbstkontrolle Multimedia-Dienstanbieter (FSM e. V.) blickt mit dem Jahresbericht 2022 auf 25 Jahre erfolgreichen Einsatz für den Jugendmedienschutz zurück. Deutlich wird dabei die Relevanz der Regulierten Selbstregulierung für einen effektiven Online-Jugendschutz.

Martin Drechsler, FSM-Geschäftsführer:

"Kinder und Jugendliche verdienen ein besseres und sicheres Internet. Dies zu ermöglichen ist eine anspruchsvolle Aufgabe, doch der Einsatz dafür lohnt sich. Seit 25 Jahren arbeitet die FSM zusammen mit ihren Mitgliedern daran, neue Impulse und innovative Ansätze einzubringen, um den Bedürfnissen und Entwicklungen der jungen Generation gerecht zu werden."

Den digitalen Jahresbericht finden Sie unter: jahresbericht.fsm.de/2022/

Repräsentative Befragung zu onlinebezogenen Risiken

Mit Jugendmedienschutzindex 2022 hat die FSM zum zweiten Mal eine repräsentative Studie zum Umgang von Kindern, Jugendlichen und Eltern mit onlinebezogenen Risiken herausgegeben. Befragt wurden Heranwachsende im Alter von neun bis 16 Jahren sowie je ein Elternteil zu ihren Sorgen vor negative Online-Erfahrungen, ihren Einstellungen zum Jugendmedienschutz, ihren Fähigkeiten im Umgang mit Online-Risiken sowie dem jugendmedienschutzbezogenen Erziehungshandeln in der Familie. Die Veränderungen und Verschiebungen gegenüber der letzten Befragung von 2017 sind teilweise drastisch.

Die vollständige Studie und weitere Informationen finden Sie unter: www.jugendmedienschutzindex.de

FSM-Beschwerdestelle bearbeitet knapp 13.000 Meldungen

Im Jahr 2022 gingen bei der FSM-Beschwerdestelle insgesamt 12.956 Beschwerden über illegale oder jugendgefährdende Online-Inhalte ein. Dabei handelt es sich um das zweithöchste Meldungsaufkommen ihrer Geschichte (2021: 14.205 Meldungen). In 68 Prozent der Fälle (8.757 Meldungen) handelte es sich um begründete Beschwerden, d. h. um Inhalte, die nach umfassender Einzelfallprüfung gegen deutsche Jugendmedienschutzgesetze verstoßen. Darstellungen des sexuellen Missbrauchs Minderjähriger machten mit 37 Prozent den zweitgrößten Anteil der begründeten Beschwerden aus (3.224 Fälle).

Die vollständige Jahresstatistik der FSM-Beschwerdestelle finden Sie unter: www.fsm.de/fsm/beschwerdestelle/#statistiken

NetzDG-Prüfausschüsse 2022 gefragter denn je

Im dritten Jahr als staatlich anerkannte Einrichtung der Regulierten Selbstregulierung nach dem Netzwerkdurchsetzungsgesetz (NetzDG) hat sich die Arbeit der FSM im Kampf gegen Hassrede im Internet weiterhin bewährt. Insgesamt überwiesen die Anbieter Facebook, Instagram und YouTube 98 Fälle von gemeldeten Online-Inhalten an das NetzDG-Prüfgremium (2021: 72 Fälle, 2020: 13 Fälle). Davon wurden 35 Fälle als rechtswidrig bewertet. Am häufigsten geprüft wurden Äußerungsdelikte (§§ 185, 186, 187 StGB) mit 55 Fällen, Volksverhetzung (§ 130 StGB) mit 28 Fällen und die Verwendung von Kennzeichen verfassungswidriger Organisationen (§§ 86, 86a StGB) mit 26 Fällen.

Die Entscheidungen und juristischen Begründung der NetzDG-Prüfausschüsse sind in anonymisierter Form online zu finden: www.fsm.de/fsm/netzdg/#netzdg-entscheidungen

Förderung von Medienkompetenz in Schule und Familie

Eltern und pädagogischen Fachkräften bot die FSM mit ihren etablierten Medienbildungsprojekten auch im Jahr 2022 wieder ein breites Unterstützungsangebot:

  • Mit wöchentlich neuen Artikeln und fünf virtuellen Elternabenden zu aktuellen Themen unterstützte Elternguide.online Familien bei der Medienerziehung.
  • Das Angebot von Medien in die Schule vergrößerte sich um das Unterrichtsmaterial "Jugendliche online. Zwischen Information, Interaktion und Unterhaltung".
  • In 38 Veranstaltungen für Lehrkräfte rund um Desinformation online erreichte das Fortbildungsprogramm weitklick insgesamt 655 Teilnehmende.

Aus den vielfältigen Kooperationen im Bereich Medienbildung sind für das Jahr 2022 vor allem das Kindermagazin "Genial Digital" für Kinder von acht bis elf Jahren sowie das Elternabendpaket "Mit Fakten gegen Fakes", welches Lehrkräfte bei der Elternarbeit unterstützt, hervorzuheben.

Über die FSM

Die FSM setzt sich dafür ein, dass Kinder und Jugendliche mit einem sicheren und besseren Internet aufwachsen können. Dabei ist die Bekämpfung illegaler und jugendgefährdender Online-Inhalte eine der Kernaufgaben der FSM, ebenso wie die umfangreiche Aufklärungsarbeit und Medienkompetenzförderung von Kindern, Jugendlichen und Erwachsenen. Dazu betreibt die FSM seit 1997 eine Beschwerdestelle, an die sich alle wenden können, um jugendgefährdende Online-Inhalte zu melden. Die FSM-Beschwerdestelle wird unter dem Dach von Saferinternet.de von der Europäischen Union kofinanziert und ist außerdem Teil der International Association of Internet Hotlines (INHOPE) - einem weltweiten Netzwerk, das sich seit 1999 für die Bekämpfung von Darstellungen des sexuellen Kindesmissbrauchs einsetzt.

Pressekontakt:

FSM e. V., Leontine Päßler, Beuthstr. 6, 10117 Berlin;
Tel.: 030 24 04 84 - 43, paessler@fsm.de
www.fsm.de, Twitter: @FSM_de, Facebook: www.facebook.com/fsm.de

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