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Vorsicht, Abzocke!
ADAC warnt vor raffinierten Betrugsmaschen am Urlaubsort

Vorsicht, Abzocke! / ADAC warnt vor raffinierten Betrugsmaschen am Urlaubsort
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Vorsicht, Abzocke!

ADAC warnt vor raffinierten Betrugsmaschen am Urlaubsort

Sommerzeit ist Hauptreisezeit und viele Urlauber machen sich mit dem Auto auf in das europäische Ausland. Was viele nicht bedenken: für Betrüger und Diebe ist jetzt ebenfalls Hochsaison. Gerade auf den Hauptreiserouten in Richtung Spanien, Frankreich und Italien wird mit teilweise skrupellosen Methoden versucht schnelles Geld zu machen. Der ADAC Hessen-Thüringen gibt einen Überblick über die häufigsten Abzocke-Methoden und erklärt, wie sich Reisende schützen können.

Digitale Fallen: Wenn die Traumreise zum Alptraum wird

Bereits bei der Urlaubsplanung lauern die ersten Gefahren. Betrüger erstellen täuschend echte Buchungsportale, die seriöse Reiseanbieter imitieren. Die Webseiten wirken professionell gestaltet, nutzen jedoch minimal veränderte Webadressen, um Urlauber in die Falle zu locken. Besonders perfide sind gefälschte Ferienwohnungsangebote auf Social Media, die mit Traumpreisen und gestohlenen Fotos werben.

ADAC Tipp: Urlauber sollten ausschließlich über verifizierte Plattformen und offizielle Unternehmenswebsites buchen. Statt Links in Mails zu öffnen, empfiehlt es sich offizielle Apps der Anbieter zu nutzen, oder die Webadresse manuell in den Browser einzugeben. Bei ungewöhnlich günstigen Angeboten sollten die Alarmglocken läuten – häufig verstecken sich dahinter unseriöse Angebote. Es lohnt sich zudem vorab unabhängige Bewertungen zu lesen.

Gefährliche Straßentricks

Einmal am lang ersehnten Urlaubsort angekommen, sollten Urlauber aufmerksam bleiben. Auf den Straßen beliebter Urlaubsländer warten besonders raffinierte Betrüger auf ihre Chance Geld mit ahnungslosen Touristen zu machen. Der sogenannte „Spiegeltrick“ ist vor allem in Italien verbreitet: Betrüger halten vorbeifahrende Fahrzeuge mit ausländischen Nummernschildern an und behaupten, der Außenspiegel des Fahrzeugs habe ihren eigenen beschädigt. Um die Situation glaubwürdiger zu machen, werfen sie vorher beim Vorbeifahren häufig kleine Gegenstand wie eine Schraube oder kleine Steine gegen die Touristenfahrzeuge, um ein ungewohntes Geräusch zu erzeugen. Halten die Urlauber an, fordern sie meist Bargeld für angebliche Reparaturkosten.

In Spanien, besonders rund um Barcelona und Valencia, ist die vorgetäuschte Panne eine häufige Betrugsmethode. Täter hupen auffällig oder fahren dicht auf, um Reisende zum Anhalten zu bewegen. Sobald diese aussteigen, um ihr Fahrzeug zu überprüfen, werden Wertsachen aus dem Auto gestohlen. Ähnlich funktioniert der Eiertrick: Kriminelle werfen Eier von Brücken oder dem Fahrbahnrand auf die Windschutzscheibe vorbeifahrender Autos. Versuchen die Autofahrer die Eier mit den Scheibenwischern zu entfernen, entsteht eine „Eierpampe“, die die Sicht umfassend blockiert. Halten die Urlauber dann am Seitenstreifen an, schlagen die Diebe zu und überfallen das Fahrzeug.

ADAC Tipp: Autofahrer sollten versuchen in solchen Situationen möglichst ruhig zu bleiben und sich nicht zu überstürzten Handlungen drängen zu lassen. Statt schnell am Fahrbahnrand anzuhalten, sollten Urlauber bei verdächtigen Situationen vorsichtig zu einem belebten Ort weiterfahren. „Um den Diebstahl von Wertsachen vorzubeugen, sollten diese nie offen im Fahrzeug liegen, sondern direkt am Körper getragen oder in Taschen unter dem Sitz verstaut werden“, erklärt Oliver Reidegeld, Pressesprecher des ADAC Hessen-Thüringen. „Wer aussteigt, sollte sein Fahrzeug direkt verriegeln.“

Falsche Helfer in der Not: Vorsicht vor gefälschten Pannendiensten

In osteuropäischen Ländern wie Ungarn, Polen, Serbien oder Kroatien treten Kriminelle zunehmend als falsche Pannenhelfer auf und nutzen dabei Logos und Farben des ADAC. Häufig warten die vermeintlichen Pannenhelfer bereits an Rastanlagen oder fahren bestimmte Strecken ab, um liegengebliebene Fahrzeuge ausfindig zu machen. Sehen die Betrüger ein Fahrzeug mit Panne am Seitenstreifen stehen, halten sie direkt an und bieten den Hilfesuchenden ihre Dienste an. Nehmen die Autofahrer diese an, verlangen die falschen Pannenhelfer Bargeld für angebliche Werkstattkosten oder Abschleppleistungen.

Wichtiger Hinweis: Der ADAC betreibt im Ausland keine eigene Straßenwacht-Flotte. In den Sommermonaten Juli und August werden zwar vereinzelt Pannenhelfer nach Frankreich und Italien geschickt, um deutsche Urlauber vor Ort zu unterstützen. In anderen Ländern ist das jedoch nicht der Fall. Dort arbeitet der Automobilclub mit regionalen Vertragspartnern zusammen, diese dürfen allerdings keine ADAC Logos auf Fahrzeugen oder in Werkstätten verwenden.

ADAC Tipp: Im Falle einer Panne außerhalb Deutschlands sollte grundsätzlich der Auslandsnotruf (00 49 89 22 22 22) kontaktiert werden. Pannenhelfer oder Abschleppdienst werden dann über die Zentrale vermittelt. Sollte der Anruf fehlschlagen, kann das an einem Störsender liegen, den Kriminelle immer häufiger verwenden. In so einer Situation sollten Autofahrer ihr Fahrzeug abschließen, sich einige Meter entfernen und von dort den ADAC Auslandsnotruf kontaktieren. Ohne vorherige telefonische Bestätigung sollten Urlauber niemanden an Ihr Fahrzeug lassen.

Pressekontakt

Maike Willeitner

T +49 69 66 07 85 05

maike.willeitner@hth.adac.de

ADAC Hessen-Thüringen e.V.
Unternehmenskommunikation
Lyoner Straße 22
60521 Frankfurt am Main
T +49 69 66 07 85 00
 presse@hth.adac.de
 adac.de/hth
V.i.S.d.P.:
Oliver Reidegeld, Pressesprecher
 oliver.reidegeld @hth.adac.de

Informationen zum Datenschutz: www.adac.de/hth-infopflicht

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